Was für ein Reihenauftakt!
"Wer schon mal ein Buch von Lena Kiefer gelesen hat, weiß, worauf er sich einlässt" - dieser Satz ist mir hier unter den Rezensionen untergekommen. Dieses Buch war mein erstes, und sicher nicht letztes, ...
"Wer schon mal ein Buch von Lena Kiefer gelesen hat, weiß, worauf er sich einlässt" - dieser Satz ist mir hier unter den Rezensionen untergekommen. Dieses Buch war mein erstes, und sicher nicht letztes, von Lena Kiefer und was soll ich sagen? Wie eine Welle hat es mich mitgerissen und auch nicht mehr losgelassen! ❤️
Lena Kiefer hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte reingezogen hat und ich war immer mittendrin und das Seite für Seite. Das Buch hat mir ein wenig das Herz gebrochen, denn die Liebe zwischen Jess und Helena soll nicht sein, obwohl sie sich ineinander verliebt haben, das merkt man auch als Leser - die Anziehung ist so deutlich spürbar, dass es einen selber fast schmerzt. Es ist ein wirklich geniales Setting in New York, Macht und Intrigen stehen hier an der Tagesordnung. Meiner Meinung nach wäre keine andere Stadt so geeignet dafür gewesen wie NYC! Die Autorin hat auch einen sehr detailreichen Schreibstil, ich konnte mir immer alles sehr bildlich vorstellen. Auch, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Helen und Jess erzählt wurde, hat für mich die Geschichte komplett gemacht und es blieb immer spannend.
Helen ist ein Charakter, der einfach so viel bietet und den man von Beginn an gern hat, denn man fühlt richtig mit ihr mit. Sie hat viele Facetten und man merkt, wie zerrissen sie innerlich eigentlich ist. Auch wie sehr sie um ihre Schwester trauert, hat mich unheimlich berührt. Sie ist so davon getrieben die Wahrheit rauszufinden, dass sie sich selbst ein wenig vergisst. Für sie ist es auch ein unglaublicher Schock ihre Familie zu erleben und fühlt sich alleingelassen. Auch dass sie sich derartig verstellen muss, um von ihrer Familie akzeptiert zu werden, ist schon sehr traurig... aber ich denke das im realen Leben nicht viel anders, wenn man in solchen Kreisen verkehrt. Ich habe hier oft gelesen, die Story wäre zu Upper-Class-klischeehaft. Ja und Nein, denn seien wir mal ehrlich, jeder weiß wie Fake dieses ganze Getue von dieser Schicht auch im echten Leben sein kann, deswegen hat mich auch das gar nicht gestört, es gehört halt einfach dazu. 😅
Jess hätte ich gaaaanz anders eingeschätzt. Zugegeben, ich dachte generell die beiden Protas hassen sich bis zur letzten Seite und fordern sich immer wieder neu heraus, tja, falsch gedacht, denn die beiden gingen schneller aufeinander zu, als ich geglaubt habe. Jess und Len sind sich auch sehr ähnlich und fühlen sich das erste Mal richtig verstanden, als sie die Trauer und Wut in den Augen des jeweils anderen sehen. Der einzige Unterschied? Helena liebt NYC, während es Jess abgrundtief hasst. Auch spürt man seine Schuldgefühle, die er hat. Er kämpft ebenso wie Helena, gegen seine Gefühle. Er ist innerlich genauso zerrissen, wie Helena und als Leser bekommt man einen Berg voller Emotionen serviert. Mit Jess wurde ich genauso schnell warm, wie mit Len - ich mag beide sehr sehr gern und bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und welche Hürden noch auf sie zukommen. Ich hab auch schon einige Theorien, zu der Nacht als Valerie und Adam gestorben sind. Ob sich diese bewahrheiten, werden wir noch sehen. 😉
Das Buch ist auch eines der besten New Adult Reihenauftakte, die ich gelesen habe. Lena Kiefer konnte mich komplett damit abholen! Klare Leseempfehlung und 5 volle Sterne!