Leserunde zu "Ein gutes Ende" von Clara Bachmann

Gegen alle Widerstände lebte sie ihren Traum
Cover-Bild Ein gutes Ende
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Clara Bachmann (Autor)

Ein gutes Ende

Der steinige Weg der Hedwig Courths-Mahler. Roman

Sie steigt zur ungekrönten Königin des Liebesromans auf und Anfang des 20. Jahrhunderts ist sie die erfolgreichste Autorin Deutschlands. Wie keine andere kann Hedwig Courths-Mahler mit ihren Romanen unterhalten - und Frauen Mut machen. Brecht nennt sie eine große Realistin. Sie stammte aus ärmlichen Verhältnissen, freundete sich später mit den Theatergrößen ihrer Zeit an. Das erhoffte Happy End mit dem Kunstmaler Fritz Courths bleibt zunächst jedoch aus. Trost findet sie daraufhin im eigenen Schreiben, obwohl Familie und ihr Ehemann dies strikt ablehnten. Trotz heftiger Widerstände hielt sie fest an ihrem Traum vom Leben als Schriftstellerin und hatte dabei immer die einfachen Leute im Blick ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 15.09.2025 - 05.10.2025
  2. Lesen 13.10.2025 - 02.11.2025
  3. Rezensieren 03.11.2025 - 16.11.2025

Bereits beendet

Schlagworte

Female Empowerment Marriage of Convenience Hedwig Courths-Mahler Romanbiographie Königin des Liebesromans starke Frau Millionenauflage Liebesroman Sonstige Belletristik

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 03.11.2025

Eine Frau die allen Hürden im Weg trotzt

3

Hedwig Courths-Mahler wächst Ende des 19. Jahrhunderts unter schwierigen Verhältnissen auf. Trotz alledem hat sie einen Traum: Sie möchte ein besseres Leben haben. Schon mit 14 Jahren beweist sie große ...

Hedwig Courths-Mahler wächst Ende des 19. Jahrhunderts unter schwierigen Verhältnissen auf. Trotz alledem hat sie einen Traum: Sie möchte ein besseres Leben haben. Schon mit 14 Jahren beweist sie große Eigenverantwortung und beginnt als Dienstmädchen und später als Verkäuferin zu arbeiten.
Immer wieder stellt das Leben ihr Hürden in den Weg und besonders ihre Position als Frau in der Gesellschaft wird es ihr doppelt schwer machen, nach ihren Vorstellungen zu leben.

Eine Konstante bleibt aber, nachdem sie schon in jungen Jahren ihre Leidenschaft für Geschichten – sowohl lesen als auch schreiben – entdeckt.

Das Buch lässt einen ins Leipzig am Ende des 19. Jahrhunderts eintauchen und illustriert die verschiedenen Schichten der Gesellschaft. Die Kapitel lesen sich kurzweilig und durch Zeitsprünge wird auch der starke Wandel dieser Zeit spürbar. Technische Neuerungen, wachsende Städte und mittendrin eine junge Hedwig, die zwischen den sozialen Klassen navigiert.

Der Lesefluss ist wunderbar und man kann dieses Buch in kürzester Zeit verschlingen. Was den Gesamteindruck jedoch trübt, ist eine gewisse Verherrlichung der Protagonistin. Sie beobachtet falsche Entscheidungen in ihrer Familie und im Freundeskreis und schwört sich immer wieder selbst, strebsam ihr Ziel des gesellschaftlichen Aufstiegs zu verfolgen. Dabei wirkt sie moralisch überlegen und in gewissem Maße unauthentisch. Durch die ganze Erzählung gibt es keine negativen Eigenschaften, außer vielleicht, dass sie sich noch früher den sozialen Ungerechtigkeiten widersetzen sollte, die ihr wegen ihres Geschlechts widerfahren.

Das hat immer wieder den Anschein erweckt, eine märchenhafte Erzählung zu lesen und nicht eine reale Biografie. Wie gut die Quellenlage natürlich für das Autorinnenduo war, wird nicht erläutert.

Ich habe die Geschichte insgesamt sehr genossen und hätte auch gut und gerne noch weitere 400 Seiten gelesen, obwohl mir die Protagonistin manches mal zu perfekt und reflektiert dargestellt wurde.

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