Leserunde zu "Die rubinrote Kammer" von Pauline Peters

Dunkle Geheimnisse, überraschende Wahrheiten und die Liebe

Ein dunkles Familiengeheimnis, ein Mord, der das zu vertuschen scheint und das alles in den höchsten Adelskreisen Londons. Victoria will mit ihrer Familie eigentlich nichts mehr zu tun haben, doch wem kann sie noch vertrauen?

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 18.02.2016 - 19.06.2016
  2. Lesen 04.07.2016 - 31.07.2016
  3. Rezensieren 01.08.2016 - 14.08.2016

Bereits beendet

Cover-Bild Die rubinrote Kammer
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Pauline Peters (Autor)

Die rubinrote Kammer

Roman

London, 1907: Gegen den Willen ihrer adeligen, einflussreichen Familie lebt die junge Victoria allein mit dem alten Butler ihres kürzlich verstorbenen Vaters. Sie ist nicht reich, aber glücklich. Doch ihre Welt gerät ins Wanken, als hässliche Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis laut werden. Der einzige Mann, der ihre Fragen beantworten könnte, wird ermordet. Victorias guter Ruf ist in Gefahr, doch als Retter in der Not entpuppt sich der attraktive Journalist Jeremy Ryder. Aber kann sie ihm vertrauen?

Ein mitreißender Roman über dunkle Geheimnisse, überraschende Wahrheiten und die Liebe

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 15.09.2016

Zwischen Downton Abbey und Miss Marple

3 0

Hauptfigur des Romans „Die rubinrote Kammer“ von Pauline Peters ist Victoria Bredon, die 19 jährige verwaiste Tochter eines bekannten Gerichtsmediziners. Victorias Mutter ist früh verstorben und Victoria ...

Hauptfigur des Romans „Die rubinrote Kammer“ von Pauline Peters ist Victoria Bredon, die 19 jährige verwaiste Tochter eines bekannten Gerichtsmediziners. Victorias Mutter ist früh verstorben und Victoria wurde von ihrem liebenden Vater für die Zeit um 1900 herum sehr freiheitlich erzogen. Ihr Vater entstammt altem Hochadel. Voctoria lebt mit ihrem Butler Hopkins in einer Londoner Wohnung, was ihrer Großtante Hermione, die sehr besorgt ist um das Ansehen der Familie, sehr widertrebt. Um finanziell über die runden zu kommen, fotografiert Victoria für eine Zeitung, was sich für eine junge Damen ebenfalls nicht wirklich schickt.
Durch geheimnisvolle Andeutungen von Sir Francis Sunderland, eines hochrangigen Mitarbeiters des Innenministeriums wird Victoria auf ein dunkles Geheimnis ihrer Familie aufmerksam. Als Sir Fancis als einzige Informationsquelle plötzlich stirbt, beginnt Victoria zusammen mit dem Butler Hopkins Nachforschungen anzustellen.
Vor dem historisch interessanten Hintergrund der Frauenbewegung der Suffragetten erlebt man die Aufklärung von Verbrechen und Geheimnissen. Gleichzeitig kommt es auch zu stimmungsvollen und knisternden Liebensmomenten und glanzvollen Auftritten bei Hofe.
Mir hat dieser wunderbar flüssig zu lesender historische Kriminalroman einiges zu rätseln aufgegeben. Der historische Hintergrund des London zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat mir sehr gut gefallen. Stellenweise waren es mir etwas zuviele Zufälle. Dennoch soll so ein buch ja in erster Linie spannende Unterhaltung bieten und das hat es auf jeden Fall getan.
Ich kann mit gut vorstellen, dass Victoria und Hopkins noch weitere Fälle ermitteln werden und vergebe diesem Start in eine vielversprechende Serie 4 Sterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die rubinrote Kammer- der erste Fall für Victoria und Hopkins

3 0

London 1907: Die neunzehnjährige Victoria lebt mit ihrem Butler Hopkins allein in einer Wohnung. Das ist Victorias Großvater, dem Duke of St. Aldwyn, und Großtante, Lady Gelnmora, ein Dorn im Auge. Zu ...

London 1907: Die neunzehnjährige Victoria lebt mit ihrem Butler Hopkins allein in einer Wohnung. Das ist Victorias Großvater, dem Duke of St. Aldwyn, und Großtante, Lady Gelnmora, ein Dorn im Auge. Zu gerne würden sie die Vormundschaft von Victoria übernehmen, die einem Rechtsanwalt, Mr. Montgomery, zugeteilt wurde. Denn Victoria nimmt auch an den Aktionen der Suffragetten teil. Als Victoria Andeutungen von einem Familiengeheimnis hört möchte sie unbedingt erfahren was damals vorgefallen ist. Leider wird die einzige Person, die darüber Bescheid wissen könnte, einige Tage später ermordet aufgefunden. Wer hatte Grund dazu diese Person aus dem Weg zu räumen. Die einzigen, die ihr bei den Ermittlungen zur Seite stehen ist ihr Butler Hopkins und der attraktive Journalist Jeremy Ryder. Doch Jeremy scheint nicht ganz ehrlich gegenüber Victoria zu sein. Schritt für Schritt versuchen die drei der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

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„Die rubinrote Kammer“ ist durchaus ein unterhaltsamer Roman und es verbirgt sich hinter der Geschichte ein historischer Krimi. Allerdings hätte ich mir weniger Sackgassen und Zufälle gewünscht. Victoria tappt auf Seite 400 immer noch völlig um Dunklen. Natürlich soll sich im Buch nicht alles auf der ersten Seite lösen. Aber ich hab es sehr gerne, wenn sich im Buch Puzzleteilchen für Puzzleteilchen zu einem Gesamtbild zusammensetzen und nicht alles überstürzt auf den letzten 20 – 30 Seiten gelöst wird. Außerdem hatte Victoria für mich zu moderne Züge, die ich mir bei einer neunzehnjährigen zur damaligen Zeit nicht so recht vorstellen konnte. Z. B. sie reitet in einem Reitanzug und nicht in einem Reitkleid. Obwohl sie adelig ist geht sie teilweise dem Beruf einer Fotografin nach. Sie hält sich sogar allein im East End in einem Hurenviertel auf um Informationen zu sammeln. Natürlich ist sie für das Wahlrecht der Frauen und nimmt an den Kundgebungen der Suffragetten teil. Von den Suffragetten hätte ich gerne mehr erfahren. Dieses Thema hätte noch gut ausgebaut werden können. Durchaus möchte ich gerne den nächsten Fall von Victoria und Hopkins lesen, der gerade geschrieben wird. Denn Hopkins ist im Buch meine Lieblingsfigur. Er ist noch ein richtiger Butler von der alten Schule, der z. B. nur eine gebügelte Zeitung auf den Frühstückstisch von Victoria legt oder Wert auf eine angezündete Kerze auf dem gedeckten Tisch legt oder sogar die Stellung von Glas, Teller und Besteck mit dem Lineal korrigiert. Außerdem veröffentlicht er unter dem weiblichen Pseudonym Mrs. Ellingham neu erprobte Rezepte in einer Zeitung, die auf großen Anklang stossen. Hopkins muss man einfach gern haben. Auch das Nachwort fand ich gut gelungen wo die Autorin erleutert, was fiktiv oder real war und welche Daten sie von der Handlung her hat früher passieren lassen damit sie in der Geschichte aufgeführt werden können (Aufstände der Suffragetten)

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Ich vergebe dem Buch vier Sterne, da mir wie gesagt, die Zufälle zu viel waren und es viele, viele Sackgassen in der Geschichte gab. Aber ich bin schon sehr auf den nächsten Fall gespannt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Etwas enttäuschend

3 0

Pauline Peters "Die rubinrote Kammer" beginnt vielversprechend. Erzählt wird die Geschichte rund um Victoria, einer jungen Frau im Jahre 1907. Sie ist Mitglied der Londoner Gesellschaft, Suffragette, arbeitet ...

Pauline Peters "Die rubinrote Kammer" beginnt vielversprechend. Erzählt wird die Geschichte rund um Victoria, einer jungen Frau im Jahre 1907. Sie ist Mitglied der Londoner Gesellschaft, Suffragette, arbeitet als Fotografin und Reiseautorin, ist selbstbewusst - durchaus ungewöhnlich für ihre Zeit. Das weckt Interesse beim Leser. Gemeinsam mit ihrem Butler Hopkins versucht Victoria eine Mordserie aufzuklären und gleichzeitig Licht in ihre eigene Vergangenheit zu bringen. Wie sich das gehört, ist auch noch eine Liebesgeschichte integriert.

Das Buch ist dann aber eine Aneinanderreihung von unglaublichen Situationen und Zufällen. Andauernd gerät Victoria in Schwierigkeiten, aus denen sie sich selbstverständlich mit Hilfe ihrer Freunde immer wieder befreien kann. Gleichzeitig kommen sie und Hopkins mit den Ermittlungen am Mordfall gut voran - viel besser als die ermittelnden Behörden. Alle möglichen Zusammenhänge werden von den beiden problemlos erkannt, Rückschläge gibt es kaum - auch keine Zurückweisung von den zahlreichen Zeugen, auf die sie oft zufällig stoßen und die den beiden Hobby-Detektiven alle bereitwillig Auskunft geben. Trotzdem kommt erstaunlicherweise lange nicht viel auf dem Tisch, das (den Leser) Schlüsse auf den Täter ziehen lässt.
Praktischerweise treffen die Hauptpersonen, die zuvor nichts bis wenig miteinander zu tun hatten, auch immer wieder bei verschiedenen Anlässen aufeinander.
Für mich ist das etwas viel. Einzelne Aspekte mögen in der Zeit ungewöhnlich, aber möglich und dadurch auch erzählenswert sein. In diesem Fall ist es aber eine unglaubwürdige Aneinanderreihung von Besonderheiten und Zufällen, die die Geschichte äußerst unglaubwürdig und konstruiert erscheinen lassen. Eine gewisse dichterische Freiheit lasse ich durchaus gelten, aber hier wird der Bogen deutlich überspannt.
Zudem handelt es sich um einen Krimi, bei dem man eigentlich nicht mitraten kann. Der Leser erhält wenig Hinweise auf den Mörder - während der Handlung gibt es nie Verdächtige. Erst am Schluss klärt sich alles auf. Kann man als Autor so schreiben, aber ich finde es beim Lesen schöner, mitraten zu können.

FAZIT: Die Figuren sind gut beschrieben und größtenteils sympathisch. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Wer gerne liest, ohne die Handlung zu hinterfragen oder bei der Mördersuche mitzuspekulieren, wird gut unterhalten - für mich aber nicht das richtige.

Es ist der Autorin, die durchaus schreiben kann und sich auch intensiv mit den Umständen der Zeit auseinander gesetzt hat, zu gönnen, dass sie diese beiden wichtigen Fundamente in zukünftigen Buchprojekten gewinnbringender einsetzt.

Teil eins einer Serie.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gut recherchierter historischer Roman

2 0

"Die rubinrote Kammer" von Pauline Peters spielt in London im Jahr 1907.

Die Progatonistin Victoria ist 19 Jahre alt und ihre Eltern sind inzwischen beide verstorben. Sie lebt gemeinsam mit dem Butler ...

"Die rubinrote Kammer" von Pauline Peters spielt in London im Jahr 1907.

Die Progatonistin Victoria ist 19 Jahre alt und ihre Eltern sind inzwischen beide verstorben. Sie lebt gemeinsam mit dem Butler ihres Vaters in einer Wohnung, während ein befreundeter Anwalt das Sorgerecht hat. Victoria ist eine für die damalige Zeit sehr mutige junge Frau, und sie ist auch als Suffragette aktiv. Mit dieser ganzen Situation ist ihre adlige Verwandtschaft überhaupt nicht einverstanden.

Eines Tages kommen Victoria Widersprüche über ihre Vergangenheit zu Ohren und sie versucht zu ermitteln, auch in den sehr niedrigen Milieus von London. Dadurch kommt es zu vielen brenzligen Situationen, die ihrer Verwandtschaft zuspielen... Schließlich treten auch noch zwei attraktive junge Männer in ihr Leben...

Mir hat es sehr viel Freude gemacht, diese spannende Geschichte zu lesen. Ich bin direkt gut in die Geschichte reingekommen und konnte mich gut in die Situationen hineinversetzen. Sehr gut gefallen haben mir auch die gut recherchierten Details, die das Ambiente der damaligen Zeit perfekt gemacht haben.

Der Epilog und die Erklärungen am Ende des Buches haben diesen schönen Roman nochmals abgerundet.

Gerne empfehle ich "Die rubinrote Kammer" weiter und freue mich schon auf die nächsten Bände!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Familiengeheimnis, Leichen, Happy End

2 0

London 1907. Kein Pflaster für alleinstehende junge Frauen ohne Einkommen und ohne nennenswerte liquide Mittel. Zwei Galane - allerdings nicht ganz so galant. Butler, Zugehfrau, ungeliebter Großvater und ...

London 1907. Kein Pflaster für alleinstehende junge Frauen ohne Einkommen und ohne nennenswerte liquide Mittel. Zwei Galane - allerdings nicht ganz so galant. Butler, Zugehfrau, ungeliebter Großvater und ebenso ungeliebte Großtante. Dazu mehrere Tote sowie ein Familiengeheimnis. Gespart wird in diesem Roman wahrlich nicht. Nicht mit Ermordeten, nicht mit Klischees, nicht mit Drohungen jeder Art. Zum Schluss lösen die Protagonisten sowohl die Mordfälle als auch das Familiengeheimnis und ohne Happy End kommt das Buch auch nicht aus. Die Rubinrote Kammer ist spannend geschrieben und vermittelt auch recht gut, das gesellschaftliche Leben in dieser Zeit. Allerdings wird dadurch manches umso unglaubwürdiger, eben weil es d i e s e Zeit ist. Aber wer gerne eintaucht in Sitten und Gebräuche früherer Zeiten und dabei auch noch einen Kriminalroman vorfindet, ist mit diesem Buch ganz gut aufgehoben.