Leserunde zu "Die Assistentinnen" von Camille Perri

Der Debütroman von Camille Perri.

Gute Mädchen kommen bis ins Vorzimmer, böse Mädchen überallhin.

 

Damit ein Leseabschnitt in einer Woche nicht weniger als 100 Seiten enthalten wird, umfasst die Leserunde zu "Die Assistentinnen" bei 320 Seiten Manuskript dieses Mal 3 statt der üblichen 4 Wochen Lesezeit.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 05.09.2016 - 03.10.2016
  2. Lesen 24.10.2016 - 13.11.2016
  3. Rezensieren 14.11.2016 - 27.11.2016

Bereits beendet

Cover-Bild Die Assistentinnen
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(34)
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Camille Perri (Autor)

Die Assistentinnen

Stefanie Zeller (Übersetzer)

Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 14.11.2016

Nicht so spannend wie erwartet

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Ich habe mich wirklich auf den Roman gefreut, da ich annahm er würde in eine ähnliche Richtung wie z.B. "Sex & The City" oder "Lipstick Jungle" gehen.

Allerdings waren mir die Charaktere in "Die Assistentinnen" ...

Ich habe mich wirklich auf den Roman gefreut, da ich annahm er würde in eine ähnliche Richtung wie z.B. "Sex & The City" oder "Lipstick Jungle" gehen.

Allerdings waren mir die Charaktere in "Die Assistentinnen" alle etwas zu fad und die Protagonistin, die im gleichen Alter wie ich ist, fand ich ziemlich unsympathisch und langweilig. Ich hätte mir außerdem etwas mehr Witz und Herz gewünscht.
Ein Lichtblick war für mich die professionelle, aber auch herzliche Beziehung zwischen der Protagonistin Tina und ihrem Chef Robert, die im Roman sehr auf die Probe gestellt wurde.

Als leichte Urlaubslektüre für den Strand oder Balkonien gut geeignet. Aber kein must-read.

Veröffentlicht am 03.12.2016

Hart aber herzlich

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Ein ernstes Thema, aber eine unglaublich sympathische und witzige Protagonistin, die sich selbst eher unfreiwillig plötzlich vom Niemand zur (Anti)Heldin katapultiert.

Eine wirklich witzige und mitreißende ...

Ein ernstes Thema, aber eine unglaublich sympathische und witzige Protagonistin, die sich selbst eher unfreiwillig plötzlich vom Niemand zur (Anti)Heldin katapultiert.

Eine wirklich witzige und mitreißende Geschichte über eine junge Frau, die der Versuchung des Verbotenen leider nicht widerstehen kann und nur einen kleinen Bissen von Adam's Apfel kosten will.
Doch leider reicht das aus um die unscheinbare Tina, die Sekretärin des stinkreichen Medienmoguls Robert Barlow, aus ihrem alten Leben zu reißen.
Das zwingt sie endlich ihre Frau einzustehen & vielen ihrer Gleichgesinnten den Weg in ein besseres Leben zu ermöglichen.
Auf dem Weg dahin spielen Freundschaft und Liebe eine große Rolle für Tina, die sie so vorher in ihrem Leben nicht kannte.

Zwischen Lügen, Mut und Freundschaft entsteht eine verzwickte und amüsante Geschichte.

Durch den lockeren leichten Schreibstil schafft es Camille Perri den Leser ununterbrochen zu begeistern, sodass man das Buch überhaupt nicht aus der Hand legen will.
Der Kontrast zwischen Ernst und Witz macht das Buch interessant.

Wer hier einen 0815-Roman erwartet liegt falsch.
Die Beziehung zwischen den Charakteren geht leider nicht sehr in die Tiefe, auch die große Liebe stiehlt Tina hier nicht die Show.

Das Buch ist gut, aber die Story ist mir teilweise zu oberflächlich und ich habe das Gefühl, es fehlt einfach noch etwas. Deshalb nur 3 Sterne.

Nichtsdestotrotz eine Empfehlung für jeden, der eine leichte und unterhaltsame Lektüre für zwischendurch sucht. Daumen hoch !









Veröffentlicht am 24.11.2016

Working Title

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„Die Assistentinnen“ von Camille Perri ist keine Liebesgeschichte! Nun gut, etwas Liebe kommt natürlich schon vor. Obwohl das Buch diesen Aspekt meiner Meinung nach eigentlich gar nicht gebraucht hätte. ...

„Die Assistentinnen“ von Camille Perri ist keine Liebesgeschichte! Nun gut, etwas Liebe kommt natürlich schon vor. Obwohl das Buch diesen Aspekt meiner Meinung nach eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Da mag es Zufall sein, dass das Love Interest Kevin heißt und dieser auch eine kevintypische Aktion abliefert. (Sorry für die Vorurteile!)

Cover, Klappentext und Leseprobe haben mich schnell davon überzeugt, dass ich dieses Buch lesen musste. Alles in allem hat es mir auch gut gefallen, ein Must-Read ist es allerdings nicht. Der Schreibstil ist spritzig und witzig und man kann der Geschichte problemlos folgen. Auch wenn das Buch von einigen tollen und unterhaltsamen Wendungen geprägt ist, kam es doch ein wenig farblos und sogar unpersönlich rüber. Der Humor der Autorin gleicht dies wiederum teilweise aus. Vor allem die ganzen Anekdoten, Anspielungen und Vergleiche finde ich witzig und spiegeln gut den aktuellen Zeitgeist wieder.

Emily, Kevin und Margie mochte ich eigentlich alle anfangs nicht. Aber Perri hat bei allen gezeigt, dass sie auch andere Seiten haben und man sie gernhaben muss. Das kam mir ein wenig gezwungen vor. Von den dreien konnte ich nur Emily in mein Herz schließen. Kam sie zuerst als Großstadtzicke rüber, konnte man schnell ihren verletzlichen Kern entdecken. Offensichtlich war ihr Gezicke nur Fassade um den Schein zu wahren. Das Leben in New York ist sicherlich nicht einfach, deswegen empfindet man bald eine gewisse Empathie für sie.

Während des Lesens stellen sich natürlich auch einige Fragen:
Ist Kevin etwa auf Tina angesetzt?
Wird das Spiel bald ein Ende haben oder kann Tina sich aus dieser Abwärtsspirale nicht mehr befreien?
Fliegen unsere Assistentinnen auf oder kommen sie mit ihren Spielchen durch?
Was wird aus Roberts und Tinas freundschaftlicher Geschäftsbeziehung?

Fazit: Etwas farbloser Frauenroman, der dennoch mit seinem Witz und seinen Wendungen unterhalten konnte und für den ich gerne 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 21.11.2016

Für kalte Herbstabende durchaus geeignet

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Die Assistentinnen – Camille Perri

Es ist wohl Schicksal, dass Tina Fontana, die Assistentin des Medienmoguls Robert Barlows, die Möglichkeit ihren Studienkredit von Heute auf Morgen abzubezahlen geboten ...

Die Assistentinnen – Camille Perri

Es ist wohl Schicksal, dass Tina Fontana, die Assistentin des Medienmoguls Robert Barlows, die Möglichkeit ihren Studienkredit von Heute auf Morgen abzubezahlen geboten wird. Was als einmalige Sache beginnt, artet schnell aus – Bald ist Tina in einem Konstrukt aus Lügen und Diebstahl verwickelt, das kein Ende zu scheinen nimmt.

Die Geschichte beginnt ganz locker, der Schreibstil ist flüssig gewählt, nichts, wobei man sich wirklich anstrengen muss. Sofort wird der Leser in die Geschichte hinein katapultiert und lernt Tina kennen – und ihren Chef.
Hier wird immer wieder aufgezeigt, wie groß und mächtig die Firma ihres Chefs ist und obwohl sie nur gut von ihm spricht, wird dem Leser schnell deutlich, dass auch er Dreck am Stecken hat.
Doch generell bleibt die Figur des Chefs, so wie die anderen Nebenfiguren, durchgehend flach.
Dies wird vor Allem bei den Assistentinnen deutlich, die im Geschehen mitmischen. So werden sie erst als Zicken charakterisiert, die viel zu viel Wert auf ihr Aussehen legen, aber dann sind sie doch irgendwie alle gleich.
Die Hauptperson, Tina, erhält etwas mehr Leben und wirkt auch als Sympathieträgerin, aber dennoch kann sie einfach nicht überzeugen. So schreibt die Autorin immer wieder, dass Tina eine Veränderung an sich selbst feststellt, aber dieses Gefühl bleibt beim Leser leider aus.
Zuletzt noch der Love Interest, Kevin mit dem ich auch kein bisschen sympathisieren konnte. Ich hatte teilweise das Gefühl, das die Autorin uns auf die falsche Fährte locken wollte (so wie z.B. dass Tina uns erst den Eindruck vermittelt, dass Assistentin XY eine reiche und versnobte Zicke ist oder dass Kevin eigentlich ein echter Spießer ist) und dann aber – Überraschung – doch zeigen wollte, dass ihre Charaktere doch nicht so sind.
Fazit: Die Charaktere konnten ganz und gar nicht überzeugen.

Die Handlung hat mir um einiges besser gefallen. Es ging nicht zu schnell oder zu langsam, immer wieder wurden Andeutungen gemacht, dass Robert etwas ahnt und so steigerte sich die Spannung. Als Kevin jedoch einen „Fehler“ begeht, spitzt sich die Situation noch einmal ganz besonders zu. Das Ende war teilweise doch ein wenig .. unrealistisch.

Mit Witz und Charme führt die Autorin durch Tinas aufregende Geschichte. Leider ist das Gefühl dabei zu kurz gekommen, aber dennoch lässt sich abschließend sagen, dass es sich als lockere und leichte Lektüre für kalte Herbsttage durchaus eignet.

Veröffentlicht am 21.11.2016

Die Rache der kleinen Frau ...

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Immer tiefer und tiefer verstrickt sich Tina Fontana in dieser Welt der bald nicht mehr so kleinen Betrügereien, immer weiter ziehen sich die Kreise, immer mehr Leute rutschen mehr oder weniger freiwillig ...

Immer tiefer und tiefer verstrickt sich Tina Fontana in dieser Welt der bald nicht mehr so kleinen Betrügereien, immer weiter ziehen sich die Kreise, immer mehr Leute rutschen mehr oder weniger freiwillig in diesen Kreislauf mit hinein. Kann das gut gehen? Gibt es ein Happy End?
Auf äußerst witzige und amüsante Weise entführt uns die junge Autorin Camille Perri mit ihrem Debütroman in die Welt der Medien, mit ihren topbezahlten Managern und den unterbezahlten aber oft schwere arbeitenden Assistentinnen. Eine Welt, die Camille selbst nicht fremd ist, arbeitete sie doch auch im „echten Leben“ als Assistentin bei der Zeitschrift Esquire. Man merkt richtig, wie viel Spaß der Autorin das Schreiben dieses Romans gemacht haben muss. Vielleicht nimmt sie selbst ein bisschen Rache an den oft selbstverliebten „Playern“ dieser Branche. Der flüssig geschriebene, kurzweilige Roman hat mich selbst in Gedanken direkt nach New York katapultiert mit seinen hippen Stores, den ausgefallenen Restaurants und den verrückten Menschen. Eben „The City that never sleeps!“ Ich bin gespannt, ob wir bald mehr von Camille hören werden und sie es ihrer Protagonistin gleich tun wird, indem auch sie die Seiten für immer wechselt.