Leserunde zu "Forever Free" von Kara Atkin

Der neue Stern am deutschen New-Adult-Himmel
Cover-Bild Forever Free - San Teresa University
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Kara Atkin (Autor)

Forever Free - San Teresa University

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte ...

Auftakt der dreibändigen New-Adult-Reihe von Kara Atkin

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 24.02.2020 - 15.03.2020
  2. Lesen 06.04.2020 - 03.05.2020
  3. Rezensieren 04.05.2020 - 17.05.2020

Bereits beendet

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 11.05.2020

Freiheit & Gefühl

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"Forever Free" ist mein erstes Buch dieser Autorin und definitiv nicht das letzte. Schon nach den ersten Seiten musste ich feststellen, dass ihr Schreibstil und die Art, wie die Geschichteerzähltwird, ...

"Forever Free" ist mein erstes Buch dieser Autorin und definitiv nicht das letzte. Schon nach den ersten Seiten musste ich feststellen, dass ihr Schreibstil und die Art, wie die Geschichteerzähltwird, wie für dieses Buch gemacht sind. Es fühlt sich einfach so an als wäre die Autorin und man selbst Teil dieser Geschichte. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und fühlte mich, alswäre ichselbst in San Teresa. Generell hat das Buch die ganze Zeit über diese College-Summer-Strand-Vibes, das hat mir unglaublich gut gefallen. Aber am meisten war Ich von den Charakteren überraschtundfasziniert. Denn die sind alle ganz besonders und vermitteln uns neue Eindrücke.


»Alles hat seinen Preis. Jede Freiheit, die man sich nimmt, jede Entscheidung, die man trifft, jeder Schritt, den man geht.«


Raelyn ist ein Mädchen aus New York, dass ihrem Vater früh verloren hat. Das beeinflusste nicht nur sie, sondern am meisten ihre Mutter. Sie klammerte sich an ihre Tochter und schottete sie quasi systematisch von der Außenwelt ab. Die auch so schon schüchterne Raelyn zog sich immer mehr in sich zurück und wurde irgendwann total introvertiert. Sie sieht San Teresa als ihre Chance, ihr Leben drastisch zu verändern und ein normales Leben zu führen, auch wenn sie dafür einen Ablehnungsschreiben der NYU fälschen und ihre Mutter belügen muss. In San Teresa stellt sie schnell fest, dass es nicht so einfach ist, wie erwartet. Anfangs findet sie genauso wenig Anschluss wie in New York, aber dank Kate, ihrer "Freshmen-Patin", und April, ebenfalls eine schüchterne neue Studentin, ändert sich alles. Die beiden sind für Raelyn da - wie in guten als auch in schlechten Zeiten. Sie helfen Raelyn dabei, an ihre Grenzen und drüber hinaus zugehen.

Das gefällt mir so sehr an Raelyn. Ich habe mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und finde es wirklich großartig, wie die Autorin den Lesern das Leben eines introvertierten Menschen vermittelt. Jemand von außerhalb kann vielleicht nicht alle Handlungen nachvollziehen, aber ich war erstaunt wie "real" und echt Raelyn war. Ich bekam das Gefühl verstanden zu werden und nicht vollkommen allein zu sein. Mir ist klar, dass es viel mehr Menschen gibt, die daran leiden. Gerade deswegen hat mir das Buch so gefallen. Es bringt den Menschen einen Teil der Gesellschaft nahe, der oftmals "unterschätzt" oder gar verurteilt und dafür gemobbt wird. Hoffentlich bekommt so der eine oder andere ein Gefühl für diesen Teil der Gesellschaft und kann uns Introvertierten besser verstehen und nachvollziehen.


»Ob ich bereit war? Kein bisschen.

Ob ich es trotzdem versuchen würde, solange er bei mir war? Auf jeden Fall.«


So sehr ich Raelyn am Anfang mochte, mit Hunter hatte ich so meine Schwierigkeiten. Aber nicht weil er als Charakter schlecht ist, nein, sondern weil er selbst nicht so genau weiß, was er will. Raelyn braucht eine gewisse Stabilität und offensichtlich mag sie Hunter, aber er ist mal ziemlich nett zu ihr, dann fährt er sie in San Francisco so heftig an, obwohl sie nicht wirklich was getan hat. Er hat ihr zwar die Wahrheit an den Kopf geworfen, aber meiner Meinung nach ginge das ein wenig sanfter und ich bin mir sicher, dass sie die Dinge auch ohne Hunter wusste. Er sucht bewusst Kontakt zu ihr, aber nutzt Kate immer wieder als Ausrede. Es hat mir die Geschichte nicht vermiest oder so, aber ich hatte eine Zeit lang einfach Sorgen.

Relativ am Anfang wurde klar, dass Hunter ein Geheimnis hat und einen Moment lang dachte ich tatsächlich, dass er Amber womöglich (körperlich) verletzt hat, aber schnell habe ich meine Bedenken im Keim erstickt und ihm ein wenig vertrauen geschenkt. Am Ende hat mich dann die Krankheit wirklich überrascht. Denn rückblickend wird einem erst richtig klar, dass über das Buch hinweg kleine Hinweise versteckt sind. Dann machen die Wutausbrüche wieder Sinn und Hunter steht nicht mehr als pubertierendes Mädchen da (sorry Hunter).



»Heilige Scheiße, sie war schön. Und das diese klassische Art und Weise, die man auf antiken Gemälden erwartet und nicht auf einer Studentenparty in einem kalifornischen Nest mitten im Nirgendwo.«


Die Liebesgeschichte fand ich ehrlich sehr schön. Hunter und Raelyn haben ein harmonisches und besonderes Verhältnis zueinander - sowas wünsche ich mir auch. Das Buch war auf seine Art und Weise romantisch - ganz ohne Candlelight Diner (auch wenn eines geplant war). Es war nicht mit Kitsch und Klischees überladen, sondern ganz entspannt und doch schön. Natürlich hätte ich mir ein wahnsinnig süßes Date für die beiden gewünscht, aber es hätte einfach nicht zum Buch und Stil gepasst. Die Entwicklung zwischen den beiden zog sich über einen längeren Zeitraum, worüber ich unheimlich froh war, denn das machte es so real und natürlich. Die Gefühle entwickelten sich wortwörtlich vor den Augen des Lesers und wirkten überhaupt nicht gehetzt oder Ähnliches.


»Lass dich nicht von was abhalten, das dir Spaß macht, nur weil der Rest der Welt denkt, es wäre die Mühe nicht wert.«


Es gab nicht nur eine Entwicklung zwischen den beiden, sondern auch für jeden als Individuum. Hunter hat endlich wieder jemanden so nah an sich rangelassen, hat sich Raelyn gegenüber geöffnet und zeigt von ehrlicher Liebe, als er nach Raelyns kurzzeitiger Flucht nachhause unbedingt wieder eine Therapie anfangen will. Für sich und Raelyn.

Auch Raelyn hat sich deutlich entwickelt, denn sie ist nicht mehr ganz so schüchtern, geht in den Theater-Club, hat Freunde, bietet ihrer Mutter die Stirn, lebt ihr eigenes Leben und kommt immer mehr aus sich raus. Mich hat tatsächlich etwas Stolz durchflutet, weil ich selbst weiß wie schwer das sein kann.

Die Person, die mich am meisten fasziniert und überrascht hat, war Raelyns Mutter. Auch wenn sie ihr Kind abgeschottet und eingesperrt hat, ist ihr der Fehler nach dem Streit bewusst geworden. Sie hat aufgehört ständig anzurufen und hat aufgehört sie so zu bedrängen. Ich war unglaublich erleichtert als die beiden sich wieder vertragen haben und sie gezeigt hat, dass Raelyn ihr wichtiger ist als alles andere. Ich bin mir sicher, dass es schwer war sich ihre Worte anhören zu müssen und sich zu ändern, aber sie hat es geschafft und das zeugt von großer Liebe, Mut, Stärke und viel Verständnis.

Fazit
Ich kann das Buch nur Empfehlen und jedem ans Herz legen. Die Liebesgeschichte wird von großen Charakter-Entwicklungen begleitet und hält einige Überraschungenparat.Zusätzlichvermittelt sie dem Leser neue Eindrücke über das Leben anderer Menschen, was ich persönlich sehr wichtig finde. Es fühlt sich einfach wie nachhause kommen an.

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Eine gefühlvolle College Geschichte

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Darum geht es:

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen ...

Darum geht es:

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte …

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, da er auf der einen Seite sehr leicht ist und man dadurch leicht in die Geschichte gefunden hat, aber auf der anderen Seite auch sehr gefühlvoll und auch irgendwie zögerlich ist, was zu den Charakteren sehr gut gepasst hat.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Raelyn und Hunter beschrieben, was ich bei Büchern sehr gerne habe, da man so mehr über die Charaktere und ihre Gedanken und Gefühle erfährt und sich ihnen auch so näher fühlt.

Die Charaktere konnten mich auch auf ganzer Linie überzeugen, da sie sehr authentisch und gefühlvoll waren und mit ihren Ecken und Kanten wurden sie für mich während dem Lesen echt.
Raelyn habe ich direkt in mein Herz geschlossen, da ich mich zum Teil in ihr wiedererkannt habe, da ich mir zu Beginn meines Studiums auch vorgenommen habe mich mehr zu öffnen und auch neue Dinge zu probieren. Raelyn ist ein sehr emotionaler Mensch und zu Beginn war sie wirklich unglaublich schüchtern und hat sich auch zum Teil in ihrer Angst verloren. Ich fand es toll ihren Entwicklungsprozess mitzuerleben, wie sie immer selbstbewusster und selbstständiger geworden ist und auch Menschen gefunden hat, die sich um sie kümmern.
Hunter konnte ich zu Beginn recht schwer einschätzen, da er irgendwie sehr geheimnisvoll gewirkt hat und man auch die Gerüchte über ihn mitbekommen hat. Ich finde auch er ist ein sehr emotionaler Mensch und hat einen starken Beschützerinstinkt, da er häufig versucht auf Raelyn zu achten, sie aber auch gleichzeitig immer wieder herausfordert, sodass sie über ihre Grenzen hinausgeht.
Die Nebencharaktere, also Raelyns und Hunters Freunde fand ich unglaublich toll. Besonders Kate und April waren der Wahnsinn und es sind genau die Art von Freunde, die sich jeder wünscht. Freunde, die hinter einem stehen, wenn es dir schlecht geht, die aber einem auch die Meinung sagen, wenn es angebracht ist.

Die Handlung war für mich etwas ganz anderes, da sie sich ziemlich langsam entwickelt hat. Das hat mir unglaublich gut gefallen, da man nicht von einer Situation in die andere gesprungen ist, sondern auch die Zeit hatte sich in die Situation mit einzufühlen.
Es war toll wie sensibel die Autorin es geschafft hat auch über die psychischen Probleme zu reden und einem auch die passenden Gefühle gegeben hat, sodass man sich in den Situationen komplett mit einfühlen konnte.
Schade fand ich, dass ich in manchen Momenten das Gefühl hatte, dass manche Szenen nicht wirklich abgeschlossen waren und ich mich gefragt habe, was da noch passiert ist. Es war einfach ein wenig holprig, was mich zwischendurch verwirrt hat, da ich dachte ich hätte etwas überlesen, was ein wenig den Lesefluss gestört hat.

Mein Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch unglaublich gut gefallen und Hunter und Raelyn sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Es war sehr schön mal ein Buch zu lesen, dass ein etwas gemächlicheres Tempo hatte und sich die Beziehung zu Beginn sehr langsam entwickelt hat.

Für mich 4,5 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Eine sehr sanfte Lovestory, verbunden mit den Hürden des Lebens

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Ich liebe die NY Bastards Reihe von Kara Atkin und deshalb hab ich mich auch unfassbar auf “Forever Free” gefreut. Auch wenn zwischen diesen beiden Projekten Welten liegen, so haben sie trotzdem etwas ...

Ich liebe die NY Bastards Reihe von Kara Atkin und deshalb hab ich mich auch unfassbar auf “Forever Free” gefreut. Auch wenn zwischen diesen beiden Projekten Welten liegen, so haben sie trotzdem etwas im Herzen gemeinsam. Heilung und Hoffnung.

Kara Atkin schreibt einfach wahnsinnig toll. Ein Stil in den ich mich einfach verliebt habe. Sie schreibt lebendig, mit Herzblut und Leidenschaft. Sie löst einfach eine unglaublich große Intensität in mir aus und schwingt dabei gekonnt die emotionale Keule.
Raes und Hunters Story hat mich sofort begeistern können.
Rae ist einfach so weltfremd, naiv und unberührt. Sie erinnert mich an mich selbst mit ihrer Schüchternheit und dieser ruhigen ,sanften Art. Ich liebe es, wie zögerlich und ängstlich sie auf alles zugeht. Dieses leuchten in ihren Augen, wenn sie wieder eine Mauer überwunden hat. Rae ist einfach authentisch durch und durch. Aber nicht nur sie. Hunter, Kate, April und auch Tyler wurden einfach großartig ausgearbeitet. Man trifft Charaktere, die zum lachen bringen. Die dir Halt geben und sagen: “Schau, die Welt wartet nur auf dich”.
Sie geben dir ein Zuhause und zeigen dir einfach, dass du so viel mehr bist, als du glaubst.
Und genau das zeichnet diese Story auch aus.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen und leichter Melancholie wird man in Raes Welt entführt. Es geht nicht in erster Linie um die erste Liebe.
Es geht darum ,zu begreifen was Freiheit überhaupt bedeutet. Was sie dir geben und auch nehmen kann. Es geht um Heilung und Hoffnung. Um Stärke und Mut.
Es geht darum, die Fesseln loszuwerden.
Hunter und auch Rae haben einen Hintergrund, der mich einfach nicht unberührt gelassen hat. Zu gern hätte man auch diesbezüglich noch mehr davon zeigen können.

Liebe ist so ein großes Wort, aber wie genau definiert man sie eigentlich?
Man trifft hier auf so viele Arten von Liebe.
Liebe, die wunderschön, aber auch wehtun kann. Gerade in Bezug auf Rae sah ich das oft sehr zwiegespalten. Sie ist gerade erst flügge geworden und schon erwacht in ihr solch eine Intensität und Leidenschaft.
Ich hatte Angst um sie.
Und auch wenn ich ihre Art oft sehr anstrengend fand (ja ich liebe sie, aber es zehrt auch etwas an den Nerven) so habe ich doch ihre Entwicklung begrüßt. Gesehen, wie sie gewachsen ist. Es geliebt und angefeuert.

Dieses Buch ist so voll von Emotionen, aber auch Ernsthaftigkeit, dass es mich mitunter geschmerzt und einfach unfassbar traurig gemacht hat. Bei manchen Szenen hätte ich mir auch mehr Tiefgang gewünscht. Aber was die Autorin hier zelebriert, ist einfach echt, wahrhaftig und berührt einfach auf ganzer Ebene.
Sie reißt Mauern ein, um uns all die Verletzlichkeit und Wut zu zeigen. Aber sie zeigt damit auch, wie schwer die Charaktere teilweise zu kämpfen haben.
Sie zeigt wie impulsiv und leidenschaftlich sie sind.
Ich fand diese Verbundenheit zwischen allen großartig , weil es einfach so viel aussagt.
Hunter, mein erster Gedanke, war so bezeichnend, so enthusiastisch. Hunter, schlägt sofort ein. Er berührt, verführt und verwirrt gleichermaßen und das ist einfach so unfassbar gut. Seine verwegene Art, er ist ein Mysterium, das man unbedingt knacken möchte.

Hierbei erfährt man auch Raes und Hunters Perspektive, wodurch man einfach mehr von Ihnen sieht und daneben gibt es Romantik, Leidenschaft,Schmerz und eine unglaublich große Traurigkeit, was vor allem in der etwas schwermütigen Atmosphäre spürbar wird.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Buch beschreiben soll. Man muss es einfach mit dem Herzen fühlen. Es ist nicht perfekt. Es gibt Höhen und Tiefen. Es gibt Konflikte und Tiefpunkte.
Und mein Gott, ich habe einfach so unfassbar oft die Augen verdreht und bin fast wahnsinnig geworden. Aber was im Leben ist schon perfekt?

Für mich einfach ein großartiger Start in die Forever Reihe von Kara Atkin. Ich freu mich schon sehr auf die Folgebände, denke aber das diese sehr viel losgelöster sein werden.
Aber was die Autorin wohl bei allen sehr groß schreibt, ist definitiv Zwischenmenschlichkeit. Ein Aspekt der fast noch wichtiger ist, als die große Liebe.

Fazit:
"Forever Free” , passender, echter und wahrhaftiger könnte es kaum ausgedrückt werden.
Denn es geht um Freiheit, Hoffnung und Heilung.
Und natürlich auch um Liebe.
Ich liebe diesen Auftakt, auch wenn er nicht ganz so stark wie die “NY Bastards ” Reihe ist.
Oder falsch, sie ist anders. Absolut.
Ruhig, intensiv, unglaublich emotional, drückend und schwer
Raes und Hunters Story ist so vielfältig. Denn es geht nicht nur um diese beiden.
Es geht um so viel, dass uns größer und stärker macht, dass aber auch zeigt, wie verletzlich, wie verwundbar wir sind.
Eine sehr sanfte Lovestory, verbunden mit den Hürden des Lebens.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Ein guter Start, der zum Ende etwas nachlässt

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„Lass dich nicht von etwas abhalten, das dir Spaß macht, nur weil der Rest der Welt denkt, es wäre die Mühe nicht wert.“
13. Kapitel

Das Buch fängt sehr gut an, es hat genau die Art Unterhaltung geboten, ...

„Lass dich nicht von etwas abhalten, das dir Spaß macht, nur weil der Rest der Welt denkt, es wäre die Mühe nicht wert.“
13. Kapitel

Das Buch fängt sehr gut an, es hat genau die Art Unterhaltung geboten, die ich haben wollte und wurde mit so viel Liebe zum Detail erzählt, dass es richtig Spaß machte mit Raelyn zusammen die STU zu erkunden. Ich bin auch ein großer Fan des Schreibstils geworden, weil die Seiten unter der lockeren, selbstironischen Art vorbeigeflogen sind. In der ersten Hälfte des Buches erhält man so ziemlich alles, was man sich unter dem Collegebeginn vorstellt: Vier-Bett-Zimmer und Gemeinschaftsduschen, Studentenverbindungen, Partys und Mädelsabende um über Jungs und die Kurse zu quatschen.

EINE PASSIVE PROTAGONISTIN

Raelyn ist eine sehr zurückhaltende Person, die nicht gut neue Kontakte knüpfen kann und oftmals das Gefühl hat, das Falsche zu sagen. Deswegen ist der Neuanfang am anderen Ende des Landes für sie auch alles andere als einfach, aber Raelyn braucht diese Freiheit dringend. Sie lernt Dank des Studenten-Paten-Programms die offene Kate kennen, die sie sofort unter ihre Fittiche nimmt und Raelyn in die Welt der Studentenverbindungen, Partys und gemeinschaftliche Lernabende in der Bibliothek einführt. Bald gesellt sich zu den beiden auch noch April dazu und dieses Freundinnen-Trio ist ein ganz wichtiger Teil davon, was das Buch für mich so schön gemacht hat. Später lernt Raelyn dann auf einer Party Hunter kennen, der sie mit seinen ozeanblauen Augen, langen Haaren und Musikliebe in seinen Bann schlägt.

„Ich hatte geglaubt, dass Kalifornien mich auf magische Weise verändern würde. Dass ich über Nacht plötzlich ein anderer Mensch wäre. Das war nicht der Fall. Veränderungen brauchten Zeit.“
5. Kapitel

Hunter studiert um Musikproduzent zu werden und verbringt einen Großteil seiner Kapitel in dem Tonstudio der Uni, um ein Album einer Studentenband fertig zu stellen. Seine Kapitel fand ich manchmal etwas verwirrend, weil er in seinem Kopf ganz anders klang, als Raelyn ihn wahrgenommen hat. Zudem denkt er um seine Probleme auch immer drum herum, sodass sie bis kurz vor Schluss nicht ordentlich angesprochen wurden. Auch haben mich ein paar Sätze von Hunter gestört, zum Beispiel der toxische „Das ist jetzt deine Schuld“-Spruch als er Raelyn küsst. Er füttert nur in die Misskonzeption, dass Frauen an der Unbeherrschtheit der Männer Schuld sind. Allerdings war das auch der einzige Satz, der mir in diese Richtung aufgefallen ist. (Was nicht heißen muss, dass das Buch danach frei von solchen toxischen Sätzen und Darstellungen frei bleibt, ich habe sie vielleicht nur einfach nicht wahrgenommen.) Sonst schien Hunter ein lieber Kerl zu sein, der in der Vergangenheit von seiner Ex-Freundin leider nur einen sehr schlechten Ruf verpasst bekommen hat. Ich mochte, wie sanft er mit Raelyn umgegangen ist und ihr immer die Freiheit gelassen hat, selbst die Entscheidungen zu treffen.

THE GOOD & THE NOT-SO-GOOD

Was mir an Forever Free wirklich gut gefallen hat, war mit wie viel Bedacht bestimmte Situationen angegangen wurden. Als Raeylan das erste Mal auf einer Studentenparty ist, nimmt sich eine ihrer Begleiterinnen Zeit ihr die Risiken solcher Partys zu erklären, dass man zum Beispiel seinen Drink immer selber holen sollte oder nur von einem wirklich guten Freund, dass man nie allein sein sollte etc. Ein anderes Mal steigt Raelyn das erste Mal auf ein Motorrad und die Person nimmt sich die Zeit, sie erst mit dem Gerät vertraut zu machen, bevor es los geht und bietet auch immer die Möglichkeit des Autos an. Solche Umsicht wird selten in Romanen des Genres gezeigt und ich applaudiere Kara Atkin, dass sie es hier getan hat.

Als Raelyn und Hunter sich näher kommen, rutscht der Fokus etwas mehr auf sie und als der Konflikt sich anbahnt verfolgt man beide sehr stark. Zum Ende des Buches hin hat es mich etwas enttäuscht, dass die Detailverliebtheit vom Beginn verloren ging, dass man die Freundschaft von Raelyn, Kate und April nur noch am Rande behandelt hat. Kleine Nebenhandlungen werden nicht weiter angesprochen (wie z.B. das Stechen eines großflächigen Tattoos, das in der Nachsorge sicherlich einiges erfordert). Der Fokus liegt so stark auf Raelyn und Hunter, dass all die kleinen Momente, die das Buch zuvor ausgezeichnet haben, wegfallen. Die Sprünge zwischen Kapiteln wurden sehr groß und schnell abgehandelt, was zwar für ein gewisses Tempo gesorgt hat, aber eben keine Besonderheiten mehr bereit hielt.

„Ich wusste nicht, wie ich es erklären sollte. Wie ich diesen Drang mir selbst zu entkommen, in Worte fassen sollte.“
18. Kapitel

Die Konflikte des Buches sind mit etwas Vorsicht zu genießen, einerseits, weil der um Raelyn sehr fix geklärt wurde, was durchaus passieren kann und ich als sehr angenehm empfunden habe. Andererseits wurde ein Thema zu Mental Health angeschnitten und zu meiner Enttäuschung als Plotdevice verwendet. Ich bin auch der Meinung, dass eine Triggerwarnung im Buch angebracht wäre, besonders, da immer nur angedeutet wird und erst zum Schluss ausgesprochen, was wirklich gemeint ist. Ich finde es Schade, dass die Repräsentation dadurch sehr klein gehalten wurde, kann aber auch verstehen, dass man nicht dein Eindruck erwecken wollte, als wäre eine Person nur ihre Krankheit und nichts anderes.


FAZIT

Forever Free ist ein Buch, das den Sommer in das heimische Regal holt. Voller wichtiger Botschaften, aber auch mit einigen Schönheitsfehlern ist es eine Geschichte, die einen gefangen nehmen kann und für ein paar Stunden entspannend.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Der Anfang genial, aber das Ende leider schlapp.

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Die Story
Als Raelyn nach Kalifornien zieht, um dort ihr Studium zu beginnen, hofft sie auf Veränderungen, Eigenständigkeit und Freiheit. Doch das ist alles gar nicht so einfach, denn die eigenen Ängste ...

Die Story
Als Raelyn nach Kalifornien zieht, um dort ihr Studium zu beginnen, hofft sie auf Veränderungen, Eigenständigkeit und Freiheit. Doch das ist alles gar nicht so einfach, denn die eigenen Ängste und die Vergangenheit lassen sich nicht einfach abschütteln. Besonders als sie Hunter kennenlernt, muss sie sich entscheiden, was sie eigentlich möchte.

Der Schreibstil
Das Buch liest sich locker und leicht weg und zieht den Leser sofort in den Bann. Die Szenen sind harmonisch aufgebaut und ziehen sich über Monate, sodass nichts überstürzt oder zu schnell wirkt. Doch gegen Ende des Buches scheint genau das Gegenteil zu passieren und die letzten Kapitel rasen, ohne dass man wichtigen Kontext hat und das ist echt schade, denn gerade da gibt es noch so viel zu erklären.

Die Handlung
Bei der Handlung ist es wie beim Schreibstil, erst unglaublich toll und dann hat das Ende bei mir kaum einen richtigen Eindruck hinterlassen. Zwar haben wir ein festes Ende, aber irgendwie ging das alles zu schnell. Ich hätte gern noch mehr über Raelyn, Hunter und einige andere Charaktere erfahren, aber ich bin gleichzeitig gespannter auf die anderen Bücher, da bei den beiden Freundinnen von Raelyn noch so viel Story versteckt ist.

Die Charaktere
Ich möchte unbedingt mehr von den Charakteren, sie sind so toll, so süß - einfach zum knuddeln. Jeder hat seine eigene außergewöhnliche Art und ist auf seine Weise bezaubernd. Und man merkt, dass wen man sie besser kennen lernt, dass jeder Dinge mit sich herumzuschleppen hat. Es ist halt nicht immer alles rosig. Besonders die Geschichte von April und Kate würde mich sehr interessieren. Und ich freue mich, sie in den nächsten Büchern wieder begrüßen zu können.

Fazit
Ich bin durch die Seiten geflogen und liebe den Schreibstil und den Hintergrund, die Entwicklungen und alles an dem Buch, nur das Ende eben nicht. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem sehr gelungen, denn obwohl mir am Ende ein bisschen was fehlt, finde ich das Buch bis dahin richtig gelungen. Ich liebe besonders die Art der Charaktere und freue mich, in den nächsten Büchern die Geheimnisse und Probleme von Kate und April zu erkunden.

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