Leserunde zu "Berchtesgaden" von Carolin Otto
Deutschland zur Stunde Null
Berchtesgaden
Roman. Deutschland zur Stunde Null - das eindringliche Panorama einer Gesellschaft im Umbruch
Berchtesgaden im Mai 1945. Die Lieblingsstadt des Führers kapituliert, die US-Amerikaner übernehmen die Regierung. Als die 19-jährige Sophie eine Stelle beim Military Government antritt, wird sie mit der Wahrheit über die deutschen Verbrechen konfrontiert. Sie trifft dort Menschen, die den Blick auf ihre Familie verändern. Da ist ihr Chef, der jüdische Emigrant Frank Rosenzweig, der auf Nachricht überlebender Verwandter hofft, und seine Freundin, die glamouröse Kriegsreporterin Meg. Der einst zum Tode verurteilte Bürgermeister Rudolf Kriss. Und der schwarze GI Sam, in den Sophie sich verliebt. In Berchtesgaden kreuzen sich ihre Wege auf schicksalhafte Weise ...
Timing der Leserunde
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Bewerben 24.11.2025 - 14.12.2025
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Lesen 12.01.2026 - 31.01.2026
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Rezensieren 01.02.2026 - 15.02.2026
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Abschnitt 1, KW 3, Seite 1 bis 181, inkl. Kapitel 21 bis 18.01.2026
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Abschnitt 2, KW 4, Seite 182 bis 360, inkl. Kapitel 39 bis 25.01.2026
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Abschnitt 3, KW 5, Seite 361 bis Ende bis 31.01.2026
Schlagworte
Teilnehmer
Diskussion und Eindrücke zur Leserunde
Eure Lieblingsstellen/zitate
UnaReads
Mitglied seit 02.11.2020
Veröffentlicht am 15.01.2026 um 20:53 Uhr
"Waren sie nicht zufrieden gewesen mit all dem, was sie bereits hatten? War es nicht genug gewesen? Nein, es war nie genug. Mehr! Mehr! Wachstum! Das war das Problem der Menschen. Sie waren dumm. Dumm und gierig. Das wird einmal der Untergang der Menschheit sein, dachte Sam. "
-S. 66
Ein zeitloses Zitat. Genau das denke ich mir über uns Menschen auch ganz oft....
cldwllnk
Mitglied seit 24.06.2024
Veröffentlicht am 17.01.2026 um 15:52 Uhr
UnaReads schrieb am 15.01.2026 um 20:53 Uhr
"Waren sie nicht zufrieden gewesen mit all dem, was sie bereits hatten? War es nicht genug gewesen? Nein, es war nie genug. Mehr! Mehr! Wachstum! Das war das Problem der Menschen. Sie waren dumm. Dumm und gierig. Das wird einmal der Untergang der Menschheit sein, dachte Sam. "
-S. 66
Ein zeitloses Zitat. Genau das denke ich mir über uns Menschen auch ganz oft....
Wirklich sehr passend besonders in der heutigen Zeit 💯
cldwllnk
Mitglied seit 24.06.2024
Veröffentlicht am 17.01.2026 um 16:09 Uhr
Er hatte in der Haft gelernt, seine innere Freiheit zu bewahren. Das war schwierig, denn man durfte der Angst nur so viel Platz geben, wie man brauchte, um sie zu erkennen und zu stellen.
S. 53
Veröffentlicht am 18.01.2026 um 19:12 Uhr
Seite 66
Die Deutschen: ein Volk also, das doch vor dem Krieg alles gehabt hatte. Reich und modern und kultiviert. Warum um Himmels willen hatten sie den Krieg angefangen? Waren sie nicht zufrieden gewesen mit all dem, was sie bereits hatten? War es nicht genug gewesen? Nein, es war nie genug. Mehr! Mehr! Wachstum! Das war das Problem der Menschen. Sie waren dumm. Dumm und gierig. Das wird einmal der Untergang der Menschheit sein, dachte Sam.
Seite 67
Geld und Macht verdarben die Menschen. Die wenigsten konnten damit umgehen, sondern glaubten, dass dies ihr gutes Recht sei.
Seite 95
Meg holte aus und landete einen kraftvollen Schwinger mit geballter Faust mitten in Archies Gesicht. Seine Nase fing an zu bluten, er hielt sich das Gesicht, und Rosie fing an zu schreien. Meg drehte sich um und verschwand nach New York.
Seite 113
"Wissen Sie, was für mich der wahre Triumph ist? Ich bin ein französischer Jude. Parisien. Ich stehe hier und trinke Champagner im Haus des Mannes, der alle Juden umbringen wollte. Aber jetzt bin ich da, und er ist tot. Darauf möchte ich anstoßen."
Seite 116
Diesmal hatten es Sam Cork und Paul Tucker darauf angelegt. Es war Pauls Impuls gewesen. Wann, wenn nicht jetzt. Bisher hatten sie sich immer brav an die Regeln gehalten, die unter der Hand ausgegeben worden war...
Sie freuten sich, dass sie es einfach probiert hatten, selbst wenn es nicht funktioniert hatte.
Seite 118
Sam schwang sich vom Bett, und einem plötzlichen Impuls folgend schleuderte er das Buch mit aggressivem Schwung in die Luft. Es knallte an die Decke und landete mit den offenen Seiten nach unten auf dem Boden des Bunkers.
Veröffentlicht am 18.01.2026 um 21:15 Uhr
S.113 "Hitlers ass sat on that!"schrie er, rot vor Begeisterung, und sein Kumpel schleppte das passende Waschbecken daazu ab.
passend zum alten:- "auf dem Klo fühle ich mich wie Hitler, braune..."
Veröffentlicht gestern um 11:34 Uhr
(Kapitel 28):
Und das Dritte Reich - wie jede totalitäre Herrschaft - hatte den kleinen Geistern wie ihm unzählige Gelegenheiten geboten, herrische und tödliche Impulse auszuleben, die sie sonst - bestenfalls - an ihrer Frau, Kindern, Haustieren hätten abreagieren können.
........ich fürchte, dieses Zitat ist auch bei manchen Menschen heute immer noch aktuell....leider....
Veröffentlicht gestern um 13:15 Uhr
Lundi schrieb gestern um 11:34 Uhr
(Kapitel 28):
Und das Dritte Reich - wie jede totalitäre Herrschaft - hatte den kleinen Geistern wie ihm unzählige Gelegenheiten geboten, herrische und tödliche Impulse auszuleben, die sie sonst - bestenfalls - an ihrer Frau, Kindern, Haustieren hätten abreagieren können.
........ich fürchte, dieses Zitat ist auch bei manchen Menschen heute immer noch aktuell....leider....
boah .ja, du hast da leider recht. Weltfrieden ist ein Ding der Unmöglichkeit bei sadistischen, fiesen Tendenzen in jedem einzelnen