Leserunde zu "Die Herrin der Farben" von Peter Dempf

Farbenfroher Roman um eine der ersten Stoffdruckereien Augsburgs
Cover-Bild Die Herrin der Farben
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Peter Dempf (Autor)

Die Herrin der Farben

Historischer Roman

Ein stimmungsvoller Roman um eine historisch verbürgte starke Frau des 18. Jahrhunderts


Augsburg, im 18. Jahrhundert. Die Welt der Farben hat es der jungen Anna Barbara Koppmair angetan. Gemeinsam mit ihrem gleichaltrigen Nachbarn Johann Friedrich Gignoux beginnt sie, Farben zu mischen. Aus Freundschaft wird Liebe, und gegen die heftigen Widerstände der Weber gründen sie einen Betrieb, in dem sie Textilien auf besondere Art und Weise färben und bedrucken: eine der ersten Kattundruckereien der Stadt. Als Johann viel zu früh stirbt, ist die junge Witwe Gignoux auf sich allein gestellt. Ihr Unternehmen weckt Begehrlichkeiten. Eine überstürzte Heirat erweist sich als fataler Fehler. Kann sie ihr Reich der Farben für sich und die Kinder retten?

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 05.12.2022 - 01.01.2023
  2. Lesen 16.01.2023 - 12.02.2023
  3. Rezensieren 13.02.2023 - 26.02.2023

Bereits beendet

Schlagworte

Augsburg Unternehmerin Industrialisierung Anna Barbara Koppmair Gignoux Kattundruck Stoffdruck Textildruck Manufaktur starke Frau 18. Jh. 18. Jahrhundert spannend inspirierend historisch wahre Geschichte Farben Pionierin Erfinderin Historische Romane

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 17.02.2023

Hätte man auch spannend und informativer schreiben können

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Die Herrin der Farben von Peter Dempf, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 27. Januar 2023.

Schon früh bricht die junge Anna Barbara Koppmair aus den im 18. Jahrhundert geltenden Regeln für ...

Die Herrin der Farben von Peter Dempf, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 27. Januar 2023.

Schon früh bricht die junge Anna Barbara Koppmair aus den im 18. Jahrhundert geltenden Regeln für Mädchen und Frauen aus und lernt schreiben. Als sie dann ins heiratsfähige Alter kommt bricht sie Konventionen und bittet darum, dass sie sich ihren Ehemann selbst aussuchen darf. Der Erwählte ist der gleichaltrige Nachbarssohn Johann Friedrich Gignoux, der sie seit Jahren liebt, der aber erst auf die Walz gehen muss, um sein Handwerk zu lernen. Dadurch wird Anna zum späten Mädchen bis sie endlich ihren Johann heiraten kann und sie im Betrieb seines Vaters eine Druckerei starten können und herausfinden, wie man Farbe auf Stoff fixiert.

Leider ist die Begeisterung für das Buch schnell abgeebbt. Anfangs wirkte Anna modern und mit einem starken Willen versehen ihren Weg ins Moderne zu gehen, dabei aber auch die Nöte und das Elend der Tagelöhner, die ihr Mann beschäftigte zu sehen, später ist ihr ziemlich jedes Mittel recht, um gute Geschäfte zu machen ohne Rücksicht und ohne Herz. Am Anfang fand ich die teils großen Zeitsprünge in der Geschichte gut da damit kein Leerlauf mit Nichtigkeiten aufgefüllt wurde, aber irgendwann fehlte dann die Rahmenhandlung und es ging nur noch darum die Eckpfeiler der Anna Gignoux zu erfassen, wobei die Versuche das Patriarchat und die Gilden als Widersacher gegen Anna handeln zu lassen nicht wirklich in etwas Spannung endeten. Die Geschichte hat nur Annas Blickwinkel und unterlässt es die Konkurrenz, einen durchaus interessanten Chemiker oder wirklich mal die Guilden zu Wort kommen zu lassen. So plätschert die Geschichte der Anna Gignoux vor sich hin und das Ende des Buches wurde dann noch so richtig kitschig scheußlich.

Der eigentliche Schreibstil von Peter Dempf ist leicht und flüssig zu lesen, das Ergebnis ist aber eher enttäuschend. Ich habe was über die Handwerkskunst in Augsburg gelernt, aber weder einen wirklichen Einblick in die Gründe, warum das Handwerk so und nicht anders handelte, erhalten, noch wirklich das Leben von Anna verstanden.

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Textildruck in Augsburg im 18.Jahrhundert

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Der Autor Peter Dempf beschreibt in seinem historischen Roman "Die Herrin der Farben" das Leben der jungen Anna Barbara Koppmair und ihrem Nachbarn Johann Friedrich Gignoux. Die beiden verlieben sich und ...

Der Autor Peter Dempf beschreibt in seinem historischen Roman "Die Herrin der Farben" das Leben der jungen Anna Barbara Koppmair und ihrem Nachbarn Johann Friedrich Gignoux. Die beiden verlieben sich und bauen eine Fabrik für den Textildruck in Augsburg auf. Anna Barbara hilft ihrem Mann in der Fabrik mit neue Farben zu entwickeln und auf Textilien zu drucken, was zur damaligen Zeit schon sehr ungewöhnlich war.

Als Johann nach jahrelanger Krankheit stirbt muss sie sich als erste Frau gegen die Konkurrenz der Webergemeinschaft durchsetzen. Bei ihrer zweiten Heirat hatte sie kein Glück. Ihr Mann verprügelt sie, beutet die Fabrik aus und verschwindet mit den Farbrezepturen.

Insgesamt hat mich dieser Roman nicht überzeugt.
Das Leben der Anna Barbara erfolgt oft in Zeitsprüngen. Nur so nebenbei erfährt der Leser ,daß sie ein Kind bekommen hat.

Die Person Anna wurde mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Sie ist arrogant gegenüber anderen, behandelte ihre Dienstboten schlecht. Sie beschäftigt Frauen und Kinder zu Dumpinglöhnen.
Die Person Hallbacher hat mir sehr gut gefallen,





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Veröffentlicht am 15.02.2023

Ich habe mehr erwartet

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Bei Die Herrin der Farben hat mich das Cover und auch der Titel sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat mich auch einen guten historischen Roman hoffen lassen. Ich habe eben Roman über eine interessante ...

Bei Die Herrin der Farben hat mich das Cover und auch der Titel sofort angesprochen. Auch der Klappentext hat mich auch einen guten historischen Roman hoffen lassen. Ich habe eben Roman über eine interessante Frau die in einer von Männer dominierten Welt ihrem Weg geht erwartet. Einen Roman der so bunt ist wie der Titel verspricht.

Zu Beginn war ich auch noch begeistert von Anna als neugierigem und gewitztem Kind. Doch leider hat sich das schnell geândert. Anna würde immer unsympathischer, arroganter und überheblicher. Ich muss ja gar keine perfekten Charaktere die alles köneen und von allen geliebt werden haben, aber Anna war mir einfach nur unsympathisch und das hat mich sehr gestört.

Dazu kamen ständige Zeitsprünge, als ob die Geschichte im Schnelldurchlauf erzählt wird und dadurch viele Dinge zu kurz kamen. Sehr gestört haben mich dann noch einige Logikfehler. Das hat den Lesefluss dich sehr beeinflusst.

Ich bin wirklich enttäuscht von diesem Buch. Ich habe so viel erwartet und der Roman könnte das leider nicht erfüllen.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Enttäuschendes Leseerlebnis-leider finde ich den Buchtitel etwas irreführend

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Die Hauptprotagonistin des Romans ist eine bewunderte Person der Zeitgeschichte. Im Augsburg des 18.Jahrhunderts wächst Anna Barbara Koppmair in einer Welt auf, in der Männer die Frauen auf Familie und ...

Die Hauptprotagonistin des Romans ist eine bewunderte Person der Zeitgeschichte. Im Augsburg des 18.Jahrhunderts wächst Anna Barbara Koppmair in einer Welt auf, in der Männer die Frauen auf Familie und Kinder eingrenzen und Bildung und Lesen den Frauen vorenthalten, weil ihr Gehirn zu klein sei.

Die kleine Anna ist jedoch wissbegierig und lernt das Lesen. Sie und der Nachbarsjunge Johann interessieren sich für Farben und heiraten später. Sie wird später als Anna Barbara Gignoux bekannt.

Als Johann jahrelang vor sich hinkränkelnd später stirbt muss sie sich als erste Frau einer Tuchdruck- "Fabrique" gegen Konkurrenz und die Webergemeinschaft durchsetzen. Bei ihrer zweiten Heirat- einer Zweckheirat- hat sie kein glückliches Händchen. Ihr Mann verprügelt sie, beutet die Fabrik aus und verschwindet irgendwann mit Farb-Rezepturen.

Leider ist es mir unglaublich schwer gefallen, diesen Roman zu Ende zu lesen.

Ihr Leben erfolgt in oft nur groben Zeitsprüngen. Der Leser erfährt so ganz emotionslos nebenbei, dass sie in der Zwischenzeit ein Kind bekommen hat ( Beispiel).
Die Geschichte wird zerpflückt. Ich konnte keinen Bezug zu der Person Anna aufbauen und ich konnte sie auch nicht mehr ernst nehmen.

Ich hatte erwartet, dass Anna durch ihre Leidenschaft geniale Farbversuche gelingen aber ich wurde enttäuscht.
Die Farbenherstellung hatte lediglich ihr erster Mann Johann in der Hand. Dagegen bilden Annas
unternehmerische Tätigkeiten mit den Finanzen den Schwerpunkt des Romans.

Insofern ist auch der Titel des Buches unpassend gewählt.

Und die Person Anna wurde mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer. Sie war arrogant gegenüber anderen, fühlte sich anderen überlegen, behandelte ihre Dienstboten schlecht und verachtend. Sie beschäftigte Frauen und Kinder in ihrer "fabrique", weil diese billiger waren.

Insgesamt sind für mich die Personen -alle bis auf die Person "Hallbacher"- "grau" geblieben und es fehlt dem Roman an Spannung, Details und Emotionen. Die Farbherstellung mit neuen Entdeckungen und Versuchen von Anna hätte ich ebenfalls spannend gefunden.

Insgesamt kann ich leider keine Leseempfehlung geben.








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Veröffentlicht am 13.02.2023

Anstrengend

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„Die Herrin der Farben“ von Peter Dempf - ein Augsburger Roman über das typische Handwerk in der Stadt im 18. Jahrhundert.
Die junge Anna-Barbara interessiert sich für den Nachbarsohn Johann. Dessen Familie ...

„Die Herrin der Farben“ von Peter Dempf - ein Augsburger Roman über das typische Handwerk in der Stadt im 18. Jahrhundert.
Die junge Anna-Barbara interessiert sich für den Nachbarsohn Johann. Dessen Familie wiederum besitzt eine große Färberei. Anna interessiert sich für die Leitung des Betriebs und unterstützt ihren Mann in der Leitung des Betriebs. Als dieser stirbt, bricht für Anna eine neue Zeitrechnung an. Sie versucht die Geschicke der Firma zusammenzuhalten und das Erbe ihrer Kinder zu erhalten.

„Die Herrin der Farben“ - schon allein der Titel und der Klappentext versprechen eine andere Geschichte als erzählt wird. 
Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, da ich die Stadt Augsburg sehr mag. Aber das Lesen des Romans gestaltete sich als äußerst schwierig. 
Das Buch ist in vier Teile unterteilt. Der erste Teil ist sehr langatmig und handelt von den jungen Jahren der Anna-Barbara. Diese ist ein äußerst gewöhnungsbedürftiger Charakter und je weiter die Geschichte voranschritt, umso größer wurde meine Antipathie ihr gegenüber und machte das Lesen der Geschichte wirklich schwierig. Schwierig im Sinne von, ich musste mich regelrecht zwingen aufgrund der Antipathie, die Geschichte weiterzulesen.
Gerade als das Buch weiter fortschritt, tat sich noch eine weitere Schwierigkeit auf, die extremen Zeitsprünge. So enthielt der letzte Teil des Buches eine Zeitspanne von 25 Jahren. Es wirkte auf mich regelrecht wie ein Sprint durch Annas Leben und damit sehr oberflächlich.
Gut fand ich die Zusammenfassung im Kapitel 15 des letzten Buches. Allerdings kamen gerade zum Ende der Geschichte Aspekte auf, die so nie im Buch angeschnitten wurden. So das ich mich fragte, wo das denn nun herkam. 
Spannende Elemente in der Geschichte waren dabei, aber die Auflösungen waren doch immer recht unauthentisch. 
Ich glaube auch, dass viele Elemente in der Geschichte im Hinblick auf die Epoche nicht authentisch waren und ebenso das Ein oder Andere Erlebnis von Anna.

Mein Fazit: Schwierig zu lesender, manchmal recht oberflächlicher Roman mit einer anstrengenden Hauptperson.

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