Leserunde zu "Ein Gefühl von Hoffnung" von Eva Völler

Themen, die berühren und zu Herzen gehen
Cover-Bild Ein Gefühl von Hoffnung
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Eva Völler (Autor)

Ein Gefühl von Hoffnung

Roman

Das Ruhrgebiet Ende der 1950er Jahre: Das drohende Zechensterben treibt die Bergleute auf die Barrikaden. Johannes, der sich nach seinem schweren Unfall als Gewerkschafter engagiert, kämpft für die Interessen der Belegschaften. In diesen Zeiten des Umbruchs suchen die junge Buchhändlerin Inge und ihre rebellische Schwester Bärbel ihren Platz im Leben, jede auf ihre Art. Doch immer mehr Konflikte belasten den Familienfrieden, als eine unmögliche Liebe entsteht ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 22.06.2020 - 12.07.2020
  2. Lesen 03.08.2020 - 23.08.2020
  3. Rezensieren 24.08.2020 - 06.09.2020

Bereits beendet

Freundschaft, Familie, Zusammenhalt in schweren Zeiten

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Wenn ihr wissen möchtet, wie eine Leserunde funktioniert und auf welche Kriterien wir bei der Auswahl der Teilnehmer achten, schaut doch mal hier vorbei.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 24.08.2020

Wie es weitergeht mit der Patchworkfamilie im Ruhrpott

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Dieser Roman ist nach „Ein Traum vom Glück“ der zweite Band der von der Autorin so betitelten Ruhrpottsaga, den sie, selbst geboren und aufgewachsen am Rande des Kohlenpotts, in Angriff genommen hat, ...

Dieser Roman ist nach „Ein Traum vom Glück“ der zweite Band der von der Autorin so betitelten Ruhrpottsaga, den sie, selbst geboren und aufgewachsen am Rande des Kohlenpotts, in Angriff genommen hat, nachdem die Ära der Steinkohle dort endgültig vorbei war. Weil ich selbst aus einer anderen Gegend Deutschlands stamme, war die Geschichte umso interessanter für mich, zumal ich lediglich wenige Jahre später geboren wurde als der Zeitraum, in dem sie angesiedelt ist (1959), und ich die Zeit durchaus erinnere.
Protagonistin ist jetzt die junge Inge, die Tochter von Katharina aus dem ersten Band. Nach deren plötzlichem Ableben hält sie unter Zurückstellung eigener Wünsche die ungewöhnliche Patchworkfamilie im Hause ihrer Großmutter in Essen zusammen, die mit vielfältigen Problemen konfrontiert wird. Das Thema Liebe kommt bei ihr aber nicht zu kurz, sie kann zwischen mehreren Männern wählen. Dabei kommt auch ihrem Cousin Johannes, dem Geliebten ihrer Mutter, eine wichtige Bedeutung zu.
Recht authentisch mit viel typischem Ruhrpott-Dialekt in den wörtlichen Reden (was für mich sehr ungewohnt klingt) wird uns das Leben in dieser Region nahe gebracht. Auch der Bergbau mit seinen Gefahren für die Bergleute und der einsetzenden Krise spielt in den Schilderungen eine interessante Rolle. Die Rolle von Inge und Johannes mag spalten und insoweit hätte ich persönlich mir einen anderen Ausgang der Geschichte gewünscht. Ebenso hätte gut und gerne auf das Versterben der einen oder anderen Romanfigur verzichtet werden können.
Das Buch bietet auf jeden Fall guten Unterhaltungswert für Leser*innen deutscher historischer Romane aus der jüngeren Vergangenheit.

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Veröffentlicht am 22.08.2020

Ein Wohlfühlbuch

1

Es ist eine Weile vergangen seit den Geschehnissen im ersten Band. Aber problemlos bin ich erneut eingetaucht in den Ruhrpott und habe mich wieder sehr wohlgefühlt im Kreise der kleinen Familie um Inge ...

Es ist eine Weile vergangen seit den Geschehnissen im ersten Band. Aber problemlos bin ich erneut eingetaucht in den Ruhrpott und habe mich wieder sehr wohlgefühlt im Kreise der kleinen Familie um Inge und Johannes. Die großen und kleinen Nöte dieser Familie in der Mitte des letzten Jahrhunderts sind so normal und realistisch, so profan wie dramatisch. Eben so wie das Leben jedes einzelnen von uns ist. Genau das ist es, was mir so gut gefallen hat. Dass man sich unter Freunden fühlt und unter Mitmenschen, die man gerne näher kennen lernt, und mit denen man erlebt, wie es damals so war in Deutschland, welches sich im Aufschwung befindet und gleichzeitig noch immer mit den Jahren des Krieges und den erlittenen Schmerzen zu kämpfen hat.

Ich mag die positive Grundstimmung, die sich durch das Buch zieht. Selbst wenn liebe Menschen an Krankheit sterben müssen oder Vorurteile und Überbleibsel der Nazis ihr Gift verspritzen, so ist es doch die Liebe und der Lebensmut, der immer wieder die Oberhand gewinnt und zu keiner Zeit muss man sich sorgen, dass die Familie die Widrigkeiten nicht überstehen würde. Manchmal tut es einfach gut, solche Bücher zu lesen. Ein Wohlfühlbuch einfach.

Zusammen mit dem ersten Teil hat Eva Völler eine Geschichte erzählt, die ich gerne gelesen habe und jedem nur wämstens ans Herz legen kann.

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Veröffentlicht am 02.09.2020

Wiedersehen mit alten Bekannten

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Es handelt sich bei diesem historischen Roman von Eva Völler um den zweiten Band ihrer Ruhrpott Saga und so kommt es, für alle, die auch den ersten Band gelesen haben, zu einem Wiedersehen mit den bereits ...

Es handelt sich bei diesem historischen Roman von Eva Völler um den zweiten Band ihrer Ruhrpott Saga und so kommt es, für alle, die auch den ersten Band gelesen haben, zu einem Wiedersehen mit den bereits bekannten Protagonist/innen, allerdings etwa sieben Jahre später, Ende der 50er Jahre. Der Schauplatz ist aber der gleiche geblieben, ein kleiner Ort im Ruhrgebiet, dessen männliche Bewohner zu einem großen Teil im Bergbau arbeiten. Inge, die mittlerweile Buchhändlerin ist, ihre Halbschwester Bärbel, die sich am Gymnasium mit einem Lehrer herumärgern muss, der dem Nationalsozialismus nachtrauert und ihr siebenjähriger Halbbruder, dem die Grundschullehrerin abgewöhnen will mit Links zu schreiben, leben nach dem Tod ihrer Mutter weiter mit ihrer Großmutter, deren Enkel und Bärbels Vater, der seit dem Krieg geistig auf dem Stand eines Kindes ist, zusammen. Sie haben sich in der recht ungewöhnlichen Wohngemeinschaft recht gut arrangiert, aber es kommt dennoch immer wieder zu Problemen, die es zu bewältigen gilt und kleinen und größeren Dramen.

Ich fand es sehr interessant, nach dem ersten Band weiter am Leben dieser Familie und ihrem Umfeld, das in einigen Punkten sicher sehr typisch für die damalige Zeit war, teilhaben zu dürfen und zu erfahren, wie alles weiterging. Die Protagonist/innen waren mir alle auf ihre Art sympathisch und ich habe mit ihnen mit gelitten, bzw. mich mit ihnen über positive Ereignisse gefreut. Am Ende fand ich es dann schade, dass die Geschichte gefühlt so schnell vorbei war und ich Abschied nehmen musste. Der Schreibstil von Eva Völler ist gewohnt gut lesbar und ich würde mich über einen dritten Teil der Ruhrpott Saga sehr freuen.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Gelungene Fortsetzung

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"Ein Gefühl von Hoffnung" von Eva Völler ist der zweite Teil der Ruhrpott Saga. Schon der erste Teil hat mich begeistert und nun durfte ich den zweiten Teil mit einer begleitenden Leserunde auch lesen ...

"Ein Gefühl von Hoffnung" von Eva Völler ist der zweite Teil der Ruhrpott Saga. Schon der erste Teil hat mich begeistert und nun durfte ich den zweiten Teil mit einer begleitenden Leserunde auch lesen und ich wurde nicht enttäuscht.
Sieben Jahre sind in der Geschichte, vergangen, Baby Jakob feiert mittlerweile seinen 7. Geburtstag, aber für alle, die Teil 1 noch nicht gelesen haben, möchte ich nicht zu viel spoilern, nur so viel, alle Protagonisten tauchen irgendwie wieder auf. Die Familiengeschichte wird flüssig und interessant weitergeführt. Durch die Schreibweise findet man sich gut in der Zeit, im Ort und in der Familie zurecht, alles wirkt authentisch.
Es gibt verschiedene Unterthemen, die bearbeitet wurden, natürlich Liebe und ihre Verwirrungen, Familienzusammenhalt, Linkshänder in der damaligen Zeit, Hochbegabung, rechtsradikale Lehrkräfte, der Grubenbau und Auswirkungen... und vieles mehr.
Für mich ist es eine sehr gelungene Fortsetzung, die Ruhrpott Saga kann ich sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Spannende und gelungene Fortsetzung !

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Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Ein Traum von Glück" (welches ich sehr empfehlen kann) und setzt nach einem Zeitsprung Ende der 50er Jahre mit den Geschehen um die Familie Wagner fort. Jakob, der ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Ein Traum von Glück" (welches ich sehr empfehlen kann) und setzt nach einem Zeitsprung Ende der 50er Jahre mit den Geschehen um die Familie Wagner fort. Jakob, der gemeinsame Sohn von Katharina (die bei seiner Geburt verstarb) und Johannes, feiert inzwischen seinen siebten Geburtstag und Katharinas älteste Tochter Inge ist erwachsen. Auf ihren Schultern liegt die Betreuung und Erziehung von Jakob, weil Johannes nicht offiziell als Jakobs Vater angegeben werden kann, da Katharina noch mit Karl, seinem Onkel, verheiratet war... Auch Bärbel, die gemeinsame Tochter von Katharina und Karl wird langsam flügge und bereitet Inge zusätzliche Probleme. Die Familie wird durch Wilhelmine (Mine), der Mutter Karls zusammengehalten - und sie lässt auch nichts darauf kommen.
Ich konnte sehr gut in dieses Buch einsteigen, da ich vor Kurzem erst den Vorgängerband gelesen habe. Auch wenn die Beziehungen der einzelnen Protagonisten anfänglich etwas verwirren, kann dieses Buch meiner Meinung nach trotzdem ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da vieles in der Handlung auch noch näher erläutert wird.
Eva Völler gelingt es hervorragend Einblicke in das schwere Leben der Menschen kurz nach dem Krieg im Ruhrpott aufzuzeigen und verbindet dies sehr gelungen mit der Geschichte um die Akteure. Besonders beindruckt haben mich dabei die Schilderungen, die die Geschichte formen und in denen nicht immer alles ein glückliches Ende findet. Gerade das macht die Handlung so lebendig und realistisch. Der unkomplizierte und fesselnde Schreibstil wirkt wie ein Sog, der es unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.
Mir hat "Ein Gefühl von Hoffnung" super gefallen und sehr gern empfehle ich es weiter.

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