Leserunde zu "Die Liebe, die uns bleibt" von Jenny Eclair

Manchmal reicht eine einzige Nacht, um eine Familie zu zerstören …

Das beeindruckende Porträt einer Familie und eines verhängnisvollen Betrugs, der die Schicksale dreier Menschen jahrzehntelang überschattet

Hinweis: Ihr fragt euch, nach welchen Kriterien wir die Teilnehmer einer Leserunde auswählen und was ihr bei eurer Bewerbung beachten müsst? Dann findet ihr unter unseren FAQs viele nützliche Tipps, und zwar unter der Rubrik Leserunden.

Die Bewerbungen, die ab dem 12.07. zu dieser Leserunde eingereicht werden, haben nur noch die Option "Manuskript" oder "E-Book". Da der Versand an manchen Stellen nicht so reibungslos verlief, wie wir uns das gewünscht hatten, werden wir hier die Option "Buch" erstmal rausnehmen. Alle die, die in ihren vorherigen Bewerbungen "Buch" ausgewählt haben, können uns dann mitteilen, welches Medium sie stattdessen bevorzugen, "Manuskript" oder "E-Book". Das teilt ihr uns dann am besten erst ab dem 24.07. mit, wenn ihr als Teilnehmer für die Leserunde ausgewählt wurdet. Wie bisher erhalten dann alle, die das Manuskript gewählt haben, im Anschluss an die Leserunde und bei aktiver Teilnahme das Buch separat per Post zugesandt. Wenn ihr noch Fragen dazu habt, meldet euch gern bei uns, am besten schreibt ihr dazu eine E-Mail an lesejury@luebbe.de!

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 03.07.2017 - 23.07.2017
  2. Lesen 14.08.2017 - 11.09.2017
  3. Rezensieren 12.09.2017 - 24.09.2017
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Cover-Bild Die Liebe, die uns bleibt
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(30)
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Jenny Eclair (Autor)

Die Liebe, die uns bleibt

Roman

Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig Jahre gelebt hat, werden Erinnerungen wach: an jene glücklichen Tage ihrer ersten großen Liebe und ihre Zeit als junge Mutter. Wehmütig erinnert sie sich auch an ihren Stiefsohn, dessen Namen sie noch immer nicht auszusprechen wagt. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jene Nacht, die das Schicksal ihrer Familie bis heute überschattet. Doch Edwina kennt nicht die ganze Wahrheit - und die wird sie nur erfahren, wenn sie bereit ist, dem Menschen gegenüberzutreten, den sie niemals wiedersehen wollte -

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 15.09.2017

Das Leben von Edwina, liebevoll und warmherzig

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Jenny Eclair ist bekannt für ihren Humor, in Großbritannien ist sie eine sehr beliebte Komikerin.
Mit „Die Liebe, die uns bleibt“ hat sie einen emotionalen und sehr unterhaltsamen Roman geschrieben.
Edwina ...

Jenny Eclair ist bekannt für ihren Humor, in Großbritannien ist sie eine sehr beliebte Komikerin.
Mit „Die Liebe, die uns bleibt“ hat sie einen emotionalen und sehr unterhaltsamen Roman geschrieben.
Edwina lebt allein in einem viel zu großen Haus, das Alter zeigt sich von allen Seiten.
Das Laufen fällt schwer, die Augen haben eine OP hinter sich und das Haus ächzt auch vor sich hin. Der Garten hat schon lange keine Pflege mehr erhalten. Edwina beschließt schweren Herzens das Haus zu verkaufen. Viele schöne, aber auch traurige Erinnerungen schleppt sie mit sich herum.
Man erfährt von ihren beiden Ehemännern, die beide nicht mehr leben. Da sind die Zwillinge Charlie und Rowena, aus der Ehe mit Ollie und Lucas, der Sohn ihres 2. Mannes Dickie.
Voller Liebe und Hingabe ist ihr Herz, wenn sie an Ollie denkt, er war ein gütiger und warmherziger Mann. Dickie hatte auch seine guten Seiten, wenngleich er Ollie nicht ersetzen konnte.
Ein gemeinsames Kind war Dickie und Edwina nicht vergönnt. In der Schwangerschaft hat Edwina das Kind verloren.
1980: Es folgt ein Kapitel über Fern, eine rothaarige Schönheit von 18 Jahren. Sie ist Schauspielstudentin und lebt in einer WG. Ihr Freund James ist eher ein ruhiger und anständiger Mann, der sehr auf Fern achtet, wie sie sich kleidet und verhält. Dann lernt sie Charlie kennen und beginnt mit ihm eine wilde Affäre. Doch Charlie lebt sehr ausschweifend und ist auch Drogen gegenüber nicht abgeneigt.
Es kommt zu einer Katastrophe, eine Cousine von Fern, Elise stirbt an einer Überdosis und Charlie ist der Hauptverdächtige. Lucas, der schon immer einen Hass gegen Charlie hegt, sorgt für dessen Verhaftung. Fern erfährt, dass sie schwanger ist und heiratet ziemlich schnell James.
2015: Man erfährt mehr über Lucas, den verwöhnten Bengel von Barbara, der ersten Ehefrau von Dickie. Barbara sorgt dafür, dass Lucas während seiner ganzen Entwicklung nur das Schlechte von Edwina denkt und wie furchtbar die neue Familie ihres Exmannes ist. Was auch der Grund war, warum Lucas damals für die Verhaftung von Charlie gesorgt hatte.
Lucas wird mit seinen 50 Jahren scheinbar vernünftig, denn er macht sich auf den Weg, um sich mit Edwina auszusöhnen.
Über Rowena erfährt man leider zu wenig im Buch, gerade am Ende der Geschichte hätte ich gerne mehr über ihr Leben gelesen.
Im Buch steckt viel Humor und es liest sich schnell und flüssig. Durch die Kapiteleinteilungen von Edwina, Fern und Lucas baut sich eine Spannung auf und man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Meine Empfehlung ist, die Geschichte recht zügig zu Lesen, da man sonst schnell den Faden verlieren kann.
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, sofern man diese Art der Erzählung mit Rückblicken mag.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Dramatischer und ergreifender Roman mit toll ausgearbeitetem Plot

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Edwina muss ihr Haus aufgeben – die Kinder sind aus dem Haus, der Mann verstorben und sie ist mit dem Haushalt und dem Garten aufgrund ihres Alters wirklich überfordert. Während sie nun das Haus Zimmer ...

Edwina muss ihr Haus aufgeben – die Kinder sind aus dem Haus, der Mann verstorben und sie ist mit dem Haushalt und dem Garten aufgrund ihres Alters wirklich überfordert. Während sie nun das Haus Zimmer für Zimmer durchforstet und Dinge aussortiert, verfällt sie immer wieder in Erinnerungen an ihre bewegtes Leben.
Früh verwitwet, aber immerhin als Illustratorin erfolgreich, neu verheiratet mit einem anstrengenden Stiefsohn und ein schlimmes Schicksal bieten genug Stoff für einige spannende Geschichten…

Das Cover ist meiner Meinung nach traumhaft. Sehr verträumt, sehr liebevoll designed.
Mir hat der Stil der Autorin Jenny Eclair gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig lesen und der unterschwellige Humor ist eine gute Kombination dazu. Allerdings fand ich die Ausführungen hier und da etwas zu langatmig. Mit knapp 500 Seiten ist die Geschichte bis ins letzte Detail erzählt, Kürzungen hier und da hätten dem Lesefluss wohl gut getan.

Die Geschichte wird aufeinanderfolgend aus drei Perspektiven erzählt, die augenscheinlich erst einmal wenig miteinander zu tun haben. Das macht die Geschichte besonders spannend – denn es gibt ein großes Geheimnis, das erst am Ende aufgelöst wird. Und: Nicht alle Protagonisten, deren Perspektive erzählt wird, sind sympathisch. Das war auch mal ganz schön, dass eine Figur sogar nerven kann und man trotzdem wissen möchte, wie es weiter geht.
Die Auflösung kommt dann recht übereilt daher, aber das fand ich gut. Denn über das ganze Buch hinweg gibt es diese unterschwellige Dramatik, die damit ihr Ende findet.

Alles in allem ist das Buch toll, eine dramatische und ergreifende Lektüre mit einer Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die sich über mehrere Jahrzehnte streckt.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Tiefergreifend, berührend schön

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Nach 50 Jahren als Hausbesitzerin entschließt sich Edwina Treadaway dazu ihr Haus zu verkaufen. Denn nach dem Tod ihres zweiten Mannes Dickie, verkommt das große Anwesen immer mehr. Nicht zuletzt, weil ...

Nach 50 Jahren als Hausbesitzerin entschließt sich Edwina Treadaway dazu ihr Haus zu verkaufen. Denn nach dem Tod ihres zweiten Mannes Dickie, verkommt das große Anwesen immer mehr. Nicht zuletzt, weil es Edwina immer wieder an eine Zeit erinnert, die sie sehr schmerzt und welche ihr man auch nicht mehr wiederbringen kann. Der schwarze Schatten der Tragödie die sich abgespielt ab, zieht sich durch jeden Raum des Hauses. Dabei wirkte alles so leicht und lebenswert, als sie gemeinsam mit Ollie, ihrem ersten Mann, das Haus bezog. Sie sah ihre Zwillinge aufwachsen, die Probleme mit Rowena und Charlie und, durch die zweite Heirat, auch mit Stiefsohn Lucas. Doch es wird alles durch ein schreckliches Familiengeheimnis überdeckt und Edwina muss sich mit jemanden auseinandersetzen den sie nie wiedersehen wollte.
Denn als Leser erfährt man aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Enthüllung und erfährt ebenfalls viel über die Hintergründe der Familie.

Jenny Eclair hat einen ganz eigenen Stil Dramatik und Witz zu verpacken ohne den Ernst dabei zu verlieren. Des Weiteren beleuchtet sie ganz explizit aus unterschiedlichen Perspektiven ihre Charaktere, so gibt sie jedem genügend Raum und Platz zum entfalten. Das alles hat dazu beigetragen, dass ich das Buch bzw. Manuskript echt gern gelesen hab.

Mein Dank geht an Bastei Lübbe für die Zusendung dieses wunderschönen Manuskripts und der Losfee von der Lesejury, das ich dabei sein durfte.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Blieb etwas hinter meinen Erwartungen zurück

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Meine Meinung:

Was für ein zauberhaftes Cover. Ich finde es mit den goldenen Details wirklich schön gestaltet.

Als ich die Leseprobe gelesen habe, erwartete ich jedoch etwas ganz anderes von dem Buch ...

Meine Meinung:

Was für ein zauberhaftes Cover. Ich finde es mit den goldenen Details wirklich schön gestaltet.

Als ich die Leseprobe gelesen habe, erwartete ich jedoch etwas ganz anderes von dem Buch als das, was ich letztendlich bekam. Ich bin nicht enttäuscht, weil ich die Geschichte trotz dessen gut fand.

Die Geschichte wird von drei Charakteren erzählt. Das erwartet man nicht gleich. Dabei gibt es auch verschiedene Zeitstränge, die irgendwann gekonnt ineinanderlaufen. Das erwartet man mit der Zeit auch, aber trotzdem bleibt die Frage wie noch recht lange ungeklärt.

Die erste Erzählerin ist Edwina. Ihr Erzählstrang hat mir am besten von allen gefallen. Ich mochte sie recht schnell, auch wenn ich ein wenig gebraucht habe, um hinter die Geheimnisse ihrer Lebensgeschichte zu kommen. Alles ist am Anfang noch sehr verschachtelt, man muss mit vielen Namen klarkommen und weiß nicht so recht auf was die Geschichte hinausläuft. Dieser Strang ist sehr spannend erzählt. Ich habe stets Spaß gehabt ihre Kapitel zu lesen.

Mit Fern, welche die zweite Perspektive schildert, und Lukas, der für die dritte verantwortlich ist, konnte ich mich nicht so schnell anfreunden. Sie waren recht schwer einzuschätzen aber für ein paar Überraschungen gut.

Insgesamt finde ich das Buch aber an vielen Stellen zu lang. Es umfasst über 500 Seiten, denen eine gute Kürzung durchaus gut getan hätten. Es war manchmal etwas zäh.

Der Schreibstil ist mittelmäßig. Am Anfang kam ich sehr gut rein, bis dann die längeren und trockeneren Passagen kamen. Dort war es nicht einfach am Ball zu bleiben. Somit konnte sich auch kein wirklicher Lesefluss einstellen. Gegen Ende wurde es dann aber wieder um einiges spannender. Es gab eine unerwartete Wendung.

Insgesamt war es ein solides Buch, das ein paar Schwachstellen beim Schreibstil und bei den Charakteren aufweist. Trotzdem hat mir die Geschichte an sich gefallen.

Veröffentlicht am 22.09.2017

Leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben

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Cover: Das Cover war der Hauptgrund, weshalb ich auf es Aufmerksam geworden bin, da ich es wirklich wunderschön finde.

Inhalt: Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig ...

Cover: Das Cover war der Hauptgrund, weshalb ich auf es Aufmerksam geworden bin, da ich es wirklich wunderschön finde.

Inhalt: Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig Jahre gelebt hat, werden Erinnerungen wach: an jene glücklichen Tage ihrer ersten großen Liebe und ihre Zeit als junge Mutter.

Wehmütig erinnert sie sich auch an ihren Stiefsohn, dessen Namen sie noch immer nicht auszusprechen wagt. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jene Nacht, die das Schicksal ihrer Familie bis heute überschattet. Doch Edwina kennt nicht die ganze Wahrheit - und die wird sie nur erfahren, wenn sie bereit ist, dem Menschen gegenüberzutreten, den sie niemals wiedersehen wollte ...

Meine Meinung: Bereits die Widmung zu Beginn des Buches fand ich wirklich schön. Jedoch muss ich direkt zu Beginn sagen, dass ich mir von dem Buch etwas mehr erhofft hatte. Edwina mochte ich als Protagonist wirklich sehr gerne, wogegen ich zu Fern gar keinen Bezug hatte. Leider hatte das Buch außerdem einige längen, an denen es bei mir schnell mal zu kleinen Zeilensprüngen gekommen ist. Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch fand ich ihn ganz in Ordnung. Die Namen waren mein größtes Problem, was jedoch natürlich nicht mit in meine Bewertung zählt. Mit Charlie und Rowena hatte ich als absolutes Supernaturalfangirl ein paar kleine Startprobleme, da ich bei den Namen Rowena und Charlie ständig zwei rothaarige, quirlige Frauen im Kopf hatte ?
Da Charlie ein Mann war, war das natürlich nicht gerade praktisch für meine Vorstellungskraft, aber irgendwann hat es dann funktioniert.
Die Perspektivenwechsel mochte ich ganz gerne, da man so etwas mehr über jeden einzelnen erfahren konnte, auch wenn ich den ersten Teil aus Edwinas Perspektive mit Abstand am meisten mochte.
Das Ende war meiner Meinung nach ganz passend zu dem Buch und hat es abgerundet.

Fazit: Ein Buch von dem ich mir leider mehr erhofft hatte, dass jedoch insgesamt ganz gut war.