eBook-Leserunde zu "Das Geschenk eines Sommers" von Gabriele von Braun

Diagnose: Krebs – Heilung ausgeschlossen.

Als Ruth erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, beschließt sie, ihre verbleibende Zeit nochmal richtig zu genießen. Gemeinsam mit ihrer Tochter fährt sie in die Heimat, um den Sommer zu spüren.

Begebt euch mit den beiden auf eine emotionale Reise und bewerbt euch jetzt für die Leserunde! 

Hinweis: Ihr fragt euch, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer einer Leserunde auswählen und was ihr bei eurer Bewerbung beachten müsst? Dann findet ihr unter unseren FAQs viele nützliche Tipps, und zwar unter der Rubrik Leserunden

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 31.07.2017 - 20.08.2017
  2. Lesen 04.09.2017 - 24.09.2017
  3. Rezensieren 25.09.2017 - 08.10.2017

Bereits beendet

Cover-Bild Das Geschenk eines Sommers
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Gabriele von Braun (Autor)

Das Geschenk eines Sommers


Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth schwer krank ist. Die Diagnose: Krebs - Heilung ausgeschlossen. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet -

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 25.09.2017

Die wirklich wichtigen Herzensangelegenheiten im Leben...

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Das Geschenk eines Sommers – Autorin Gabriele von Braun , erschienen 01. August 2017 Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, als Taschenbuch und eBook

Mit diesem emotionalen Buch begibt man sich ...

Das Geschenk eines Sommers – Autorin Gabriele von Braun , erschienen 01. August 2017 Verlag: beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, als Taschenbuch und eBook

Mit diesem emotionalen Buch begibt man sich auf eine Reise von Ruth und ihre Tochter Clara, die beide mit der Diagnose Krebs umgehen lernen müssen. Mir war die Autorin zuvor unbekannt und somit ist es mein erstes Buch von ihr.
Vielen Dank an die Community und Austauschplattform Lesejury von Bastei Lübbe, für die ich dieses Buch lesen, bewerten und natürlich rezensieren durfte.

Zum Inhalt: Clara, Ende dreißig, ist erfolgreich im Job, hat eine schicke Wohnung in München, einen alten, leicht übergewichtigen Kater und eine Liebe: Martin. Doch der ist mit einer anderen verheiratet. Als sie sich für einen Besuch bei ihren Eltern in Berlin ankündigt, die sie viel zu lange nicht gesehen hat, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth schwer krank ist. Die Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs, metastasiert, unheilbar. Clara ist am Boden zerstört, aber Ruth beschließt, die Zeit, die ihr noch bleibt, zu genießen und den Sommer noch einmal zu spüren. Gemeinsam fahren Mutter und Tochter in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist. Eine schöne, aber vor allem sehr emotionale Zeit beginnt, die zeigt, was wirklich wichtig ist, und Clara die Augen auch in Sachen Liebe öffnet...

„Die Wahrheit ist: Das Leben ist entzückend, schrecklich, charmant, grauenvoll, süß, bitter - und das ist alles.“

Clara arbeitet als Personalreferentin bei einem großen Autokonzern.
Seit zwei Jahren ist sie mit Martin zusammen. Wenn sie zusammen sind, dann ist es ein Spiel mit Oberflächlichkeiten. Ängste und Sorgen teilen sie kaum, dazu reichte die Zeit nicht. Ist Clara nur eine netter Zeitvertreib für Martin?
Ruth, ihre Mutter, war Lehrerin für Kunst und Musik, vor ging einigen Monaten erst in Rente. Für Clara ist sie die stärkste Frau der Welt. Sie ist die einzige Person die sich nie selbst bemitleidet. Ihr Herz für andere ist so groß wie der Erdball und ihre eigenen Befindlichkeiten stellt sie hintenan. Clara ist wohlbehütet aufgewachsen und wurde verwöhnt. Erst mit ihrem Wegzug nach München erfährt sie Unabhängigkeit und eigene Selbstständigkeit. München ist weit weg von Berlin, jedoch ist die Beziehung zu ihren Eltern immer innig. Doch plötzlich bricht Clara´s heile Welt zusammen, ihr größter Albtraum wird wahr, ihre Mutter ist nicht unverwundbar. Ruth letzter Wunsch, sich ihre persönliche „Bucket List“ zu erfüllen. Und Clara beginnt auf dieser Reise Prioritäten und Wünsche zu setzen.

„Wenn du keine innere Schönheit hast, nutzt dir auch die äußere nichts.“

Die Geschichte fühlt sich nicht nur authentisch an, ist auch, denn auch ich habe ähnliche Lebenserfahrungen mit einem engen Familienmitglied durchleben müssen. Der Umgang aller Angehörigen der Familie und engen Freunden ist sehr einfühlsam und auch natürlich nervenaufreibend beschrieben. Zudem gibt es einen außerordentlich gelungenen Wortwitz mit einer tollen amüsanten Gedankenwelt und das Buch ist mit Zitaten, Sprüchen und Anekdoten gespickt. Und natürlich kommt auch die Liebe und dazugehörige Romantik nicht zu kurz, obwohl sie hier meiner Meinung nach eine zweitrangige Rolle spielt.
Den einzelnen Geschehnissen konnte ich sehr gut nachempfinden und ich fühlte mich sofort in der Handlung angekommen. Die Geschichte ist mitten aus dem Leben gegriffen und ab und zu braucht man einfach sowas. Ich mag die Authentizität , Ehrlichkeit, die Gedankenanregung und den anhaltenden Effekt der Erinnerung.
daran und ab und an brauch man auch Geschichten, mit denen man sich verbunden fühlt und identifiziert kann. Die Geschichte steckt voller Gefühl und Traurigkeit.

„Mein Lieblingswort: Scheißscheißviech – einfach herrlich und muss ich mir merken!“

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Dieser war leicht und locker. Die einzelnen Kapitel haben eine ungefähre gleichbleibende Leselänge und es liest sich fließend. Die einzelnen Charakteren wurden toll herausgearbeitet. Clara ist von wertvollen Freunden umgeben und macht so ihre Erfahrungen.

„Die einzigen Feinde des Menschen sind seine eigenen negativen Gedanken, hat Albert Einstein gesagt. Verliere dich nicht darin!“

Das Cover ist von einer meiner Lieblingsfarben „grün“ geprägt und mir gefällt die schöne sommerliche Leichtigkeit darin, obwohl sich jetzt nicht direkt die Handlung damit verbinden würde.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, da sich die Ereignisse zum Ende hin doch sehr schnell überschlagen haben. Gerne hätte hier noch etwas mehr ausgebaut werden können. Zu der Beziehung mit dem Bruder von Ruth und die Weiterführung hätte ich auch gerne mehr erfahren.

Mein Fazit: Eine wunderbare authentische Geschichten aus dem Leben gegriffen, die mich sehr an vergangene Zeiten erinnert hat und wieder aufzeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und worauf es ankommt.

„Clärchen, folge immer deinem Herzen. Denk nicht darüber nach, was andere Leute von dir denken könnten.“

Veröffentlicht am 01.10.2017

Was wirklich zählt im Leben

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Story:
Clara ist mitte-ende dreißig, joggt, trinkt Smoothies, steht auf Kinofilme und wird gerade unsicher, ob ihre große, aber verheiratete Liebe, wirklich die wahre Liebe ist, als sie von der Krebsdiagnose ...

Story:
Clara ist mitte-ende dreißig, joggt, trinkt Smoothies, steht auf Kinofilme und wird gerade unsicher, ob ihre große, aber verheiratete Liebe, wirklich die wahre Liebe ist, als sie von der Krebsdiagnose ihrer Mutter Ruth überrollt wird. Es beginnt eine Reise entlang eines schnellen und bitteren Krankenverlaufs durch Lebens- und Familiengeschichten, Ängste und Schmerzen, Berührungs- und Beziehungsängste. Der letzte gemeinsame Sommer führt Mutter und Tochter in Ruths Heimatdorf, in dem eine Tragödie ans Licht kommt. Neue Männer treten ins Claras Leben und vor dem Hintergrund öffnet sich Claras Blick für das Wesentliche und die Liebe. Das Geschenk eines Sommers, das vielleicht ohne die Diagnose Krebs niemals seinen Weg zu Clara gefunden hätte.

Meine Meinung:
Clara führt das typische Single-Leben von heute. Nur ist sie gar nicht Single. Denn es gibt Martin, die Affäre, die Clara zu lieben glaubt, obwohl sie vor allem aus einem wöchentlichen Sex-Date und Gelegenheitssex im Park und Warten besteht – warten darauf, dass Martin seine Frau verlässt. Um Clara herum tummeln sich tolle Nebenfiguren, die für viele Sympathiepunkte sorgen und der Rolle Clara gut tun, weil sie greifbarer wird. Eine reizende Nachbarin, liebevolle Freunde und ein dicker Kater sorgen für ein gutes Lesegefühl, wenn Clara manchmal etwas hölzern und zickig wirkt, was aber die emotionale Unsicherheit authentisch wirken lässt.

Die Krebsdiagnose der Mutter bringt eine Wendung in Claras eingefahrenes Leben. Hat sie mit Absicht die komplette Republik zwischen sich und ihre Eltern gebracht, um das wohlbehütete, warme Nest gegen Eigenständigkeit einzutauschen, bringt der Krebs, der den Namen „Scheischeißviech“ erhält, die Familie wieder näher zusammen und ermöglicht Vater, Mutter und Tochter sich neu kennen zu lernen. Denn alle drei gehen auf ganz unterschiedliche Arten mit dem Schicksal um.

Es gibt neue flüchtige Bekanntschaften, die nur kurz von rechts nach links über die Romanbühne schlendern und gute alte Bekannte, die erneut in Ruths und Claras Leben treten. Mir gefällt am besten an dem Roman, wie die Charaktere ihre Rollen erfüllen und alle etwas Entscheidendes zur Entwicklung der Protagonisten und Geschichte beitragen. Begegnungen wirken zunächst zufällig und haben doch fast alle bereits Bezug zur Vergangenheit.

Und so schließen sich die Kreise.

Ruth ist eine starke Frau, die seit Jahrzehnten ein ungeklärtes Familiengeheimnis mit sich trägt. Wer weiß, ob sie jemals den richtigen Zeitpunkt gefunden hätte, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, wenn das Scheißscheißviech keine Deadline gesetzt hätte. Jetzt oder nie!

Ruth war bis zu ihrer Pensionierung Kunst- und Musiklehrerin und sorgt immer für musikalische Untermalung durch den richtigen Soundtrack, passend zu Situation und Stimmung. Bewundernswert finde ich die Großzügigkeit mit der Ruth ihrem Mann zugesteht in seinem eigenen Tempo seinen Frieden mit dem Schicksalsschlag zu machen oder auch nicht.

Auch der oberflächliche Martin bleibt von Ruths Krebsdiagnose nicht verschont. Denn Clara verändert sich und so verändert sich auch seine bisher sehr komfortable Affäre. Clara ist nicht mehr allzeitbereit und lässt ihn spüren, dass sich die Prioritäten verschieben. Entscheidet er sich letzten Endes für Clara?

Meine Lieblingsfigur ist Philipp, Superman und Rettungsring mit Tiefgang und immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber ist er der richtige für Clara? Das Timing scheint nicht zu passen. Schön ist, dass man aus ihm lange nicht ganz schlau wird. Was steckt hinter der Vertrautheit? Ist er einfach nur ein guter Freund?

Sprachlich findet der Leser leichte Kost mit kleinen Abzügen in der B-Note, weil mir Vergleiche teils erzwungen vorkamen und dadurch etwas plump wirkten, wie z.B. „du strahlst ja wie zehn Tonnen Plutonium!“.

Was das Geschenk des Sommers ist, kann der Leser am Ende für sich selber herausfinden und eine eigene Antwort darauf geben. So kann jeder die Geschichte ein Stück weit zu der eigenen machen, wenn er denn möchte.

Fazit:
Eine Lovestory gekoppelt an die Geschichte über den Umgang mit einer unheilbaren, rasanten Krankheit. Das Buch bietet ohne Gnade alles was das Leben zu bieten hat. Ein lehrreicher Roman über das, was wirklich zählt, mit Tiefgang, Witz, sympathischen Figuren und kommt ohne Kitsch aus. Absolut empfehlenswert!

Veröffentlicht am 29.09.2017

Emotionale Geschichte mit der richtigen Portion Humor

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"Das Geschenk eines Sommers". Durch diesen Titel kann man nicht sofort erfahren, um was es sich in dem buch dreht. Auch das Cover ist sehr schlicht und lässt nicht viel verraten. Mir persönlich ist das ...

"Das Geschenk eines Sommers". Durch diesen Titel kann man nicht sofort erfahren, um was es sich in dem buch dreht. Auch das Cover ist sehr schlicht und lässt nicht viel verraten. Mir persönlich ist das Cover etwas unpassend zum Inhalt.

Inhalt:
Clara ist 30 Jahre alt und lebt für ihren Job. Sie ist ein Workaholik und die freie Zeit nutzt sie entweder für ihren Kater Alfred oder ihre Affäre Martin. Dieser ist eigentlich verheiratet und dadurch gibt es natürlich einige Probleme die das Leben schwerer machen. Doch als wäre es nicht schon doof, immer die 2. Wahl zu sein, erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth an Krebs leidet der nicht heilbar ist. Das lässt Clara ihre bisherigen Probleme in einem ganz anderen Licht darstellen. Sie lässt sich auf Arbeit beurlauben und fährt zu ihrer Mutter, um ihr in dieser Zeit beizustehen.
Es beginnt eine schwere Zeit in der alle versuchen müssen die Diagnose einerseits zu akzeptieren und dann der Mutter bestmöglich zu helfen. Der Vater hat zunächst starke Probleme mit der Diagnose umzugehen. Dennoch steht er seiner Frau am Ende bei. Ruth deckt noch ihre dramatische Familiengeschichte auf. Ihr Bruder der die Mutter und den Vater umgebracht hat. Die Gründe werden aufgelegt, sodass Ruth mit dieser Geschichte endlich abschließen kann.
Die letzten Wochen möchte Ruth mit ihrer Tochter in einem Sommerhaus, in der Nähe ihres Kinderhauses, verbringen. Eine weitere Überraschung ist, dass der behandelnde Arzt, Claras Kinderfreund Philipp ist. Er kümmert sich liebevoll um Ruth und zwischen ihm und Clara kommen Gefühle auf. Außerdem bringt die Beziehung mit Philipp weniger Probleme mit sich als mit der Affäre Martin.

Es sind wirklich super Charakter. Vorallem auch sehr verschiedene. Selbst die Nebencharakter werden alle super beschrieben. Egal ob Claras Nachbarin, welche in ihrem Alter eine neue Liebe findet und sich sonst auch mit um Kater Alfredkümmert. Durch ihren Dialekt wirkt sie doppelt sympathisch. Auch die Freunde Clemens und Frau werden als sehr sympathisch beschrieben.

Der Schreibstil ist sehr gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen, bis auf die emotionalen Pausen die man natürlich hat. Es lässt einen mit weinen, aber auch immer wieder lächeln. Denn Ruth geht mit ihrer Situation echt tapfer um.
Dieses Buch bringt einem zum Nachdenken. Es ist natürlich eine traurige Handlung, aber dennoch super geschrieben und sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 28.09.2017

Emotional, ehrlich, hilfreich

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Das Buch „Das Geschenk eines Sommers“ von Gabriele von Braun hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passiert mir nicht so oft, daß mich ein Buch so berührt und von Anfang an in seinen Bann zieht. So stark, ...

Das Buch „Das Geschenk eines Sommers“ von Gabriele von Braun hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passiert mir nicht so oft, daß mich ein Buch so berührt und von Anfang an in seinen Bann zieht. So stark, daß ich mit allen Charakteren mitgelacht/geliebt/gelitten habe in jeder einzelnen Sequenz. Sicherlich auch durch die Nähe der Geschichte zu meinem eigenen Leben, da ich seit wenigen Monaten weiß, daß meine Mutter an verschiedenen Krebsarten so schlimm erkrankt ist, daß sie keine guten Prognosen bekommen hat.
Die Wortwahl und der Schreibstil haben mir extrem gut gefallen. Die Art, wie Frau von Braun auch die schwerste aller Beschreibungen – das langsame Abbauen und schließlich den Tod der krebskranken Mutter Ruth – löst, imponieren mir geradezu. Und trotz des schweren Themas ist es keine „schwere“ Lektüre. Man „fliegt“ so mit in den Erlebnissen von Clara, erlebt mit ihr zusammen, wie es wohl jemandem geht, der eine tödliche Erkrankung durchmachen muss. Und das ein oder andere mal (so ging es mir jedenfalls) merkt man, wenn man selbst in der Situation der Tochter Clara steckt, was man seiner Mutter noch sagen sollte, tun kann, und worauf es wirklich ankommt. Ich habe auch manche Formulierungen mitgenommen, die mich zum Nachdenken oder Dinge einfach auf den Punkt gebracht haben. Ich habe tatsächlich einiges mitgenommen aus der Lektüre dieses Buches, und möchte mich bei der Autorin herzlich bedanken für diese wundervolle Geschichte.
Ich weiß nicht, wie andere das machen, wenn sie erfahren, daß eines ihrer Elternteile nicht mehr lange zu leben hat. Ich weiß nur, daß ich händeringend nicht nur nach klaren Fakten (Deutsche Krebshilfe etc.) gesucht habe, sondern tatsächlich auch viel besser verstehen wollte, wie es meiner Mutter jetzt damit geht und was sie wohl durchmacht. Denn sind wir mal ehrlich, je nach Charakter der Beteiligten: auch als Kind bekommt man nicht alles haarklein erzählt und erklärt, da bleibt recht Vieles im Unklaren. Und da man ja auch nicht pausenlos über die Krankheit reden möchte (und wohl auch nicht sollte), sucht sich jeder Beteiligte seinen eigenen Weg der Verarbeitung und den Umgang mit solch schlimmen Krankheiten. Wenn es noch anderen so geht wie mir, die einen möglichen Weg suchen, damit umzugehen, kann ich nur dieses Buch empfehlen. Mir hat es geholfen, Dinge besser einsortieren zu können, und mich auch konsequenter mit manchen Entscheidungen der Kranken auseinandersetzen zu können, ohne zu sehr zu überlegen, wie ich das machen würde. Jeder Mensch ist anders, jede Krankheit verläuft anders, und ich wünsche jedem in dieser Situation, daß es gelingt, so seinen Frieden mit den „Scheißkrankheiten“ dieser Welt zu machen, wie es die Protagonisten in diesem schönen Buch geschafft haben!

Veröffentlicht am 26.09.2017

Genieß das Leben, das dir noch bleibt

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Inhalt:
Clara wohnt in München, ist erfolgreich im Job, hat einen leicht übergewichtigen Kater und eine Affäre mit Martin, der allerdings immer noch mit einer anderen verheiratet ist. Zufällig erfährt ...

Inhalt:
Clara wohnt in München, ist erfolgreich im Job, hat einen leicht übergewichtigen Kater und eine Affäre mit Martin, der allerdings immer noch mit einer anderen verheiratet ist. Zufällig erfährt sie, dass ihre Mutter Ruth unheilbar an Krebs erkrankt ist. Um die verbleibende gemeinsame Zeit noch zu nutzen, beschließt Clara zu ihrer Mutter nach Berlin zufahren und bis zum Schluss ihrer Mutter beizustehen. Gemeinsam fahren die Zwei in die Uckermark, wo Ruth aufgewachsen ist und verbringen dort eine sehr emotionale Zeit miteinander. Ruth kann sich ihrer Vergangenheit stellen und Clara wird in Sachen Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Beide versuchen das Beste aus der noch verbleibenden Zeit zu machen.

Mein Kommentar:
Die Autorin Gabriele von Braun hat in diesem Buch einen sehr flüssigen und emotionalen Schreibstil gewählt. Das Thema Krankheit, Krebs und Tod wird sehr klar und in allen Facetten dargestellt. Man kann sich ein sehr gutes Bild von den beteiligten Protagonisten machen und erfährt, was diese Diagnose bei allen Beteiligten bewirkt. Die Geschichte wird zwar aus Sicht von Clara erzählt, die dabei ist, ihre Mutter zu verlieren. Dennoch wird meiner Meinung nach auch die Sichtweise der anderen Betroffenen sehr gut dargestellt.
Die Emotionen und Gefühle spielen in dieser Geschichte eine sehr große Rolle und man kann von Anfang an mit Ruth und Clara mitfühlen und mitleiden.
Es geht aber nicht nur um die Erkrankung von Ruth, sondern Clara muss sich auch die Frage stellen, wie es mit ihrer Affäre zu Martin weitergehen soll und was sie vom Leben möchte. Ich finde, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist auch diese Geschichte im Buch unterzubringen, ohne dass die Krankheit dadurch in den Hintergrund rückt.
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und kommen auch beim Leser sympathisch an. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitleben. Die Gedanken von Clara waren durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und somit sehr gut von der eigentlichen Geschichte zu unterscheiden. So gab es keine Verwechslungen zwischen Gedanken und Wirklichkeit, was ich sehr gut finde.
Meiner Meinung nach hat es die Autorin in diesem Buch sehr gut geschafft die Krankheit Krebs zu thematisieren und dabei aber auch alle Aspekte sehr genau und gefühlvoll dargestellt. Sie hat auch nichts beschönigt und es ist ratsam sich beim Lesen eine Packung Taschentücher bereitzuhalten. Dieses Buch hat mich auch nach dem Ende nicht losgelassen, da es einem aufzeigt, wie schnell sich das Leben drehen kann und wie schnell es auch zu Ende sein kann. Nach diesem Buch lebt man wieder bewusster und genießt das Leben.

Mein Fazit:
Ein Buch, das den Leser von der ersten Seite an emotional gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. Außerdem lässt es uns auch über das eigene Leben nachdenken und wie wichtig es ist, jeden Tag zu genießen.
Diese Geschichte klingt noch eine Weile nach Beendigung des Buches in einem nach.

Ganz liebe Grüße,
Niknak