Leserunde zu "Der Salon - Ein hoffnungsvoller Aufbruch" von Julia Fischer

Drei junge Menschen und ihr Traum vom Glück
Cover-Bild Der Salon
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Mit Autoren-Begleitung
Julia Fischer (Autor)

Der Salon

Ein hoffnungsvoller Aufbruch. Starke Frauenschicksale vor der lebendig ausgeleuchteten Kulisse im London und München der Sechziger

Zwei junge Frauen

Die Swinging Sixties

Ein Gefühl von Freiheit

München, 1963. Für die junge Leni wird ein Traum wahr: Sie wurde für einen der begehrten Praktikumsplätze bei Starfriseur Vidal Sassoon in London ausgewählt. Das erste Mal in ihrem Leben verlässt sie ihre Heimat und entdeckt in der pulsierenden Metropole das Lebensgefühl der Swinging Sixties - bis ein Versprechen, das Leni ihrer Mutter gab, ihre neu gewonnene Freiheit überschattet. Ihre Schwägerin Charlotte tritt unterdessen eine Stelle im Münchner Modehaus Bogner an, wo sie den charismatischen Fotografen Walter kennenlernt. Sein leidenschaftliches Temperament fasziniert sie, doch ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit führt schon bald zu Konflikten ...

Z wei junge Frauen und ihre Suche nach dem Glück im Aufbruchsgeist der Wirtschaftswunderjahre - der zweite Band der berührenden Familiensaga


Timing der Leserunde

  1. Bewerben 10.10.2022 - 30.10.2022
  2. Lesen 14.11.2022 - 11.12.2022
  3. Rezensieren 12.12.2022 - 25.12.2022

Bereits beendet

Schlagworte

Frisör Friseur München Wirtschaftswunder Nachkriegszeit Jazz Medizin Sechzigerjahre 60er-Jahre Schönheit Emanzipation Café Engel Kosmetik Familie Studium London Mode Bogner Saga

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 03.12.2022

Eine Geschichte wie ein Leben

2

München 1963: Den Traum vom eigenen Salon hat Leni auf Eis gelegt.
Zuerst 1958 der Tod ihres geliebten Bruders, dann 1960 das schreckliche Unglück mitten in München, haben sie ihr Träume vergessen lassen.
Die ...

München 1963: Den Traum vom eigenen Salon hat Leni auf Eis gelegt.
Zuerst 1958 der Tod ihres geliebten Bruders, dann 1960 das schreckliche Unglück mitten in München, haben sie ihr Träume vergessen lassen.
Die Familie, bestehend aus Mutter Käthe, "Schwägerin" Charlotte und Neffe Peter bestimmen jetzt den Rhythmus ihres Lebens.
Aber nach nunmehr 5 Jahren kündigen sich erste Veränderungen an: Nachdem zuerst Charlotte bei Bogner wieder einen interessanten Job in der Modebranche bekommen hat - und mit Walter einen Mann in ihr Leben lässt, tritt Leni ein Praktikum beim berühmten Vidal Sassoon in London an.
Wie wird ihr beruflicher Werdegang weitergehen? Wirklich den Salon von Käthe im dörflichen Hebertshausen übernehmen, da diese sich zurückziehen will? Oder doch in München durchstarten?
Auch kreisen immer häufiger sowohl Schorsch, als auch ihre erste große Liebe Karl durch ihre Gedanken. Für wen wird sie sich entscheiden?
Akexander Keller, ihr Chef und Gönner kämpft an gleich zwei Fronten - seine Entscheidungen betreffen auch Lenis Zukunft.

Auch wenn Leni im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es immer auch um Charlotte, Schorsch, Walter, Alexander und all die anderen, die diese Geschichte zum Leben erwecken.
Denn sie alle stehen immer auch für die Zeit des Aufbruches und der Erneuerung nach dem Krieg.
Es sind gerade die jungen Frauen, die immer selbstbewusster werden und ein selbstbestimmtes Leben führen wollen.
Und sie zeigen dies der Welt u.a. mit Kurzhaarfrisuren von Vidal Sasoon und Miniröcken von Mary Quandt.
Weg mit alten Zöpfen, zeig was du hast, was du kannst!
Mit der Entwicklung von Leni im Dirndl und mit Gretl-Frisur, hin zu Marlene in Stiefeln zum kurzen Rock und mit frechem Bob, kann man dies hier ganz wunderbar miterleben, da die Autorin die Atmosphäre der 1960er Jahre perfekt einfängt.
Charlotte will nach Hans' Tod mehr sein als eine ledige Mutter und nimmt, gegen die gängigen Moralvorstellungen, mutig ihr Leben und ihre Zukunft in die eigenen Hände.
Noch mehr kämpft Alexander mit den Konventionen. Er muss nicht nur seine Homosexualität in der Scheinheiligkeit der damaligen Zeit noch immer verbergen, sondern auch um seinen Salon und seine große Liebe bangen. Irgendwann wird er sich nicht nur einer Lebenslüge stellen und eine Entscheidung treffen müssen.
Sie alle haben ihre persönlichen Geister an ihrer Seite und auch Walter trägt schwer an seiner Vergangenheit, hat er doch ein Geheimnis, welches zurückreicht in die dunkelste Zeit Deutschlands.
Wann ist der richtige Zeitpunkt das Schweigen zu brechen?
Und Schorsch? Er ist der Fels in der Brandung, der Freund, der Helfer zu jeder Zeit. Er war in der Geschichte mein heimlicher Held.
In einer Geschichte, die echt ist und voller Leben.
Eine Geschichte, in der es um Liebe und Verlust, Angst und Mut, Verzweiflung und Hoffnung geht.
Und es ist auch eine Geschichte um Chancen, die man nicht verpassen oder vorbeiziehen lassen sollte.
Ähnlich einem Kaleidoskop der Gefühle malt Julia Fischer eine Welt mit allen Höhen und Tiefen, die ein Leben bieten kann!
Eine bis ins kleinste Detail unfassbar gute und breitgefächerte Recherche erlaubt es der Autorin, interessante und spannende Fakten wie nebenbei in der Handlung zu verweben.
Dazu geben einzelne bekannte Namen und Ereignisse der Geschichte einen nahezu vertrauten Rahmen.
Auch gelingt es Julia Fischer mit ihrem sehr empathischen Schreibstil stets grandios, eine Geschichte so zu erzählen, dass die Leser(innen) das Gefühl haben dabei gewesen zu sein.
Gern würde ich wissen, wie es weitergeht in dieser Welt, die jetzt größer und bunter ist, als die "Schneekugelwelt" aus Lenis Kindheit in Hebertshausen.

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Veröffentlicht am 15.12.2022

Die 60iger Jahre

1

Der Roman " Der Salon - Ein hoffnungsvollerAufbruch" von Julia Fischer ist im Lübbe Verlag erschienen. Dieser spielt in München im Jahr 1963. Das ist der 2. Band einer fesselnden Familiensaga. Dieser ...

Der Roman " Der Salon - Ein hoffnungsvollerAufbruch" von Julia Fischer ist im Lübbe Verlag erschienen. Dieser spielt in München im Jahr 1963. Das ist der 2. Band einer fesselnden Familiensaga. Dieser Band handelt von Leni und Charlotte, von 2 jungen Frauen in den Wirtschaftswunderjahren. Sie sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück. Leni hat Glück und bekommt ein Praktikumsplatz beim Starfriseur Vidal Sasscoon in London . Was für sie bedeutet , ihr Heimat Ort zu verlassen und in die Weitewelt zu ziehen. Dort lernt sie das pulsierende Leben von London kennen. Charlotte dagegen wird beim Modehaus Bogner angestellt. Ich fand es sehr spannend den Werdegang der beiden jungen Frauen zu folgen. Mir waren Protagonistinen Leni und Charlotte gleich ans Herz gewachsen . Obwohl ich das erste Buch nicht gelesen habe, bin ich gut in das Geschehen gekommen. Auch der flüssige Schreibstil vonJulia Fischer gefällt mir, Habe in dem Buch einiges interessantes aus den 60iger Jahren erfahren. Auch das Buchcover läßt die Veränderungen dieser Zeit erkennen. Schon durch die Farbgestaltung, der Mode und Frisuren. Man erkennt die neue Freiheit. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und hat mir schöne Lesestunden bereitet. Es ist ein gut recherchierter Roman, den ich gern weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Das Leben geht weiter..

1

Auch der zweite Teil des Buches war für mich lesenswert.Für Leni und Charlotte geht das Leben 5 Jahre nach dem schrecklichen Unfall von Hans weiter.Leni entwickelt sich vom Landmädchen in eine selbstbewußte ...

Auch der zweite Teil des Buches war für mich lesenswert.Für Leni und Charlotte geht das Leben 5 Jahre nach dem schrecklichen Unfall von Hans weiter.Leni entwickelt sich vom Landmädchen in eine selbstbewußte junge Frau die mit beiden Beinen beruflich fest im Leben steht und Ihren Weg geht.Ihre fast Schwägerin Charlotte die nach Hans Tod einer neuen Beziehung eher skeptisch gegenüber steht,lernt den Modefotografen Walter kennen und wird dadurch vor neuen Herausvorderungen gestellt.
Besonders gut haben mir die Hintergrundinformationen über die Swinging Sixties gefallen,die von der Autorin sehr gut recherchiert worden sind.Die Handlung ist spannend,traurig ,fröhlich eben genau so wie im richtigen Leben.Manche Schicksalsschläge die die Familie verkraften musste haben mich emotional sehr berührt..Aber zum Ende der Geschichte können alle hoffnungsvoll in die Zukunft blicken!

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Veröffentlicht am 14.12.2022

Nicht mein Geschmack

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Eigentlich mag ich Geschichten aus den 60ern, aber mit dem Salon hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es in Bayern spielt, zu dem mir der Bezug fehlt oder ob es an der ...

Eigentlich mag ich Geschichten aus den 60ern, aber mit dem Salon hatte ich meine Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es in Bayern spielt, zu dem mir der Bezug fehlt oder ob es an der Mode liegt, die ständig hervorgehoben wird...
Leni und Charlotte sind zwei mutige Frauen, die ihrer Zeit voraus waren, aber ich konnte einfach keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Das mag daran liegen, dass ich Teil 1 nicht kannte; obwohl Julia Fischer die Fakten aus dem ersten Teil so wiederholt hat, dass man kein Verständnisproblem hatte, fehlte dadurch sicherlich der Prozess des Kennenlernens und der Identifikation mit den Protagonistinnen.
Was mich gestört hat, waren die vielen Fakten aus der Zeit, die oft völlig zusammenhangslos und vor allem emotionslos gestreut wurden. Für mich haben sie den Lesefluss deutlich gestört. Teilweise wurde mitten in einem Gespräch etwas erwähnt, was gar nichts damit zu tun hatte, und wenn die Antwort dann kam, wusste ich schon nicht mehr, was vorher gesagt wurde und ich musste nochmal zurückblättern. Die Sätze waren teilweise sehr lang, weil immer wieder ein Nebensatz mit irgendwelchen überflüssigen Infos eingefügt wurde.
Der Tod von Willy Bogners Freundin wurde beispielsweise erwähnt, aber so eine Tragödie, die damals sicher viele Menschen bewegt hat, wurde einfach so als Info gestreut... Die Frauen hatten diese Skifahrerin sogar kennengelernt, aber mir war diese Passage einfach zu emotionslos - wenn so etwas erwähnt wird, dann hätte ich mir gewünscht, dass Charlotte mit Maria Bogner darüber gesprochen hätte oder es in einer anderen Art in die Handlung mit eingeflossen wäre.
Mir hat eigentlich der Nebenstrang der beiden Herren am besten gefallen, die als schwules Paar nach Frankreich ausgewandert sind. Das war authentisch und ich konnte mir gut vorstellen, wie sich der Schriftsteller gefühlt haben muss, der einen Teil seines Lebens im Lager verbracht hat.

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