Leserunde zu "Bring Down the Stars" von Emma Scott

Herzzerreißend und authentisch
Cover-Bild Bring Down the Stars
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Emma Scott (Autor)

Bring Down the Stars

Inka Marter (Übersetzer)

Die emotionalste Love-Story des Jahres!



College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, spürt sie in Westons Nähe eine unerklärliche Anziehung. Die beiden Freunde verstricken sich mehr und mehr in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht auf einmal mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...



"Am Ende der Geschichte fühlte ich mich, als würde ich Abschied von geliebten Freunden nehmen. Ich will sie nicht gehen lassen, ich will nicht ohne sie leben!" Rezension auf GOODREADS



Auftaktband des "Beautiful-Hearts"-Duetts

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 30.09.2019 - 20.10.2019
  2. Lesen 04.11.2019 - 24.11.2019
  3. Rezensieren 25.11.2019 - 08.12.2019

Bereits beendet

Die emotionalste Love-Story des Jahres!

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Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 07.12.2019

"Ich legte die Stirn auf das Lenkrad mit dem Gefühl, erneut vor Hunderten von Leuten auf der Bahn zu stürzen und nicht wieder aufstehen zu wollen."

4

Normalerweise fasse ich am Anfang einer Rezension den Inhalt des Buches zusammen. Heute nicht. Denn "Bring Down the Stars" von Emma Scott hat so einen starken, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, ...

Normalerweise fasse ich am Anfang einer Rezension den Inhalt des Buches zusammen. Heute nicht. Denn "Bring Down the Stars" von Emma Scott hat so einen starken, bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, dass ich ihnen zuerst von meinen Gefühlen erzählen will. Ich finde es ein Verbrechen wie das Buch endet. Ich brauche unbedingt den nächsten Teil. Jetzt! Es sind so viele Fragen offen die ich beantwortet haben will. Und ich weiß nicht ob sie dieses Gefühl kennen, aber ich habe Angst das meine Gedanken sich selbstständig machen und die Geschichte so weiterspinnen wie ich es gerne hätte, ich aber im Endeffekt beim nächsten Teil des Buches enttäuscht werde, weil es anders verläuft als ich es mir vorgestellt habe. Ich kann es nicht in Worte fassen, aber ich liebe dieses Buch, auch wenn es mich verrückt macht, wie es endet. Es ist auf jeden Fall seine 5 von 5 Sterne wert. Im weiteren werde ich noch genauer erklären warum.

Die beiden wichtigsten Charaktere die im Buch zuerst vorgestellt werden sind Weston (auch Wes genannt) und Connor. Auch wenn sie praktisch genau das Gegenteil von einander sind, werden sie beste Freunde. Connor, aus reichem Hause stammend, mit seiner fröhlichen, vergnügten Art im Gegensatz zu Wes, der still und ernst ist und schon in seiner Kindheit von seinem Vater verlassen wurde. Diese beiden Charaktere werden finde ich sehr gelungen in einem Flashback vorgestellt. Weiter geht die Geschichte dann im Jetzt und zwar aus der Sicht von Autumn. Das ganze Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Autumn und Weston erzählt was meiner Meinung nach gut gewählte Perspektiven sind.
Ein Großteil des Buches dreht sich um Autumn. Denn entweder ist die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt oder aus der von Weston der Autumn vergöttert. Das ist auch das Dilemma. Die beiden Freunde, sowohl Wes als auch Connor, verlieben sich in Autumn. Connor ist der mit dem sie im Endeffekt zusammen kommt. Und als wäre das noch nicht schon strapazierend genug für die Freundschaft schreibt Wes Autumn in Connors Namen auch noch poetische Nachrichten!
Das ist auch ein weiterer Aspekt der mir sehr gut an dem Buch gefällt. Die Gedichte! Ich will nicht spoilern, aber ich finde sie fantastisch.
Auch gibt es in dem Buch einige realistische und gut gemachte Wendungen. Diese werden auch durch den tollen Schreibstil der Autorin unterstützt.
Aber womit die Geschichte natürlich lebt, ihre absoluten Highlights, sind die Charaktere. Ich finde niemandem in diesem Buch unrealistisch dargestellt. Sie sind alle wie echte Menschen die einem wirklich begegnen könnten. Manche haben eine schwere Vergangenheit, andere haben sehr viele Sorgen in der Gegenwart. Das Buch ist durchaus manchmal traurig aber ich finde die Autorin dosiert das sehr gut. Am meisten sind mir doch während der Geschichte Weston und Autumn ans Herz gewachsen.

Irgendwie denke ich ich sollte noch irgendwas bemängeln. Das einzige was es gibt ist das Cover. Ich finde es zwar sehr hübsch, aber für mich gibt es einfach keine Verbindung zum Buch. Aber das finde ich eigentlich gar nicht mal so schlimm, die fantastische Geschichte macht alles wieder wett:)

Ihr habts wahrscheinlich schon gemerkt. Das Buch hat mich hingerissen. Ich weiss schon an wen ich es an Weihnachten verschenken werde, und hoffe ihr wird es genauso gut gefallen wie mir. Dieses Buch finde ich auf jeden Fall weiterempfehlenswert und es hat seine 5/5 Sternen definitiv verdient.

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Veröffentlicht am 29.11.2019

Verliert Gefühl auf halber Strecke

4

Emma Scott hat mit ihrem „All-In“-Duett wirklich auf dem deutschen Buchmarkt eingeschlagen. Es gab auch kritische Stimmen, wo gibt es die auch nicht?, aber im Grunde haben die meisten Seen voll geweint, ...

Emma Scott hat mit ihrem „All-In“-Duett wirklich auf dem deutschen Buchmarkt eingeschlagen. Es gab auch kritische Stimmen, wo gibt es die auch nicht?, aber im Grunde haben die meisten Seen voll geweint, weil die Geschichte von Kacey, Jonah und Theo einen einfach nur einnehmen konnte. Um die Wartezeit zu neuem Stoff von Scott zu überbrücken, wurde mit „The Light in Us“ ein älteres Werk veröffentlicht, das mir ebenfalls gefallen hat. Mit „Bring Down the Stars“ ist aber nun ein gänzlich neues Werk, eins also, dass nach dem riesigen Erfolg von „All In“ geschrieben wurde und eins, das eng mit einem privaten Schicksalsschlag der Autorin verbunden ist. Wie schlägt sich Scott also in dieser neuen Situation?

Die Grundidee von „Bring Down the Stars“ hat mir unheimlich gefallen. Im Grunde bin ich zwar kein Fan von Dreiecksgeschichten, aber von Anfang an hat man doch gemerkt, dass es nur eine wahre Liebesgeschichte gibt, so dass ich damit gut leben konnte. Richtig vielversprechend fand ich, dass es einen Schwerpunkt auf Gedichte, also die Kraft der Sprache, geben sollte. Als Germanistin natürlich immer gerne gesehen. Die Ansätze waren auch wunderbar, wie eben die Kurzgeschichte, mit der der Roman eingeläutet wurde. Auch die präsentierten Gedichte waren schön, doch insgesamt muss ich abschließend sagen, dass die Thematik nicht konsequent genug durchgezogen wurde.

Am Anfang konnte ich mich auch unheimlich gut in die Charaktere einfinden, sogar in Connor, der gar keine eigene Perspektive erhält. Autumn war zwar ein wenig die Naive, aber dennoch hat man bei ihr etwas Tiefergehendes gespürt. Wes überstrahlt das alles natürlich, weil man merkt, dass er eine gequälte Seele hat, bei der es viel zu entdecken gibt. Es ist schon sehr berührend, bei ihm nach und nach alle Schichten aufzudecken. Ich konnte mich wirklich großartig in ihn hineinversetzen. Doch irgendwann gab es in der Geschichte einen Bruch.

Die Thematik für diesen Bruch will ich an dieser Stelle nicht spoilern, sie selbst möchte ich auch gar nicht kritisieren, weil sie etwas Tiefgründiges hat, die NA-Geschichten im Prinzip nur bereichern kann, wenn sie denn richtig angepackt wird. Hier hat sie jedoch die Handlung ausgebremst. Alles wurde umgeschmissen und auf einmal wurde im Erzähltempo so auf die Tube gedrückt, dass leider dabei sämtliches Gefühl verloren ging. Die Charaktere haben ihr Profil verloren und damit hat eben auch die Liebesgeschichte gelitten.

Abschließend gibt es einen fiesen Cliffhanger, aber aus der enttäuschten Bewertung heraus ist meine Neugier auf die Fortsetzung nicht sonderlich groß. Ich werde die Dilogie beenden, zumal ich Scott eben für eine geniale Autorin halte, aber mit dem Auftakt konnte sie die Erwartungen nicht bestätigen.

Fazit: „Bring Down the Stars“ hat wunderbar angefangen, weil die Poesie der Sprache und die Charaktere im Umgang miteinander stimmten. Doch leider gab es in der Handlung einen Bruch. Gerade in den entscheidenden Szenen zum Schluss hin hat daher das Wichtigste gefehlt: Gefühl, also die Essenz der Autorin Scott.

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Veröffentlicht am 28.11.2019

Ich konnte dieses emotional geladene Werk nicht mehr aus den Händen legen!

3

Ich bin hin und weg von „Bring down the Stars“!!
Emma Scott hat einen so umwerfenden, emotionalen, tiefen und ausgefeilten Schreibstil, ich habe das Buch in einem durchgelesen. Die Autorin hat mich richtig ...

Ich bin hin und weg von „Bring down the Stars“!!
Emma Scott hat einen so umwerfenden, emotionalen, tiefen und ausgefeilten Schreibstil, ich habe das Buch in einem durchgelesen. Die Autorin hat mich richtig gehend verzaubert, sie berührt mich mit ihrer emotional geladenen Geschichte. Ihre komplexen Charaktere wirken so authentisch, ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gelitten und mitgefiebert. Das Besondere an dem Schreibstil ist, dass die Beweggründe der Charaktere und die Gefühle dieser glaubwürdig und nachvollziehbar rübergebracht werden.
Wobei ich zuerst befürchtet hatte, dass es sich in „Bring down the Stars“ um eine typische Dreiecksbeziehung handeln würde, war dies nicht der Fall! Emma Scott hat es geschafft, mir das Dilemma überzeugend wiederzugeben und ohne, dass ich das Gefühl hatte, es wird zu kitschig oder klischeehaft. Autumn verliebt sich aufgrund von Connors Gedichten in ihn, aber sie weiß nicht, dass sein bester Freund Weston, genannt Wres, diese geschrieben hat. Wres selber ist ebenfalls in Autumn verliebt, verschließt diese Gefühle aber in sich, da Connor und sie ein Paar sind. Die drei sind eine tolle Konstellation, da Autumn Connor dabei hilft, an seinen Träumen festzuhalten und sie Wres immer mehr aus seinem Schneckenhaus herausholt.
Kommen wir zu den Charakteren: Mit Autumn hatte ich anfangs einige Probleme, wobei ich nicht genau sagen kann, was es war. Sie ist nett, süß und hat das Herz auf dem rechten Fleck – doch ich konnte anfangs nicht mit ihrer Einstellung zur Liebe warm werden, da ich die doch etwas übertrieben fand. Nachdem ich mit dieser warm geworden bin, konnte ich sie richtig ins Herz schließen.
Weston, auch der Sockenboy genannt, ist ein super ausgearbeiteter Charakter! Er schreibt gerne, hängt es aber nicht an die große Glocke. Der Einstieg in das Buch ist sogar eine Geschichte von ihm, die sehr bewegend ist und ihn sein Leben lang verfolgt. Seine Familie kommt aus ärmeren Verhältnissen und nur dank der Familie seines besten Freundes, kann er aufs Collage gehen. Weston hasst es zu laufen und möchte unbedingt schneller sein als alle anderen. Er gehört eher zur verschlosseneren Sorte Mensch und lässt kaum jemanden an sich heran, dennoch lernen wir ihn dank Autumn und Connor besser kennen.
Connor empfand ich als grenzwertig: er ist Einzelkind und stammt aus gutem Hause. Dennoch ist er nicht ganz abgehoben und hilft seinen Freunden, wo er nur kann. Trotzdem: einmal mochte ich ihn total und dann wieder gar nicht. Er ist kein schlechter Kerl und hat ebenfalls ein hartes Los gezogen, da er die Erwartungen seiner Familie erfüllen soll, obwohl er das gar nicht möchte. Andererseits ist er für seinen besten Freund Wres immer da und steht hinter ihm – egal was kommt. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft; sie sind ein tolles Team.
Natürlich passiert einiges in dem Buch, vieles Unvorhersehbares: Verrat, Misstrauen, Missgunst, Liebe, Glück, Freude und vieles mehr – bis Connor eine alles umfassende Entscheidung trifft, die das Leben der drei komplett verändert.
Ich würde gerne noch so viel mehr schreiben, aber ich habe Angst jemandem zu spoilern. Darum belasse ich es dabei und sag nur noch eins: ich hab mein Herz an Wres verschenkt und glaubt mir, das werdet ihr auch, wenn ihr das Buch lest! Ich kann Band zwei gar nicht abwarten!

Veröffentlicht am 27.11.2019

Ein Buch wie ein Gedicht

3

Eigentlich wollte Autumn, nachdem sie von ihrem Ex betrogen wurde, keine neue Beziehung mehr eingehen. Doch dann begegnet sie dem attraktiven und lebenslustigen Connor. Mit seinem Charme und seinen romantischen ...

Eigentlich wollte Autumn, nachdem sie von ihrem Ex betrogen wurde, keine neue Beziehung mehr eingehen. Doch dann begegnet sie dem attraktiven und lebenslustigen Connor. Mit seinem Charme und seinen romantischen Worten zieht er sie förmlich in seinen Bann. Was Autumn jedoch nicht weiß ist, dass die SMS und Gedichte, die Connor für seine eigenen ausgibt, gar nicht von ihm sind, sondern von seinem besten Freund Weston, zu dem sie sich ebenfalls hingezogen fühlt. Schon bald wird es unmöglich, dem Netz aus Lügen zu entkommen. Und dann trifft Connor auch noch eine Entscheidung, die das Leben aller auf den Kopf stellen wird.

Und wieder einmal hat es Emma Scott geschafft, meine Gefühle auf den Kopf zu stellen, mich zu zerstören und den Tränen nahe zu bringen. Was hier mal wieder wie eine recht einfache Liebesgeschichte anfing steigerte sich zu einem herzzerreißenden Drama voller schöner aber auch schockierender Momente.

Emma Scotts Schreibstil ist so traumhaft. Sie schreibt wahnsinnig poetisch und tiefgründig und doch ließ sich auch dieses Buch wieder wundervoll einfach und schnell lesen. Es war packend und hat mich mitgerissen und es zu unterbrechen verlieh mir schon beinahe Schmerzen, weil ich jedes einzelne dieser Worte so gern gelesen habe.

Und auch die Geschichte war wieder großartig, romantisch, emotional und zerstörerisch. Sie war einmal mehr eine dieser Geschichten, die das Herz berühren und die zumindest mich nicht mehr so schnell los lassen wird. Die verquere Dreiecks-Liebesgeschichte zwischen Autumn und Connor und Weston beginnt noch relativ harmlos, doch mit der Zeit wird sie immer dramatischer. Es entwickelt sich über die Seiten ein Kampf zwischen Gefühl und Moral, Egoismus und Freundschaft. Dabei verstricken sich die beiden Freunde Connor und Weston aus völlig unterschiedlichen Gründen weiter und weiter in ein Lügengeflecht, dass am Ende zu immer gefährlicheren Entscheidungen führt. Großartig sind hier auch Westons Gedichte, die sofort zu Herzen gehen und man wünscht sich die ganze Zeit, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommt, dass alle glücklich werden. Doch auch da hat es Emma Scott geschafft, Spannung zu erzeugen, sie macht es dem Leser nicht leicht und hat immer wieder Wendungen auf Lager, die dazu führten, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Leider ist sie diesem Motto auch am Ende treu geblieben und so ließ sie diesen ersten Teil der Dilogie mit einem Knall enden, der es mir schwer machte, auf den nächsten Band zu warten.

Die Charaktere in diesem Roman sind, wie von Emma Scott gewohnt, wieder einzigartig, vielschichtig und in keinster Weise nullachtfünfzig. Sie alle haben ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen, machen immer wieder Fehler, treffen falsche Entscheidungen und doch handeln sie immer nachvollziehbar, wenn man ihre Persönlichkeiten einmal begriffen hat. Gerade dadurch wirken sie sehr menschlich und real.

Im Grunde war dieser ganze Roman wieder einmal ein einziges, tiefgründiges und emotionales Gedicht über Liebe und Freundschaft und die Abgründe, die auch diese in den Menschen erzeugen können. Es erzählt von falschen Entscheidungen und schönen Gefühlen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert.

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Veröffentlicht am 26.11.2019

Emotionsgeladen und tiefgründig

3

Von der Autorin habe ich bereits den ersten Band der All In-Reihe gelesen. Dieser konnte mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen, aber der Klappentext zur ihrer neuen Dilogie sprach mich sofort an. ...

Von der Autorin habe ich bereits den ersten Band der All In-Reihe gelesen. Dieser konnte mich zwar nicht in allen Punkten überzeugen, aber der Klappentext zur ihrer neuen Dilogie sprach mich sofort an. Ich habe mich sehr gefreut, das Buch lesen zu dürfen. Ich erwartete eine hochemotionale Geschichte und die sollte ich auch bekommen.

Schon der Epilog wurde traurig und emotional geschrieben. In diesem geht es um Weston, der schon in jungen Jahren Enttäuschungen erleben musste. Aber in dieser Zeit lernt er auch seinen besten Freund Connor kennen. Sie kommen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, jedoch unterstützen sie sich gegenseitig. Sie gehen durch dick und dünn. So kommt es auch, dass die beiden auf das gleiche College gehen.

Weston ist ein tiefgründiger Mensch, der seine Worte eher für sich behält oder auf Papier bringt. Auf andere mag er zwar mürrisch wirken, aber tief in seinem inneren steckt viel mehr. Er soll wahrscheinlich als Badboy daherkommen, aber ich habe ihn als wunderbaren Charakter wahrgenommen. Connor dagegen ist von Lockerheit geprägt und hat stets ein Lächeln auf den Lippen. So kommt er auch bei vielen gut an. Ein Sonnenschein, den man gerne als besten Freund hat. Die beiden verbindet eine enge Freundschaft.

Ich habe beide sofort ins Herz geschlossen, da sie auf ihre Art einfach herzlich sind. Aber die Autorin konnte mir auch gut die enge Freundschaft vermitteln.

Auf dem College lernen die beiden Autumn kennen. Wes ist tief beeindruckt von ihr, da sie Worte aus ihm locken kann, die er sonst für sich behält. Autumn fühlt sich jedoch gleich zu Connor hingezogen. Sie will sich aber nicht so schnell auf jemand neues einlassen. Trotzdem lernen sie sich weiterhin kennen. So nimmt die Geschichte ihren Verlauf und die Jungs werden in ein Konstrukt hineingewirbelt, wo sie sich selbst belügen und nicht mehr so schnell hinauskommen.

Autumn ist anfangs eher vorsichtig, aber was auch glaubhaft erscheint. Außerdem ist sie ein tiefgründiger Mensch und will etwas in der Welt bewegen. Auch sie konnte ich in vielen Punkten verstehen und ist passend als Charakter zu den Jungs gestaltet.

Man bekommt auch einen guten Einblick in die Charaktere, da das Buch abwechselnd aus der Sicht von Autumn und Weston geschrieben ist.

Die Geschichte rund um die Protagonisten etwickelt sich nicht zu schnell und so konnte die Autorin die Tragik, die dahinter steckt, sehr schön herausarbeiten. Auch wenn man von außen denkt, warum macht ihr das. Aber wenn man sich wirklich mal in die Lage der Protagonisten versetzt, wie würde man selbst handeln. Ich habe oft mit den Charakteren mitgefiebert und sogar mitgelitten.

Im letzten Drittel konnte man schon ahnen, dass es etwas passieren muss. Ich hatte manchmal schon etwas Angst, was es sein könnte. Aber das so schlimm wird, hätte ich nicht gedacht.

Die ganz große Tragik wartet dann am Ende. Wie kann das Buch nur so enden? Es hat mir fast das Herz zerrissen. Man kann kaum die Tränen zurückhalten. Und dann will man nur eins, wissen wie es weiter geht und das sofort.

Was mir vielleicht bei All In gefehlt hatte, wurde hier sehr gut herübergebracht. Ich konnte die Emotionen und auch den Zwiespalt sowie die Zweifel der einzelnen Charaktere spüren. Die Geschichte geht einfach in die Tiefe. Dies wird untermauert durch die tiefgründigen Gespräche zwischen Autumn und Wes. Aber auch durch die Gedichte von Wes. Einfach sehr schön gestaltet. Emma Scott hat die Charaktere sehr schön herausgearbeitet und sie wirken dadurch natürlich und glaubhaft. Außerdem trägt der emotionale und tiefgründige mit Ideen gespickte Schreibstil zu einem wunderbaren Lesefluss bei.

Eine wirklich herzzerreißende Geschichte, die leider tragisch endet. Dennoch hat mich die Geschichte tief beeindruckt und ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht. Ich habe nur das Gefühl, dass die Fortsetzung noch schmerzvoller wird.

Fazit:
Eine emotionsgeladene Geschichte, die in die Tiefe geht. Die gut herausgearbeiteten Charaktere und auch die tiefgründigen Gespräche und Gedichte machen das Buch zu etwas besonderem. Ich bin schon etwas verliebt in die Geschichte, auch in Wes und Connor. Die Geschichte zerreißt einen fast das Herz und am Ende wird es noch nicht mal wieder zusammensetzt. Da kann man nur hoffen, dass das im Folgeband passiert. Ich kann es kaum abwarten.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an die Lesejury und dem Lyx-Verlag, für die Bereitstellung des Leserundenexemplars.

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