Leserunde zu "Unter dem Messer" von Kelly Parsons

Was tust du, wenn dein Verstand nicht mehr dir gehört?
Cover-Bild Unter dem Messer
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Kelly Parsons (Autor)

Unter dem Messer

Thriller

Michael Krug (Übersetzer)

Es ist der große Tag von Dr. Rita Wu. Die renommierte Chirurgin des Turner Hospitals soll vor Fachpublikum die erste vollständig robotergesteuerte Operation vorführen. Doch kurz vor der OP hört sie in ihrem Kopf die Stimme eines Mannes, den sie nur zu gut kennt: Morgan Finney, Leiter eines Biotechnologiekonzerns. Er teilt Rita mit, dass ihr ein Nano-Implantat injiziert wurde, wodurch er mit ihr sprechen und ihr Verhalten beeinflussen kann. Und er hat mit Rita noch eine Rechnung offen, denn er macht sie für den Tod seiner Frau verantwortlich ...

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 10.10.2018 - 30.10.2018
  2. Lesen 14.11.2018 - 04.12.2018
  3. Rezensieren 05.12.2018 - 18.12.2018

Bereits beendet

Es ist ein wahres Gänsehaut-Szenario: Die herausragende Chirurgin Dr. Rita Wu soll die erste vollständig von Robotern gesteuerte Operation vorführen, doch ihre Gedanken und ihr Verhalten werden durch ein Implantat manipuliert.

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Unter dem Messer" von Kelly Parsons und sichert euch die Chance auf eines von 30 kostenlosen Leseexemplaren!

Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Zur Info: Da die Kapitelüberschriften sich häufig wiederholen, sind bei der Einteilung der Leseabschnitte nur die Seitenzahlen angegeben. Für alle, die mit dem eBook an der Leserunde teilnehmen, haben wir hier noch die letzten Sätze der Abschnitte eingefügt:

Abschnitt 1, KW 46, Seite 1 bis 152

"Selbstgefälliger Drecksack, dachte sie. Du hast das mit mir gemacht. Aber ich werde einen Ausweg finden. Sie wischte sich mit dem Handrücken übers Gesicht, stützte sich an der Wand ab und rappelte sich auf die Beine. Ich weiß noch nicht wie, aber ich werde einen Ausweg finden. Und wenn es mich umbringt. Sie schob sich am C-Bogen vorbei und kehrte zurück in den Gang. Aber zuerst muss ich Mrs. Sanchez operieren. Mit dem Auto-Chirurgen."

Abschnitt 2, KW 47, Seite 152 bis 311

"Wie es aussah, würde sich die Wettervorhersage als richtig erweisen: Alles deutete auf ein großes Unwetter hin. Nein. Dr. Wu würde mit Sicherheit nirgendwo hingehen. Nie wieder. Auf die eine oder andere Weise würde sie das Turner Krankenhaus nicht lebend verlassen."

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 05.12.2018

Spannender Medizinthriller

3

Dr. Rita Wu steht vor ihrem großen Durchbruch: Mit Hilfe eines OP-Roboters soll sie die erste Operation an einem lebenden Menschen durchführen.
Doch am Morgen der Operation wacht sie mitgenommen im OP-Saal ...

Dr. Rita Wu steht vor ihrem großen Durchbruch: Mit Hilfe eines OP-Roboters soll sie die erste Operation an einem lebenden Menschen durchführen.
Doch am Morgen der Operation wacht sie mitgenommen im OP-Saal auf und hört plötzlich die Stimme eines Altbekannten, nämlich Morgan Finney. Dieser eröffnet ihr, dass ihr winzige Nano-Partikel ins Gehirn gepflanzt wurden, mit denen er sie sozusagen fernsteuern kann…

Das Cover gefällt mir nicht so, der düstere Krankenhausflur passt zwar gut zur Geschichte, dennoch ist es nichts Herausragendes.

Der bildhafte Schreibstil fesselt einen vom ersten Augenblick an und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Dadurch, dass das Buch in verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, bekommt man mehr Einblick ins Geschehen und lässt es noch spannender werden.
Die technischen und medizinischen Details fand ich sehr interessant und informativ, sie sind verständlich erklärt und stören den Lesefluss keineswegs.
Rita kommt anfangs etwas kalt rüber, was sich aber im Fortlauf der Geschichte ins Gegenteil wandelt. Alle Charaktere sind auf ihre Art authentisch beschrieben. Man erfährt viel von deren Innenleben, was ich immer sehr spannend finde.
Das Ende finde ich auch sehr gelungen, bis auf ein etwas überzogenes Ereignis, auf das ich jedoch nicht näher eingehen möchte, da dies sonst zu viel verraten würde.

Mir hat das Buch insgesamt richtig gut gefallen, von der Idee bis zur Umsetzung und gebe 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Unter dem Messer, aber hinter den Erwartungen

4

Worum geht's:
Die angesehene Chirurgin Rita Wu steht kurz davor, eine völlig neuartige OP mit einem vollautomatischen Roboter durchzuführen.
Finney, dessen Frau vor einem Jahr bei einer OP, bei der Rita ...

Worum geht's:
Die angesehene Chirurgin Rita Wu steht kurz davor, eine völlig neuartige OP mit einem vollautomatischen Roboter durchzuführen.
Finney, dessen Frau vor einem Jahr bei einer OP, bei der Rita das Skalpell führte, zu Tode kam, kann mit dem Schmerz seines Verlustes kaum umgehen und sinnt auf Rache.
Dann ist da noch Ritas Vergangenheit, ihr Verhältnis zu ihrer Schwester Darcy und ihrem Ex Spencer.

Mit seinem Debütroman "Auf ewig Dein" verschaffte sich der Mediziner Kelly Parsons in den USA große Beachtung. Die will Parsons nun toppen mit dem Medical Thriller "Unter dem Messer", in dem es um modernste medizinische Verfahren geht.

Rita Wu ist eine Vorzeige-Chirurgin des Turner-Krankenhauses. Sie gilt als erfolgreich, tough, strebsam, ja, nahezu perfekt und makellos, möchte man sagen.
Diese junge, erfolgreiche Ärztin wacht auf in einem OP - nackt und in einem schrecklichen Zustand, wenn man bedenkt, dass sie an diesem Tag eine wichtige OP durchführen soll.
Und dann ist da Finney, den der Tod seiner Frau Jenny nach einer OP durch Rita blind werden lässt vor Rache an Rita.

Meine Meinung:
Aufgrund der Informationen über Rita, die man erlangt, wenn man an der Hochglanz-Oberfläche kratzt, gelange ich zu der Erkenntnis, dass sie mir nicht sympathisch ist. Zudem werden ihre Vorzüge meines Erachtens am zu vielen Stellen im Text "über den Klee gelobt", will meinen, die Hervorhebung ihrer Persönlichkeit zerrt am Nervig-Sein.
Wenn man den Grund von Jennys Tod kennt, kann man Finneys Verzweiflung über ihren Verlust nachvollziehen. Allerdings schießt seine Art und Weise, wie er diese kompensieren will, über das Ziel hinaus.

Rita's Ex Spencer, der ebenfalls am Turner-Krankenhaus beschäftigt ist, ist über die Trennung von Rita nici immer nicht hinweg. Angesichts des Grundes, den Rita für ihre Trennung anführt, ist sein Unverständnis nachvollziehbar. Ritas Schwester Darcy, um die Rita sich schon in der Kindheit gekümmert hat; und weitere Geister aus Ritas Vergangenheit, die sich am Tag der geplanten, von Rita durchzuführenden OP zuspitzen. All diese Puzzleteile versprechen gehörig Spannung im hoch interessanten Umfeld einer Klinik.

Jedoch mangelt es doch in einigen Punkten.
Zum einen wirken die kurzen Kapitel, die als Überschrift die Vornamen der Protagonisten tragen, störend - störend insofern, weil sie den Erzählfluss unterbrechen. Zudem werden in kürzester Zeit viele Personen ins Rennen geschickt - dieser Schreibstil sagt mir persönlich nicht zu.

Weiterhin kommt es leider nicht nur einmal in den 460 Seiten vor, dass erhebliche Längen eingebaut werden, die sich dem Spannungsaufbau alles andere als förderlich erweisen. Medizinische Fachbegriffe werden nicht erklärt, sodass der Laie mit einem "C-Bogen" wohl nicht direkt etwas anzufangen weiß. Demgegenüber ist die seitenlange Einführung des "Auto-OP-Roboters" viel zu ausführlich und senkt den Spannungsbogen in erheblichem Maße. Ein gesundes Maß hätte der Storyline viel mehr gebracht.
Manche Handlungsstränge sind viel zu vorhersehbar, was leider auch den Showdown nicht ausklammert. Denn dieser war schon vorher absehbar.
Hat man das alles schon durch, so stellt das Ende dann schlussendlich auch keine große Überraschung mehr dar. Das Ende ist gar nicht schwer vorherzusehen, dass hätte so nicht sein müssen.

Zu keiner der handelnden Personen kann ich während der Lektüre Sympathie aufbauen, schon gar nicht zu Rita. Finneys Schmerz verstehe ich, Ritas Verhalten (in der Vergangenheit so wie in der Gegenwart) ist inakzeptabel bzw unverständlich, bisweilen unlogisch. Außerdem wird sie als Superfrau dargestellt, was teilweise schon unglaubwürdig rüber kommt. Am ehesten kann ich da noch Spencer verstehen oder auch Sebastian, die im Grunde gute Herzen haben. Aber auch zu den beiden will sich keine tiefergehende Sympathie aufbauen. Aber wer weiß.. vielleicht ist diese Distanz, dieses klinisch steril-kühle von Autor genauso ja gewollt, schließlich spielt die Handlung in einer Klinik.

Mein Fazit:
Der Medical "Thriller" kann mich nicht begeistern. Zu viele Längen lassen die Spannung abreißen, die Figuren überzeugen nicht, die Handlung ist an vielen Stellen zu vorhersehbar. Von eines Thrillers würdige Spannung kann hier auch nicht die Rede sein, daher setze ich diese in Anführungszeichen. Schade, denn das hier behandelte Thema ist ein durchaus interessantes.
Leider bleibt "Unter dem Messer" aufgrund der gravierenden Schwachpunkte weit hinter meinen Erwartungen.

Veröffentlicht am 06.12.2018

Toller Plot, leider zu viele Längen

2

"Bei unter dem Messer" von Kelly Parsons handelt es sich um einen Thriller.


Vor Fachpublikum soll die renommierte Chirurgin Dr. Rita Wu die erste vollständig robotergesteuerte OP vorführen.
Kurz vor ...

"Bei unter dem Messer" von Kelly Parsons handelt es sich um einen Thriller.


Vor Fachpublikum soll die renommierte Chirurgin Dr. Rita Wu die erste vollständig robotergesteuerte OP vorführen.
Kurz vor der OP hört sie die Stimme von Morgan Finney, Leiter eines Biotechnologiekonzerns, in ihrem Kopf.
Er hat ihr ein Nano-Implantat injiziert wodurch er mit ihr sprechen und ihr verhalten beeinflussen kann.
Finney hat mit Rita noch eine Rechnung offen, denn er macht sie für den Tod seiner Frau verantwortlich

Der Schreibstil ist sehr gut. Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen.

Die Geschichte fängt spannend an und flacht dann leider sehr schnell ab. Gegen Ende zieht der Spannungsbogen noch einmal an und es wird sehr spannend und actionreich.

Durch die vielen medizinischen Begriffe, die teilweise sehr ausführlich beschrieben werden, stockte die Spannung.

Der Plot ist sehr gut konstruiert. Da solche Implantate und robotergesteuerte OP´s gar nicht so unwahrscheinlich sind, hat mir die Grundidee sehr zugesagt.

Die Charaktere werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Bei einigen wusste ich bis zum Schluss nicht auf welcher Seite sie stehen.

Die Atmosphäre, die während Ria´s Erzählstrang herrscht, finde ich sehr beklemmend, duster und unheilvoll. Ich konnte mit ihr richtig mitleiden, Ihre Verzweiflung, Ausweglosigkeit und Versagensängste kommen sehr gut rüber.

Die abwechselnde Perspektiven machen die Geschichte lesenswert, Immer wenn es spannend wird, kommt der nächste Protagonist zu Wort.

Ich empfehle dieses Buch an alle Leser weiter, die sich mit dem Thema der Grundidee auseinandersetzen möchten.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Enttäuschend

2

Das Buch "Unter dem Messer" konnte mich leider nicht überzeugen.

Die Idee sehr gut, eine Ärztin bekommt einen Chip implatiert und bekommt Befehle direkt in den Kopf. Sie soll operieren und die Befehle ...

Das Buch "Unter dem Messer" konnte mich leider nicht überzeugen.

Die Idee sehr gut, eine Ärztin bekommt einen Chip implatiert und bekommt Befehle direkt in den Kopf. Sie soll operieren und die Befehle ausführen. Was ziemlich weite Folgen hat. Es geht um Rache!

Leider ist es dem Autor nicht gelungen, die interessante Story gut umzusetzen. Die Tatsache, dass die Kapitel sehr kurz sind und immer aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, haben mich nicht besonders gestört. Jedoch wurde mir die Hauptperson nicht wirklich symphatisch.
Rita eine Ärztin die einfach zu Perfekt ist oder es sein will oder muss. Sie war mir ab dem ersten lesen unsymphatisch und leider hat es sich bis zum Ende durchgezogen.

Auch die anderen Figuren werden intensiv beschrieben mit Geschichten aus der Vergangenheit die leider nicht immer wichtig sind. So füllen sich Seiten mit unnützen kram, die keine Spannung mehr haben sondern langweilen.
Die immer wieder aufkeimende Spannung wird mit solchen Teilen wieder zu nichte gemacht.

Das Ende, dann stark übertrieben, hier findet sich alles wieder was man in einem Action Film erwartet. Für einen Thriller schon fast zu viel des guten. Zu dem werden interessante Stränge aus dem Anfang nicht weiter verfolgt.

Was noch anzumerken wäre, es werden viele medizinische Sachen erklärt. Auch hier ist es zeitweise etwas zu viel des guten.

Für mich ein enttäuschendes Buch zum Jahresende.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Teilweise zu technisch und medizinisch

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Der große Tag in der Karriere von Dr. Rita Wu steht an: sie soll vor Fachpublikum die erste vollständig robotergesteuerte Operation vorführen. Doch kurz vor der OP hört sie die Stimme eines Mannes in ...

Der große Tag in der Karriere von Dr. Rita Wu steht an: sie soll vor Fachpublikum die erste vollständig robotergesteuerte Operation vorführen. Doch kurz vor der OP hört sie die Stimme eines Mannes in ihrem Kopf. Es ist die Stimme von Morgan Finney. Er teilt ihr mit, dass er ihr ein Implantan injiziert hat, wodurch er mit ihr sprechen und sie beeinflussen kann. Denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen. Er macht sie für den Tod seiner Frau verantwortlich...

Das Thema des Thriller fand ich spannend und erschreckend zugleich und wurde hier auch gut erklärt. Stellenweise fand ich die Beschreibungen zu technisch bzw. medizinisch erklärt. Das hat etwas des Lesefluss gestoppt. Aber für medizinisch interessierte Leser sind genau diese Stellen sicher sehr lesenswert.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was diesen Thriller nochmal etwas mehr an Spannung gibt. Vor allem weil mir einige Figuren noch bis zum Schluss Rätsel aufgaben.

Wer Medizin-Thriller gern liest und sich vor allem auch für die technische Seite interessiert ist bei diesem Buch genau richtig.