Leserunde zu "Kaputte Herzen kann man kleben" von Kristina Günak

Witzig und warmherzig - der neue Roman von Kristina Günak
Cover-Bild Kaputte Herzen kann man kleben
Produktdarstellung
(29)
  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Mit Autoren-Begleitung
Kristina Günak (Autor)

Kaputte Herzen kann man kleben

Roman

Hebamme Luisa ist alleinerziehend. Ihr Ex entzieht sich seinen Verpflichtungen, wo er kann. Als Luisas Rücken die Notbremse zieht, muss sie mit ihrer kleinen Tochter eine Auszeit nehmen: bei der exzentrischen Tante in St. Peter-Ording. Die geschickten Hände des verschlossenen Physiotherapeuten Tom helfen ihr wieder auf die Beine, doch die Seele will nicht recht nachziehen. Bis sie am Strand auf ein Grüppchen Frauen trifft, das es sich zum Motto gemacht hat, fünfe gerade sein zu lassen. Und auch Tom ist auf einmal nicht mehr so verschlossen ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 26.04.2021 - 16.05.2021
  2. Lesen 14.06.2021 - 27.06.2021
  3. Rezensieren 28.06.2021 - 11.07.2021

Bereits beendet

Schlagworte

Mental Load Bandscheibe alleinerziehend Nordseeküste St. Peter Ording Strand Sommer Sonne Freundschaft Zusammenhalt Mütter-Mafia Perfektionismus Romantische Komödie Liebe Humor Happy End Liebesroman

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 28.06.2021

Wenn man sich selbst im Weg steht

1

Ich durfte von dem Wohlfühlroman „Kaputte Herzen kann man kleben“ ein Rezensionsexemplar mit Begleitung der Autorin Kristina Günak bei Lesejury lesen und das war ein wirklich schönes Erlebnis. Dafür möchte ...

Ich durfte von dem Wohlfühlroman „Kaputte Herzen kann man kleben“ ein Rezensionsexemplar mit Begleitung der Autorin Kristina Günak bei Lesejury lesen und das war ein wirklich schönes Erlebnis. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken und zugleich versichern, dass meine Begeisterung nichts damit zu tun hat.
Das lebhafte und dennoch harmonische Cover lässt ja schon auf einen gut gelaunten Wohlfühlroman mit einem Schauplatz in Küstennähe schließen und man wird als Leser nicht enttäuscht, wobei hier auch ernste und zeitgemäße Themen geschickt eingebaut werden.
Man wird gleich in die Geschichte hineingeworfen, denn Luisa und ihre kleine Tochter Amelie befinden sich auf der langen Zugfahrt von München nach St.-Peter-Ording. Luisa ist Hebamme, Alleinerziehend und finanziell recht klamm. Kein Wunder, dass sie kurz vor einem Burn-Out steht. Außerdem leidet sie unter mörderischen Rückenschmerzen, so dass sie krankgeschrieben, eine Auszeit bei ihrer Tante Mimi nehmen kann/muss. Und diese Auszeit tut beiden gut. Vor allem Luisa beginnt ihre Situation zu überdenken, Anstöße erhält sie dazu nicht nur von ihrer Tante, sondern auch von fünf neuen Freundinnen und dass ihr Physiotherapeuten Tom nicht nur magische Hände, sondern ein einnehmendes Herz hat schadet auch nicht. Doch kann Luisa wirklich alle Steine aus dem Weg räumen?
Es ist eine ruhige Geschichte mit einem konstanten Fluss, natürlich gibt es so seine Höhepunkte, unvorhergesehene Ereignisse, Treffen und lustige Momente. Erzählt wird die Geschichte übrigens von Luisa, so kann der Leser sie recht gut kennen lernen. Durch sie wird man als Leser auch auf die Problematik der Hebammensituation aufmerksam gemacht sowie der teils sehr ungesunden Erwartungshaltung, deren Druck man sich häufig selbst aufbaut. Trotz dieser ernsten Themen, wird die Geschichte mit einem gewissen Augenzwinkern und vor allem mit viel guter Laune erzählt, so dass man die Geschichte wirklich genießen kann.
„Kaputte Herzen kann man kleben“ war für mich nicht der erste Roman dieser Autorin und es wird ganz bestimmt nicht mein letzter bleiben. Ich finde es faszinierend wie Kristina Günak aus durchaus alltäglichen Problemen einen solchen unterhaltsamen Wohlfühlroman zaubern kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.06.2021

Eine Hommage an das wahre Leben

1

Luisa ist Hebamme, alleinerziehende Mama, Vollzeit berufstätig und weit entfernt von perfekt. Aber sie gibt alles, um für sich und ihre Tochter Amelie gut zu sorgen, bis ihr Rücken plötzlich die Notbremse ...

Luisa ist Hebamme, alleinerziehende Mama, Vollzeit berufstätig und weit entfernt von perfekt. Aber sie gibt alles, um für sich und ihre Tochter Amelie gut zu sorgen, bis ihr Rücken plötzlich die Notbremse zieht. Luisa bleibt nichts anderes übrig, als sich eine Auszeit zunehmen. Gemeinsam mit Amelie besucht sie ihre Tante auf dem Rosenhof in St. Peter-Ording. Hier soll sich der begabte Physiotherapeut Tom ihrem Rücken widmen und ihr wieder auf die Beine helfen. Doch wirkliche Hilfe erhält Luisa am Strand von einer Gruppe von Frauen, die selbst genau wissen, was Frauen alles leisten.

Was für eine Geschichte, was für ein Lesevergnügen, was für unglaubliche Emotionen, die dieses Buch mit sich bringt. Kristina Günak hat nicht nur eine tolle Story um einen traumhaft schönen Ort mit liebevollen Charakteren geschrieben, sondern eine Hommage an alle Mütter, Väter, Großeltern und Freunde mit Kindern verfasst. Sie zeigt, was das Familienleben, das Leben mit Kindern oder pflegebedürftigen Erwachsenen alles mit sich bringt.

Mit der Geschichte von Luisa können Familien mit schwierigen Umständen, lauten Kindern, dementkranken Erwachsenen, trauernden Brüdern, zerstrittenen Tanten und Freunde, die sich vor großen Enthüllungen fürchten, Mut fassen. Denn es scheint schon „Ein ganzes Dorf [zu brauchen] um ein Kind groß zu ziehen“ (Lieblingszitat) Die Autorin fordert Zusammenhalt, Unterstützung und Interesse am Leben anderer und setzt dies einfach unglaublich liebevoll in ihrer Geschichte um.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut- Charme, Witz und Emotionen lassen sich in jeder Zeile wiederfinden. Der Lesefluss ist flüssig und leicht.

Die Kulisse ist traumhaft schön. Mit St-Peter-Ording und dem kleinen Rosenhof hat die Autorin einen wundervollen Handlungsort geschaffen, der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Die Charaktere sind liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Vor allem Luisa-die Protagonisten-ist sehr authentisch, lebensnah und herzlich gestaltet. Ihre Entwicklung schreitet nur langsam voran. Doch am Ende kann ein einziger Moment es schaffen, dass Luisas Bauchgefühl über ihren Verstand siegt.

Die Nebencharaktere sind mir alle unglaublich ans Herz gewachsen, die unnahbare Tante Mimi, der geheimnisvolle Fiete, die unverwechselbaren Frauen der Freitagsrunde.

Eine klare Leseempfehlung für Leser, die viel wahres Leben in einer Liebesgeschichte mögen, die eigene Emotionen in die Charaktere mit einbringen wollen und sich an einen wunderschönen Ort begeben möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.06.2021

„Es kommt in der Welt vor allem auf die Helfer an – und auf die Helfer der Helfer.“

1

sagte einst Albert Schweitzer (1875 – 1965).
Louisa ist als alleinerziehende Mutter einer 8jährigen Tochter in der teuren Großstadt München als Hebamme in Vollzeit tätig. Sie liebt ihren Job, hat aber ...

sagte einst Albert Schweitzer (1875 – 1965).
Louisa ist als alleinerziehende Mutter einer 8jährigen Tochter in der teuren Großstadt München als Hebamme in Vollzeit tätig. Sie liebt ihren Job, hat aber das Gefühl, es nicht allen recht machen zu können. Stress, Personalmangel, Zeitdruck, Helikoptermütter machen ihr zu schaffen. Loiusa hat starke Rückenschmerzen und Burnout. Mit Amelie reist sie zu Tante Mimi nach St. Peter Ording und versucht dort wieder zu Kräften zu kommen….
Das Buch zeigt, wie es Albert Schweitzer nicht hätte treffender formulieren können – jeder braucht Hilfe und muss auch lernen Hilfe anzunehmen. Nicht immer läuft alles perfekt, aber man kann auch nicht alles 100 % planen oder kontrollieren. Louisa ist eins lehrendes Beispiel dafür, was Stress auslösen kann. Kristina Günak hat eine bewegende Geschichte geschaffen. Neben der persönlichen Situation von Louisa zeigte sich auch die Herausforderungen von Hebammen auf. Der Beruf Hebamme kann sehr erfüllend sein, wie Louisa immer wieder betont, aber er kann auch anstrengen , vor allem dann, wenn sie eher als „Geburtshilfsmaschine“ gebraucht werden.
Kristina Günak brachte viel Gefühl in die Geschichte. Auch wenn das Ende schon früh abzusehen war, habe ich es gern gelesen. Es ist unterhaltsam und wunderbar geschrieben. Danke dafür.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.06.2021

Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf

2

Louisa fährt mit ihrer Tochter Amelie zu ihrer Tante nach St. Peter-Ording, da sie unter starken Rückenschmerzen leidet und ihren Beruf als Hebamme nicht mehr ausüben kann. Dort versucht sie sich zu erholen ...

Louisa fährt mit ihrer Tochter Amelie zu ihrer Tante nach St. Peter-Ording, da sie unter starken Rückenschmerzen leidet und ihren Beruf als Hebamme nicht mehr ausüben kann. Dort versucht sie sich zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen. Hierbei lernt sie Tom, einen Osteopathen, der sich um ihren Rücken kümmert und eine Gruppe von Frauen kennen, die sich regelmäßig am Strand treffen. Durch diese lernt sie, das Leben zu akzeptieren und auch einmal Hilfe anzunehmen und Verantwortung abzugeben. Hierbei Louisa zu begleiten hat sehr viel Spaß gemacht. Auch die anderen Charaktere wie ihre Tochter Amelie, die auf dem Bauernhof aufblüht, Fiete der auf dem Hof arbeitet, Tom der Physiotherapeut und die Gruppe der Freundinnen sind alle sehr gut gezeichnet und ich mochte sie auf Anhieb.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da es ein humorvoller Roman mit Tiefgang ist. Kristina Günak versteht es wieder einmal sehr unterhaltsam zu erzählen, wobei ernste Themen, wie die Situation Alleinerziehender und die der Hebammen in Deutschland wichtige Themen sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.06.2021

Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen

1

Inhalt:

Luisa, alleinerziehende Hebamme, benötigt eine Auszeit und verbringt diese mit Töchterchen Amelie bei ihrer Tante Mimi auf dem Rosenhof in SPO. Hier erwarten sie nicht nur alte, ungeklärte Familienangelegenheiten, ...

Inhalt:

Luisa, alleinerziehende Hebamme, benötigt eine Auszeit und verbringt diese mit Töchterchen Amelie bei ihrer Tante Mimi auf dem Rosenhof in SPO. Hier erwarten sie nicht nur alte, ungeklärte Familienangelegenheiten, sondern auch ganz viele neue FreundInnen und ein ein ganz besonderer Mann, Osteopath Tom.

Luisa und Amelie lernen ein ganz neues Leben kennen, geprägt von Zusammenhalt und Wertschätzung. Als der Sommer sich dem Ende neigt, möchte niemand mehr die beiden missen. Aber wollen sie denn überhaupt zurück in ihr Münchner Leben, das so perfekt schien und doch so umperfekt war?

Meinung:

Auch das neueste Buch aus der Feder von Kristina Günak lässt sich wieder mit einem Wort zusammenfassen: großartig. Mit ihrem einzigartigen Schreibstil gelingt es ihr, Emotionen und ernste Themen mit einem Augenzwinkern unterhaltsam zu verbinden.

Dabei helfen nicht nur die bildhafte Umgebung, die zum Eintauchen einlädt, sondern auch die einzigartigen und gänzlich umperfekten Charaktere, die die Leser in ihr Leben einladen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Frauen/Mütter und ihre ganz besonders wichtige Arbeit, sowie im Speziellen der Berufsstand der Hebammen. Beim Lesen erkennt man sich in seinen eigenen Problemen wieder, nur die Lösung ist so viel schöner und so wünschenswert.

Fazit:

Wichtige Themen, gleichzeitig emotional und unterhaltsam verpackt. Es braucht eben doch ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl