Leserunde zu "Tell me three things" von Julie Buxbaum

Manchmal reicht eine kleine Prise Glück!
Cover-Bild Tell me three things
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Julie Buxbaum (Autor)

Tell me three things

Wenn das Glück in deinem Postfach liegt ...

Anja Malich (Übersetzer)

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 14.05.2018 - 10.06.2018
  2. Lesen 25.06.2018 - 15.07.2018
  3. Rezensieren 16.07.2018 - 29.07.2018

Bereits beendet

Nach ihrer ersten Woche an der Privat-Highschool in Los Angeles zweifelt Jessie daran, dass sie hier hingehört. Ihr scheint einfach nichts zu gelingen. Doch da ekommt sie eine E-Mail von jemanden, der sich Mr. Glück nennt ...

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Ihr wollt wissen, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer für eine Leserunde auswählen? Dann schaut in unseren FAQs vorbei, hier für euch der direkte Link zum Thema Leserunden. Erfahrt dort auch, was einen guten Leseeindruck ausmacht.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 28.07.2018

Ein Buch, das mich begeistern und überzeugen konnte

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Meine Meinung:
Ich habe mich bei diesem Buch sofort in das Cover verliebt. Der helle Hintergrund mit der grauen „Schrift“ und der Titel und die Waffeln im Vordergrund. Ich habe mich genau aus diesem Grund ...

Meine Meinung:
Ich habe mich bei diesem Buch sofort in das Cover verliebt. Der helle Hintergrund mit der grauen „Schrift“ und der Titel und die Waffeln im Vordergrund. Ich habe mich genau aus diesem Grund auch super gefreut, als ich die Zusage zur Leserunde bekommen habe. Und dieses Buch hatte durchaus einiges zu bieten, was genau erzähle ich euch jetzt:

Cover:
Wie schon gesagt finde ich das Cover wirklich toll. Ich mag die farbliche Gestaltung und auch so passt das Bild perfekt zur Geschichte. Die Waffeln machen das ganze irgendwie verspielt und locker und die Schrift im Hintergrund ist ein toller Hinweis auf den Inhalt. Alles in allem wirklich gut gelungen.

Der Schreibstil:
Die Autorin hat einen wirklich leichten, lockeren und flüssigen Schreibstil. Man merkt kaum wie die Seiten vergehen und plötzlich ist das Buch schon wieder fast vorbei. Ich konnte mir die Geschichte wirklich gut vorstellen und hatte ständig Bilder im Kopf (vor allem an Jessies erstem Schultag an der neuen Schule). Da das Buch teilweise als „Mailverlauf“ geschrieben ist war es ganz neu für mich aber ich fand es super spannend. Auch wenn die Geschichte nicht wirklich typisch spannend ist konnte ich es kaum aus Hand legen und wollte unbedingt herausfinden wer SN ist. Aber nicht nur das, mit der aufgelockerten Schreibweise hat es die Autorin geschafft mich völlig für das Buch zu gewinnen und mit den Charakteren mitzuleiden bzw. mich einfach gut in sie hineinzuversetzen. Die Highschool konnte ich mir durchaus gut vorstellen und auch sonstige Umgebungen sind ausführlich und gut beschrieben ohne zu viel zu verraten.

Die Charaktere:
Jessie, auch J genannt, ist nicht perfekt und das merkt man auch. Sie macht Fehler und kommt erst viel zu spät überhaupt drauf, dass sie etwas falsch gemacht hat. Sie hat mit einigen Problemen zu kämpfen und findet sich nicht so wirklich in der neuen Heimat ein. Jessie war mir eigentlich von Anfang an sympathisch und ich habe mit ihr gemeinsam mitgefiebert. Aber auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Sie sind zwar nicht alle nett aber doch gehören sie alle dazu und ohne sie wäre es nicht das Gleiche gewesen. J entwickelt sich meiner Meinung nach sehr gut im Verlauf des Buches. Am Anfang noch komplett negativ eingestellt, findet sie doch wieder sehr viele positive Faktoren in ihrem Leben und lebt sich letzten Endes auch mehr oder weniger ein.

SN, nein ich verrate nicht wer es ist, fand ich super als Charakter. Sehr mysteriös und trotzdem wahnsinnig hilfreich. Ohne SN hätte sich Jessie wohl nie so einfinden können. Ich hatte etwa ab Mitte des Buches eine Vermutung wer SN ist und letzten Endes lag ich damit richtig, wichtig finde ich aber, dass es bis zum Ende ein Geheimnis bleibt und so die Spannung und das miträtseln wirklich viel Spaß garantieren.

Die Geschichte:
Hach die Geschichte rund um Jessie. Die Geschichte ist nichts neu Erfundenes aber trotzdem auf ihre eigene Art und Weise etwas Besonderes. Bei gewissen Dingen konnte man sich wirklich nie sicher sein was dahintersteckt und irgendwie konnten mich manche Wendungen auch ein wenig überraschen. Trotzdem finde ich die Story sehr plausibel und am Ende macht auch definitiv alles Sinn. Ich hätte mir dennoch ein ausführlicheres Ende gewünscht, denn irgendwie wirkt die Geschichte so abgewürgt. Als würde etwas fehlen. Da hätte die Autorin meiner Meinung nach noch ein bisschen was rausholen können, evtl. durch einen längeren Epilog oder einfach durch ein zusätzliches Kapitel. Trotzdem eine super Geschichte die mich durchaus begeistern konnte.

Empfehlung:
Wer nicht so auf Teenie-Lovestories steht sollte hier nicht zugreifen, aber jeder der nichts gegen ein bisschen Klischee und eine Highschool-Geschichte hat wird auch an Jessies Geschichte Gefallen finden.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch, dass mich zwischendurch überraschen aber auch begeistern konnte.

Veröffentlicht am 16.07.2018

Ich nenne dir drei Dinge

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„Die Sache mit E-Mails ist die: Wenn ich jemandem persönlich gegenüberstehe, würde ich nie so reden. Vulgär. Zweideutig. Als wäre ich die Sorte Mädchen, die solche Witze machen würde. Eine, die angesichts ...

„Die Sache mit E-Mails ist die: Wenn ich jemandem persönlich gegenüberstehe, würde ich nie so reden. Vulgär. Zweideutig. Als wäre ich die Sorte Mädchen, die solche Witze machen würde. Eine, die angesichts einer Person männlichen Geschlechts lässig die Haare zurückwirft und drauflosflirtet und die, wenn es dazu käme, selbstverständlich wüsste wie man weitergeht als küssen.“

Wenn man irgendwo neu ist, ist das zunächst nie leicht. Alle kennen sich bereits und man muss erst einmal irgendwo Anschluss finden. Jessie befindet sich gerade in einer solchen Situation. Nach dem Tod ihrer Mutter, heiratet ihr Vater neu. Sie befindet sich in einer neuen Stadt, wohnt mit einer neuen Familie in einem fremden Haus und geht nun zu einer neuen Schule. Hilfe bekommt sie hier von einem Unbekannten, der ihr anonyme Nachrichten schreibt und ihr Ratschläge gibt. Doch wer ist dieser Unbekannte?

In diesem Buch haben mich diese drei Dinge begeistert:
1. Als allererstes hat mich der Schreibstil fasziniert. Jessie schreibt mit ihrem anonymen Freund häufig Emails und SMS, die Listen mit drei Aufzählungen enthalten. Dinge, die sie übereinander Wissen möchten, oder drei Gedanken, die ihnen kommen. So lernen sie sich viel intensiver kennen und erfahren außergewöhnliche Sachen übereinander. Sie waren höchst amüsant!
2. Die Thematik ist nicht einfach, aber wurde sehr gut behandelt. Es ist mit Sicherheit nicht leicht sich in einer neuen Schule und in einer neuen Familie einzuleben. Da gibt es durchaus auch einmal Reibereien. Das hat auf mich authentisch gewirkt.
3. Jessie als Charakter ist aufgeweckt und unterhaltsam. Dennoch ist sie nicht perfekt. Sie wirkt wie das Mädchen von nebenan, die auch mal unsicher ist und Fehler macht. Ich mag es sehr, wenn eine Hauptperson nicht alles kann.

Drei Dinge, die ich nicht so gut fand:
1. Nach wenigen Kapiteln hatte ich eine gute Idee, wie das Buch enden wird und hatte leider mit allen Vermutungen recht. Es war schade, dass es so vorhersehbar war.
2. Die Geschichte enthält viele Stereotype. Komplett ohne Stereotype kommt ein Buch zwar meistens nicht aus, aber hier waren grenzwertig viele enthalten.
3. Das Ende kam ziemlich abrupt. So gerne hätte ich noch ein oder zwei Kapitel mehr gehabt, die verraten, wie es nun weiter geht.

Von der ersten bis hin zur letzten Seite habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Auch wenn die Handlung zum Teil ziemlich vorhersehbar ist, macht es Spaß Jessie und ihren unbekannten Helfer kennenzulernen. Der Schreibstil führt dazu, dass die sonst einfache Geschichte zu etwas Besonderem wird.

Veröffentlicht am 15.07.2019

EIN ANSPRECHENDER YOUNG-ADULT-ROMAN!

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Spoiler Warnung



In dem Young-Adult-Roman „Tell me three things“ ,von Julie Buxbaum, erstmals erschienen im April 2016, geht es um die Protagonistin Jessie, die auf Wunsch ihres Vaters mit ihm zu seiner ...

Spoiler Warnung



In dem Young-Adult-Roman „Tell me three things“ ,von Julie Buxbaum, erstmals erschienen im April 2016, geht es um die Protagonistin Jessie, die auf Wunsch ihres Vaters mit ihm zu seiner neuen Frau nach L.A. zieht. Dort ist Jessie gezwungen auf eine neue Schule zu gehen und fühlt sich dort alleine, denn alle anderen scheinen sich seit ihrer Kindheit zu kennen. Jessie muss die ersten Tage in dieser Schule alleine meistern und der Leser lernt Jessie als innerlich sehr starkes doch zu anderen Menschen eher schüchternes Mädchen kennen. Den Einstieg in dieses neue Leben erleichtert ihr ein Unbekannter, der ihr unter dem Namen Somebody Nobody (kurz SN) E-Mails schreibt, in denen er ihr von der Schule sowie den Leuten dort erzählt. Diese Konversationen sind sehr unterhaltsam und Jessie findet darin Aufmunterung. Es werden viele Probleme im Laufe des Buches aufgegriffen. Jessie muss den Tod ihrer Mutter verarbeiten, sie muss sie neue Frau ihres Vaters kennen lernen, ein neue Schule besuchen, sich gegen andere Mädchen und Menschen die sie heruntermachen wollen durchsetzen und sie muss die wahre Identität von SN aufdecken und sich mit den möglichen Kandidaten auseinandersetzen. Zudem wird gezeigt, wie Jessie im Laufe des Buches immer erwachsener wird.


Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Die drei Waffeln stehen für mich für die Entwicklung Jessies, die sich im Laufe des Buches zeigt. Zudem spielt die Zahl drei eine ganz bestimmte Rolle im Buch. Auch der Titel „Tell me three things“, zeugt von der Bedeutung der drei. Ich finde es besonders schön, dass der sich auch im Buch wiederfindet. Das SN und Jessie sich gegenseitig immer drei Dinge über sich selbst erzählen. Auch den Untertitel „Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ findet man durch die E-Mails von, die Jessie stets fröhlicher/glücklicher machen wieder.
Das ganze Buch über fiebert man mit und versucht zu erraten wer SN ist. Dadurch wird ein hervorragender Spannungsbogen erzeugt. Immer wieder dachte ich beim Lesen, ich wüsste ganz sicher wer SN ist, doch dann musste ich in den nächsten Kapiteln erfahren, dass ich falsch lag. Zum Ende hin ging für mich die Spannung ein wenig herunter, das ich mir dann fast sicher über die wahre Identität SNs sein konnte. Zusammengefasst, hat der Roman einen, in meinen Augen, sehr guten Spannungsbogen, der bis fast an Ende der Geschichte erhalten bleibt.

Die Geschichte, die erzählt wird ist wundervoll. Sie beginnt mit dem Umzug Jessies, enthält die unterhaltenden Mails von SN, das Durcheinander mit ihren Freundinnen und den Jungen. In meinen Augen sind es die E-Mails, die die Geschichte so interessant machen. Man merkt, wie sie Jessie aufmuntern und es wird deutlich, wie anders Menschen sich doch im Internet verhalten als im echten Leben, beziehungsweise, wie sie sich anders darstellen. Es ist des Weiteren sehr interessant Jessies Entwicklung im Laufe des Buches zu entdecken. Sie wird immer stärker. Auch das sie Probleme in der Beziehung zu ihrem Vater hat ist schön dargestellt, wo dies doch die meisten Jugendlichen haben. Dieses realitätsnahe ist ausschlaggebend für die Geschichte und in meinen Augen sehr wichtig. Es ist schön zu erkennen, dass Jessie „Normal“ ist und nicht eines dieser Mädchen ohne Probleme. Sie findet sich selbst nicht wunderschön, auch so ergeht es den meisten Jugendlichen heutzutage. Sie ist nicht perfekt und auch ihr passieren peinliche Dinge und sie macht Fehler, die länger dauern und nicht eine Sekunde später wieder ausgebügelt sind. All dies finde ich extrem gut beschrieben und mach die Geschichte auch überzeugender, dass sie wirklich mal einem Mädchen so passiert sein könne. Auch wenn die E-Mails von SN wahrscheinlich über einen anderen Dienst verrichtet werden.

Die Figuren sind allesamt sehr authentisch. Wie oben schon erwähnt, ist dies, so denke ich persönlich, ein Produkt der realitätsnahen Arbeiten. Besonders Jessie wird durch ihre eigenen Zweifel und ihre „Schwächen“ sehr sympathisch. Sie ist stark, da sie sich diese eingesteht und versucht sich zu verbessern. Sie wird, wie oben schon angesprochen, immer erwachsener und ihre Veränderungen sind allesamt zu positiven. Sie wird selbstbewusster und lernt auch einmal ihren Willen durchzusetzen und sich selbst so zu lieben wie man ist und sich nicht immer mit anderen zu Vergleichen. SN ist natürlich auch eine sehr wichtige Persönlichkeit im Buch. Ihn finde ich als SN zwar sehr sympathisch, weil er stets lustig ist und Jessie auf eine humorvolle Art und Weise aufmuntert. Dennoch finde ich den Unterschied zwischen, wie er Jessie im Alltag begegnet und wie er sich dort verhält im Vergleich zu den E-Mails etwas zu stark. In meinen Augen ist dies leider nicht so realistisch, verleiht der Geschichte natürlich aber einen ganz anderen Touch.

Das Thema des Buches, ein Mädchen/Jugendliche zu beschreiben, die mit der Zeit erwachsen wird und sich vielen Problemen annehmen muss ist in meinen Augen komplett getroffen. Jessies Entwicklung wird realistisch dargestellt und ich hätte mir keine bessere Umsetzung, in der SN und ein so toller Handlungsverlauf inbegriffen sind vorstellen können.
Der Schreibstil ist wundervoll. Er ist flüssig und man bleibt an keiner Stelle des Buches hängen, weil der Schreibstil daran schuld ist. Der Sprache ist jugendlich und damit sehr passend zum Buch, da es auch um Jugendliche geht. Auch die E-Mails sind toll geschrieben und verdeutlichen einmal mehr, wie flexibel die Autorin mit der Sprache umgehen kann und ihren Schreibstil an bestimmte Situationen anpassen kann.


Alles in Allem verspricht dieses einzigartige Buch „Tell me three things“ von Julie Buxbaum unübertrefflichen Lesespaß, es lässt einen mitfiebern und hält einen jeden Leser gefangen. Es greift die typischen Probleme Jugendlicher auf, wie Liebe, Mobbing usw. doch erzählt es auch von der Verarbeitung eines Todesfalls und den Problemen mit einem Umzug und einer neuen Familie. Die Autorin hat einzigartige Charaktere erschaffen und eine wundervolle Geschichte daraus gesponnen.

Veröffentlicht am 28.07.2018

Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

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Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

Klappentext:

An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. ...

Rezension zu „Tell me three things – Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ von Julie Buxbaum

Klappentext:


An ihrem ersten Tag an der neuen Highschool geht für Jessie Holmes einfach alles schief. Und dabei ist ihr Leben gerade sowieso schon kompliziert genug. Da bekommt sie eine anonyme E-Mail mit Ratschlägen, wie sie den Schulalltag überstehen kann. Sie hat zwar keine Ahnung, wer dahintersteckt, aber trotzdem beschließt sie, die Tipps zu befolgen. Und Nachricht für Nachricht verliebt sie sich mehr in den Absender. Doch wer ist der Unbekannte, der ihr Herz immer wilder schlagen lässt?

Meine Meinung:

„Tell me three things“ ist eine unterhaltsame Lektüre, die man am Ende nicht aus den Fingern legen möchte und sich noch ein paar weitere Kapitel wünscht.

Ich war von Beginn an sehr gespannt auf das Rätselraten, wer der unbekannte E-Mail-Verfasser ist. Das war einer der Grunde, wieso ich so gerne an der Leserunde teilnehmen wollte. Es hat aber auch schon beim Cover angefangen: Die Waffeln darauf haben mich neugierig gemacht, was sie wohl zu bedeuten haben könnten. Der Titel spielt auf die Konversationen von Mr. Unbekannt und Jessie an. Im Laufe der Geschichte wird die Wahl des Titels und des Covers aufgeklärt, diese Verbindung hat mir besonders gefallen. Ich finde es interessant, welche Gedanken hinter dem Cover oder dem Titel stecken können, was der Autor sich dabei gedacht haben könnte und freue mich, wenn es im Buch aufgeklärt wird.

Es war mein erstes Buch, dass zum Teil aus E-Mails oder Textnachrichten bestand – in diesem Ausmaß. Und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein. Die Mischung mit „normalen“ Kapiteln und diesen Mails ist Julie Buxbaum sehr gelungen. Ich habe immer dem nächsten Mailkontakt entgegengefiebert und mal auf die nächsten Seiten geluschert beim Lesen, ob nicht bald eine neue Mail kommt und mich dann gefreut und schneller gelesen. Ihr Schreibstil ist insgesamt sehr locker und leicht zu lesen. Ist man erst einmal in die Geschichte vertieft, möchte man gar nicht aufhören.

Jessie hat es nicht leicht in ihrem Leben: Sie verliert einen wichtigen Menschen, ihr Vater heiratet eine ihr unbekannte Frau, sie bekommt zudem noch einen Steifbruder vorgesetzt und zieht Hals über Kopf in eine neue Stadt mit neuer Schule und vielen neuen Mitschülern, die sich schon lange kennen – sie ist die Neue. Genau in diesem schwierigen Moment tritt Somebody Nobody in ihr Leben. Und das Rätsel Raten geht für den Leser los. Im Laufe der Geschichte treten immer mehr Leute in den Fokus – sei es der unnahbare und mysteriöse Ethan, der beliebte Mitschüler und Sohn ihrer Chefin Liam oder ihr Stiefbruder Theo oder jemand ganz anderes -, man erfährt mehr über Somebody Nobody und versucht ihn – oder vielleicht auch sie - zu enttarnen. Dieser Part der Geschichte hat mir besonders viel Spaß gemacht. Man hatte von Anfang an eine Vermutung, natürlich wie immer einen Wunsch, wer doch bitte der anonyme E-Mail-Verfasser sein sollte und am Ende wird man trotzdem überrascht, meiner Meinung nach. Denn für mich war nie zu 100% klar, wer SN ist, ich hatte meine Vermutungen und lag damit am Ende auch richtig, aber es war bis zum letzten Kapitel offen, wer es denn wirklich ist.

Man verfolgt Jessie, wie sie dieses neue Kapitel in ihrem Leben durchlebt. Es wird dabei viel mit den typischen Klischees gespielt. So dass ich ehrlich gesagt nach den ersten Kapiteln noch nie ganz so begeistert war, da ich mir nicht sicher war, ob es nicht so ein typisches Jugendbuch ist. Ein Buch, dass alle Klischees aufgreift und nichts Eigenes entwickelt. Ich konnte mich dadurch nicht ganz so gut in Jessie hineinversetzten, ihren Gedanken nicht immer zustimmen. Aber das hat dem Buch keinen Verlust gebracht. Denn im Laufe der nächsten Kapitel war ich immer begeisterter und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Es gibt unfassbar viele interessante Nebencharaktere, die man immer näher kennenlernt: ihre beste Freundin Scarlett, die in Chicago zurückgeblieben ist, immer für sie da ist und auch mit dem Umzug zu kämpfen hat, ihr neuer Stiefbruder Theo, der eigentlich sehr zufrieden mit seinem Leben war, ihre Stiefmutter, die eine Karrierefrau ist und ihr bestes versucht, ihr Vater, der auch mit dem ganzen Wandel zu kämpfen hat, Ethan, der unnahbare Mitschüler, den sie bei einem Schulprojekt näher kennenlernt, Liam, der beliebte Mitschüler mit der beliebten Freundin, … .

Insgesamt war es eine schöne Mischung, aus emotionalen Momenten, humorvollen Augenblicken und einer Portion Spannung beim Rätsel raten. Ich hätte mir am Ende gerne noch einen kleinen Ausblick auf die Zukunft gewünscht. Aber eine Fortsetzung ist ja nicht zwingend unmöglich.

Es war ein unterhaltsames Buch, mit einem ganz tollem Schreibstil, das ein paar Kapitel gebraucht hat, um mich zu überzeugen. Aber am Ende hat es das geschafft.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Teenie-Romanze und viel mehr

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Jessie leidet so sehr unter dem Tod ihrer Mutter, dass sie auch nach zwei Jahren die Tage zählt, seit ihrem großen Verlust. Da ist es überhaupt keine Hilfe, dass ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen ...

Jessie leidet so sehr unter dem Tod ihrer Mutter, dass sie auch nach zwei Jahren die Tage zählt, seit ihrem großen Verlust. Da ist es überhaupt keine Hilfe, dass ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen stellt: er hat erneut geheiratet, und die beiden werden weit weg ziehen, nach Kalifornien. Jessie muss nun auch ihr Zuhause und ihre beste Freundin zurücklassen.

Sie zieht zu ihrer reichen Stiefmutter, und zu einem Stiefbruder, der seinen verstorbenen Vater vermisst, und sich an den Familienzuwachs stört. Sie besucht nun eine neue Schule, eine teure Privatschule. Jessie kann sich nicht vorstellen wie sie sich durch den Dschungel dieser neuen Schule kämpfen soll. Da bekommt sie eine anonyme Nachricht. SN (somebody nobody) bietet ihr an, dass er ihr helfen kann, sich an der neuen Schule zurechtzufinden. Jessie ist erst kritisch; will jemand sich auf ihre Kosten einen Spaß erlauben? Oder ist dieser anonyme Kontakt sogar gefährlich? Aber da sie Hilfe braucht, lässt sie sich darauf ein. SN und Jessie tauschen mehr und mehr Nachrichten aus. Sie haben einiges gemeinsam. Zu ihren regelmäßigen Nachrichten gehört auch die Aufzählung von drei Dingen, die sie dem anderen von sich erzählen wollen – darum der Titel dieses Buchs.

Einerseits ist das Buch jugendgemäß, an manchen Stellen witzig, und es macht Spaß es zu lesen. Jessie ist sehr sympathisch, und der Leser fühlt mit bei der Bewältigung ihrer Trauer und der schweren Anfangszeit in ihrer neuen Schule. Sie wächst an den Herausforderungen, und sie entdeckt wie sie selbst eine bessere Freundin und Tochter sein kann.

Andererseits ist es wohl nicht empfehlenswert auf eine anonyme Bekanntschaft einzugehen. Auch wenn bei Jessie alles gutgeht, kann das heutzutage sehr gefährlich sein. An einigen Stellen wird auch in einer nicht altersgerechten Weise über Sexualität gesprochen. Ein Nachteil ist auch, dass das Ende schon bald für die meisten Leser vorhersehbar ist.

Fazit: Durch den Wechsel zwischen Erzählung und Textnachrichten, ist das Lesen aufgelockert und macht Spaß. Es werden wichtige Botschaften vermittelt, daneben werden aber Gefahren verharmlost.