Leserunde zu "Bad at Love" von Morgane Moncomble

Sexy, modern und hochromantisch
Cover-Bild Bad At Love
Produktdarstellung
(38)
  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

Morgane Moncomble (Autor)

Bad At Love

Ulrike Werner-Richter (Übersetzer)

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...

"Wirkungsvoll, überwältigend, tiefgreifend und mutig. Morgane greift wichtige aktuelle und oft tabuisierte Themen auf und beschreibt sie mit äußerster Genauigkeit und Wahrheit. Dieses Buch ist meisterhaft." Lectures de Jenn

Außerdem von Morgane Moncomble:

1. Never Too Close

2. Never Too Late

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 24.08.2020 - 13.09.2020
  2. Lesen 21.09.2020 - 11.10.2020
  3. Rezensieren 12.10.2020 - 25.10.2020

Bereits beendet

Die neue Reihe von Morgane Moncomble

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde zu "Bad at Love" und sichert euch die Chance auf eines von 30 Leseexemplaren!

Wenn ihr wissen möchtet, wie eine Leserunde funktioniert und auf welche Kriterien wir bei der Auswahl der Teilnehmer achten, schaut doch mal hier vorbei.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 25.10.2020

Vielleicht ist die Liebe doch das Glück im Leben

1

"Ich sehne mich nach Schlaf, nach einer Pause, wenigstens für eine Minute"

Azalée ist eine starke Frau, aber wenn es darum geht einmal Schwäche zu zeigen und seine Probleme zu teilen sieht sie schwarz. ...

"Ich sehne mich nach Schlaf, nach einer Pause, wenigstens für eine Minute"

Azalée ist eine starke Frau, aber wenn es darum geht einmal Schwäche zu zeigen und seine Probleme zu teilen sieht sie schwarz. Trotz ihrer Stärke fällt es ihr schwer sich anderen Menschen zu öffnen und ihnen Vertrauen zu schenken. Dies liegt an ihrer problematischen Vergangenheit. Oft musste sie sich zurückhalten und verstecken. Zuletzt wurde sie im Stich gelassen und wusste selber nichts mehr mit sich anzufangen. Aus diesem Grund lebte sie lange Zeit nur noch in einer Hülle aus Emotionslosigkeit geschützt vor anderen Menschen. Sie wollte weder fühlen noch leben. Nach außen wirkte sie jedoch selbstsicher und stark, aber in Wirklichkeit war sie das Gegenteil – hilflos.

Aber es wäre kein Roman, wenn sie nicht wieder zu Lebensfreude finden würde, dies jedoch nur durch einen hilfsbereiten, verständnisvollen jungen Mann namens Eden. Trotzdem schafft Morgane es dem klassischen Verlauf eines Romans zu entkommen und dem Genre einen neuen Touch zu verleihen.

Zur Romantik kommt Verzweiflung.
Zur Liebe kommen Probleme.
Aber gleichzeitig kommt für Azalée zur Hölle Leben.

Die Schriftstellerin Morgane Moncomble macht aus einem Liebesroman ein ernstes und realitätsgetreueres Buch, indem sie wichtige Themen wie Gewalt, Angst und psychische Krankheiten anspricht. Sie greift also nicht nur typische Handlungen mit Liebe, Schmerz und Romantik auf, sondern möchte ihren Lesern auch den Umgang mit psychisch labilen Menschen, sowie deren Gedankengänge und Emotionen näherbringen. Dies gelingt ihr sehr gut durch ihren ausdrucksstarken und mitreißenden Schreibstil. Trotz der vielen vermittelten Gefühle und der ernsten Themen ging die Spannung nicht verloren und es wird dem Leser ermöglicht in seine eigene Welt abzutauchen. Ein wunderschönes Buch, welches mich zum Lachen und Weinen zugleich brachte.

Dieses Buch beinhaltet nicht nur eine wahnsinnig gut geschriebene und traurige Geschichte, sondern zusätzlich eine Playlist zusammengestellt aus allen Liedern die in ihrem Buch vorkommen.

Fazit:
Selten hat mich ein Buch so sehr berührt wie Dieses. Es war eine Achterbahnfahrt der Emotionen und gehört für mich zu einem der Bücherhighlights des Jahres.
Am Schönsten fand ich die besondere und innige Verbindung zwischen Azalée und Eden.
Morgane äußert sich kritisch und geht mit ihren Worten auf die unzureichende Beachtung solch schwieriger Themen ein, was ich persönlich sehr wichtig und mutig finde.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein absolutes Highlight!

0

Titel: Bad at Love
Autor: Morgane Moncomble
Verlag: LYX
Preis: 12,90€
Seiten: 464


Inhalt:

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie ...

Titel: Bad at Love
Autor: Morgane Moncomble
Verlag: LYX
Preis: 12,90€
Seiten: 464


Inhalt:

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...


Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist einfach nur unglaublich schön. Schon als ich es das erste Mal gesehen habe, hatte ich mich in die tolle Gestaltung verliebt. Dabei finde ich es großartig, dass man durch die Schriftart des Titels einen gewissen Wiedererkennungswert von Morgane Moncomble hat, denn auch bei ihren bereits erschienen Büchern findet man diese Art wieder. Ebenso sind auch die goldenen Sprenkel etwas das ich bereits von ihren Büchern kenne und liebe.

Azalée fand ich vom ersten Moment an symoathisch. Ich denke sie ist kein Charakter, den jeder auf den ersten Blick mögen wird, einfach weil sie auch ein bisschen ruppig ist, aber Seite für Seite kann man sie immer besser verstehen und weiß wieso sie so ist, wie sie ist. Sie geht ihren eigenen Weg, denn sie hat auch Angst verletzt zu werden.
Was ihr passiert ist, tat mir schrecklich leid und niemand sollte so etwas durch machen. Dennoch fand ich es gut und wichtig, wie die Autorin mit dem Thema umgegangen ist.
Azalée hat sich in meinen Augen in diesem Buch definitiv weiterentwickelt. Sie hat Menschen wieder an sich ran gelassen, allen voran Eden.

Eden war einfach nur großartig. Ich fand ihn als Charakter einfach super spannend. Am Anfang hatte ich viele Fragen zu ihm, weswegen er mir sehr rätselhaft vorkam. Dies hat für mich aber für noch mehr Spannung gesorgt. Er war aber immer für Azalée da und hat sie immer unterstützt, auch wenn er es selbst als Kind nicht leicht hatte.

Was mich am meisten überrascht hat, war dass die Geschichte dieses mal in Amerika spielt. Dadurch das Morgane Moncomble selbst Französin ist und ihre letzten beiden Bücher in Frankreich gespielt haben und der Name Azalée sich auch französisch angehört hat, hatte ich erwartet das auch dieses Buch wieder in Frankreich spielt. Doch ich habe mich gefreut, dass die Autorin auch etwas anderes ausprobiert.

Auch gab es viele Nebencharaktere, die ich großartig fand, darunter vor allem Josh und Andrew. Azalée hatte sie damals beide verlassen ohne ein Wort zu sagen und als sie wieder auftaucht, tragen sie ihr das nicht nach. Ich persönlich hätte wahrscheinlich anders reagiert, aber das lieht auch daran, dass ich ein sehr nachtragender Mensch bin. Ich bewundere sie beide auf jeden Fall dafür, dass sie solche großartigen Menschen sind.

Die Handlung fand ich wirklich sehr spannend. Es gab viele wichtige Themen, die im Buch angesprochen wurden und ich fand es gut, dass sie so eine große Beachtung bekommen haben und nicht untergegangen sind.

Der Schreibstil von Morgane Moncomble ist einer meiner absolut liebsten. Ich habe bereits ihre anderen Bücher gelesen und fand beide großartig, doch meiner Meinung nach können sie nicht mehr mit diesem mithalten. Ich habe auch das Gefühl, dass sie von Buch zu Buch immer stärker wird und die Themen immer ernster.

Ich kann nur sagen, dass dieses Buch ein großes Highlight für mich gewesen ist und ich mich schon auf viele weitere Bücher von ihr freue.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.10.2020

Eine grandiose Geschichte mit viel Tiefe!

0

Titel: Bad at Love
Autor: Morgane Moncomble
Verlag: LYX
Preis: 12,90€
Seiten: 464


Inhalt:

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie ...

Titel: Bad at Love
Autor: Morgane Moncomble
Verlag: LYX
Preis: 12,90€
Seiten: 464


Inhalt:

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...



Meine Meinung:

Das Cover des Buches ist unglaublich schön. Es konnte uns direkt ansprechen. Aber das Beste an dem Cover ist definitiv, wie gut es zu den anderen beiden Teilen passt, so dass die Autorin dadurch auch einen gewissen Wiedererkennungswert hat, durch die goldenen Sprenkel. Aber dadurch, dass der Hintergrund vollkommen anders ist, weiß man doch das es diesmal ein Buch ist das mit den anderen nichts zu tun hat. Aber auch wenn das Cover vielleicht auf den ersten Blick doch etwas schlichter ist, passt es für mich einfach perfekt zu der Geschichte.

Am Anfang war ich sehr überrascht, dass das Buch nicht in Paris beziehungsweise in Frankreich spielt. Die letzten beiden Bücher, die ich von der Autorin gelesen habe, hatten beide als Handlungsort Paris gehabt und auch der Name Azalée war eher französisch, weswegen ich erstaunt war dass die neue Geschichte von Morgane Moncomble dieses mal in Amerika spielt. Jedoch fand ich das Setting großartig.

Azalée war ein sehr beeindruckender Charakter, vor allem ist sie sehr stark und lässt sich von niemandem mehr etwas gefallen. Sie möchte keine Gefühle zeigen, damit niemand sieht, dass sie verletzt ist. Vor allem aber möchte sie niemanden zu nah an sich ranlassen, so dass keiner ihr weh tun kann. Auf den ersten Blick scheint sie für alle aber einfach eine sehr unnahbare Person zu sein. Ich fand ihre Entwicklung im Buch sehr beeindruckend, den gerade auch mit Hilfe von Eden hat sich doch vieles für sie verändert.

Eden war einfach unglaublich toll. Am Anfang wollte ich unbedingt wissen, was er verbirgt und was bei ihm so alles los ist, was für sehr viel Spannung gesorgt hat. Eden ist ein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, aber der es selbst als Kind auch nicht leicht gehabt hat. Trotzdem ist er immer für Azalée da und unterstützt sie einfach bei allem.

Auch die Nebencharakter waren großartig geschrieben, jeder hat mich auf seine Art beeindrucken können, so war ich von Andrew, Josh und seiner Verlobten auch sehr überrascht, wie sie am Anfang mit Azalée umgegangen sind. Keiner von ihnen war nachtragen gewesen, obwohl Azalée ihnen viel bedeutet hat und damals einfach verschwunden ist, haben sie sie doch willkommen geheißen als wäre nie etwas passiert.


Wir Morgane Moncomble das wichtige Thema in dem es im Buch geht angesprochen hat, fand ich wirklich großartig. Sie hat es nicht nur kurz erwähnt und danach war es das gewesen, sondern unser Charakter hat sich wirklich damit auseinandergesetzt. Ich finde es wichtig, dass solche Themen, die ich hier nicht nennen möchte, da ich auch niemanden spoilern will, angesprochen werden. Generell hat Morgane Moncomble sich in dem Buch mit sehr vielen wichtigen Dingen beschäftigt, so dass die Geschichte sehr viel Tiefe hatte. Dabei kam für mich auch kein Thema wirklich zu kurz, sondern jedes hatte auf seine Weise genug Zeit bekommen um wirklich sagen zu können, dass das Buch gut aufgebaut wurde.

Der Schreibstil war grandios. Dadurch, dass ich bereits die vorherigen Bücher gelesen habe, kannte ich Morgane Moncomble’s Schreibstil bereits und war immer ein großer Fan davon. Allerdings muss ich sagen, dass sie sich meiner Meinung nach wirklich weiterentwickelt hat. Wenn ich an den ersten Band zurück denke, fand ich ihn wirklich gut, aber für mich kann er einfach nicht mehr mit dem Dritten mithalten. Die Autorin selbst hat einfach einen unglaublich gute Entwicklung durchgemacht. Vor allem werden die Themen, die sie in den Büchern anspricht immer ernster, gehen viel mehr in die Tiefe und können mich von Mal zu Mal mehr in ihren Bann ziehen.

Ich kann nur sagen, dass ich mich schon auf viele weitere Bücher von Morgane Moncomble freue und dieses Buch einfach ein absolutes Highlight gewesen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.10.2020

Bewegend, emotional und tiefgründig! Jahreshighlight und ein Must-Read

1

Cover und Titel

Das Cover ist wunderschön gestaltet und mir gefallen diese Art von Covern sehr. Des Weiteren passt dieses Buch mit seinem Cover vom Stil auch gut zu den bisher anderen erschienenen Bücher ...

Cover und Titel

Das Cover ist wunderschön gestaltet und mir gefallen diese Art von Covern sehr. Des Weiteren passt dieses Buch mit seinem Cover vom Stil auch gut zu den bisher anderen erschienenen Bücher der Autorin.


Der Titel "Bad at Love" ist ein Titel der einen mich zum Nachdenken bringt, und damit weckt der Titel bereits das Interesse und die Neugier auf die Geschichte.


Klappentext

Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?

Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt ...


Triggerwarnung

Es gibt des öfteren mal Triggerwarnungen in Büchern, die sind meistens jedoch kurz oder stichwortartig und diese Triggerwarnung hier ist ganz anders. Sie kommt zum einen direkt von der Autorin und zum anderen ist sie ausführlich. Es sind Themen angesprochen, die zwar spoilern, aber dies hat mich während des weiteren Lesens nicht gestört und bei solchen Themen schadet ein Spoiler auch nicht. 

Die Triggerwarnung war besonders in Verbindung mit dem Prolog schon sehr bewegend und ich habe sofort mit der Hauptproragonistin mitgefühlt. 


Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir auch hier wieder sehr gut, er ist flüssig und man ist sofort mitten in der Geschichte, sie schafft es nach wenigen Seiten den Leser in seinen Bann zu ziehen und dass man mit den Charakteren direkt mitfühlt. 


Diese starken Gefühle, die die Autorin hier vermittelt, hat man während des gesamten Lesens dieser Geschichte und es ist eine emotionale Achterbahnreise nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für den Leser.

Die wechselnde Erzählperspektive von Azalée und Eden finde ich ebenfalls toll, da man so direkt die beiden Hauptprotagonisten kennenlernt. 


Lieblingszitat

"...bitte denkt immer daran, dass Menschen vielleicht innere Dämonen bekämpfen, die ihr nicht sehen könnt, und Dinge erleben, von denen ihr keine Ahnubg habt. Seid also freundlich."

Meinung

zur Thematik

Die Geschichte war neben der hohen Emotionalität auch eine Geschichte mit einer Message, was sie nicht nur bewegend, sondern auch einprägsam gemacht hat. 

Die Autorin hat es geschafft viele wichtige Themen anzusprechen, auf die sie auch bereits in ihrer Triggerwarnung eingeht. Dies verbunden mit ihren erschaffenen Charakteren hat den Leser in einen emotionalen Sog gezogen und auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen.

Die Autorin hat es einfach geschafft, dass einem beim Lesen das Herz gebrochen wird und man sich zerstört fühlt, aber dann wird man durch wichtige Momente und mit Hilfe von Freunden wieder Stück für Stück geheilt. 

Ein großes Lob an dieser Stelle auch für das Ende der Geschichte. Ich möchte hier nicht spoilern, nur so viel es ist ein für die Geschichte und die Themen ein perfektes Ende und kein übertriebenes sowie gekünsteltes Happyend.

zu den Charakteren

Die Autorin hat uns mit vielen Charakteren erfreut, aber genauso hat sie Charaktere geschaffen, denen man um es noch freundlich auszudrücken nie begegnen möchte. 

Azalée ist eine starke Persönlichkeit, die leider vom Leben und von einigen Mitmenschen gebrochen wurde, was sie unter einer dicken Haut und Selbstironie versteckt. Doch sie lernt trotz allem auch wieder zu vertrauen, was ihr am Ende eine große Hilfe sein wird. 

Eden ist ein toller Mensch, in dessen Leben auch nicht immer alles rosig verlief, aber der gelernt hat, was und wer wichtig für ihn und sein Leben ist. 

Neben den beiden Hauptcharakteren hat die Autorin viele facettenreiche Charaktere erschaffen, die alle für sich ihren Teil für die Geschichte beitragen. Auch sollte man sich bei der ein oder anderen Person nicht auf den ersten Eindruck festlegen, denn auch hier überrascht die Autorin. 

Fazit

Für mich war es eins der bewegensten Bücher, die ich gelesen habe und dazu auch noch mit einer tollen Message der Autorin. Eine Geschichte, die es lohnt gelesen zu werden und die einen Platz unter meinen Jahreshighlight erobert hat. 



  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.10.2020

Ein flammendes Plädoyer gegen Mobbing und für den Feminismus

2

Achtung: Triggerwarnung: Missbrauch, Mobbing, Suizid und Slutshaming!

Azalée wollte nie wieder nach Charleston zurückkehren, zu präsent sind noch immer die Dämonen ihrer Vergangenheit. Doch der Tod ihrer ...

Achtung: Triggerwarnung: Missbrauch, Mobbing, Suizid und Slutshaming!

Azalée wollte nie wieder nach Charleston zurückkehren, zu präsent sind noch immer die Dämonen ihrer Vergangenheit. Doch der Tod ihrer entfremdeten Mutter macht es unumgänglich. Sie muss das Haus ausräumen und verkaufen. Womit Azalée gerechnet hat, ist die Ablehnung all derer, die sie noch von früher kennen, die sie noch immer Schlampe und Hure nennen, womit sie aber niemals gerechnet hätte, ist Eden, ihr Nachbar. Manchmal ist er zwar ein Mistkerl, aber er ist der Einzige, der sie nicht nach dem beurteilt, was andere über sie sagen. Im Gegenteil. Eden lässt sich nicht von Azalées Abwehrmechanismen vertreiben, er will sie unbedingt kennenlernen, die echte Azalée. Doch das könnte für sie beide in der absoluten Vernichtung enden.


Dieses Buch hat mir so oft das Herz gebrochen. Ich bin traurig, ich bin wütend und ich möchte am liebsten sofort in den Krieg ziehen, für Azalée, für jedes Mädchen und jede Frau, die das erleben musste, was sie erlebt hat. Azalée ist missbraucht worden und man gab ihr die Schuld. Schlimmer noch, sie hat versucht das Erlebte irgendwie zu überleben und was ist passiert? Man nennt sie Schlampe und Hure und diesen Ruf wird sie einfach nicht los. Sie wurde und wird gemobbt und zwar wirklich extrem! Niemand ist bereit etwas anderes in ihr zu sehen, niemand außer Eden.

Ich finde es schrecklich, dass heute noch immer Frauen nach ihrer Sexualität etikettiert werden: haben sie mehr als einen Partner in so und so einer langen Zeitspanne, sind sie Schlampen oder Huren, wechselt ein Mann seine Partnerinnen öfter, als seine Klamotten, ist er halt ein Mann oder sogar ein bewundernswerter Player. Dieses zweierlei Maß, dass uns noch immer überall begegnet, macht mich so unbeschreiblich wütend! Aber es stimmt, Frauen werden rund um die Uhr pausenlos be- aber vor allem verurteilt.
Sie dürfen nicht zu dick sein, oder zu dünn, sie dürfen nicht zu klug sein, oder zu dumm, sie müssen sich sexy anziehen, aber auch nicht zu sexy, sie sollen sich um den Haushalt und die Kinder kümmern, aber auch keine Hausfrau sein – das wäre ja antifeministisch. Sie sollen bis sie 30 sind verheiratet sein und Kinder wollen – eine Frau, die keinen Mann will und keine Kinder, ist ja keine Frau. Sie soll karriereorientiert sein, aber nicht zu sehr, sie sollen im Bett die tollsten Dinge können und mögen, aber nicht mit zu vielen Partnern Erfahrungen gesammelt haben, sie sollen immer Sex wollen, wenn ihr Partner will, aber nicht öfter oder weniger, sonst sind sie unersättlich oder frigide. Sie soll keine Feministin sein, weil, wer will schon eine Männerhasserin, aber sie soll auch nicht alte Rollenbilder erfüllen, sonst ist sie altmodisch und rückständig.
Es wird so viel Druck auf Frauen ausgeübt, damit sie in diese Schubladen passen und es ist echt erschreckend, dass wir heute noch nicht weiter sind.
Eine Frau wird ständig beurteilt, nach ihrem Äußeren und nach ihrem Verhalten und jeder meint mitreden zu dürfen. Jeder nimmt sich heraus, ein Urteil über sie zu sprechen. Und das macht mich so extrem wütend! Wie es auch Azalée wütend macht. Sie macht ihrer Wut mit ihrem Podcast Luft und ich bewundere sie dafür. Denn sie hat recht und zwar mit allem.

Aber jetzt zum Buch an sich. Es ist unheimlich einfühlsam und berührend. Je mehr man über Azalée und das was ihr angetan wurde erfährt, desto wütender wird man, aber gleichzeitig bricht sie einem auch das Herz. Aber nicht nur sie. Auch Eden hat schreckliches durchgemacht und man fühlt mit ihm. Sie sind zwei verlorene Seelen, die sich gefunden haben, aber die ganze Welt scheint sich gegen sie zu stellen. Ihr Ruf, sein Ruf, ihre Vergangenheit, seine Vergangenheit und die Zukunft. Alles scheint darauf ausgerichtet zu sein, die beiden zu trennen.

Fazit: Ich habe wirklich viel mitgelitten beim Lesen und mehr als einmal wollte ich in den Krieg ziehen und die „bösen“ in diesem Buch in Stücke reißen. Es wirkt extrem realistisch und besticht einfach durch sein Gefühl. Man kann alles so gut nachfühlen und das macht es so gut.

Einen Punkt hätte ich mir anders gewünscht, aber gut, man kann ja nicht immer alles bekommen, was man will. Insgesamt aber bin ich echt begeistert von diesem Buch und ich hoffe wirklich, dass es die Menschen zumindest ein wenig zum Nachdenken bringt und die Frauen, die dieses Buch lesen erkennen, dass sie eben nicht dieses Spiel mitspielen müssen. Sie müssen nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen, sie müssen sich nicht so verhalten, wie „die“ es wollen und sie haben ein Recht darauf, ihr Leben so zu leben und zu gestalten, wie sie es wollen!

Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl