Ein grandioser History-Schmöker

Leserunde "Die fremde Königin" von Rebecca Gablé

Cover-Bild Die fremde Königin
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Rebecca Gablé (Autor)

Die fremde Königin

Historischer Roman

Jürgen Speh (Illustrator)

"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.

Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ...

Rebecca Gablé, Bestsellerautorin und Schöpferin der populären Waringham-Saga, hat nun mit ihrem Historienepos "Otto der Große" ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Nach "Das Haupt der Welt" ist "Die fremde Königin" der zweite Band der mittelalterlichen Romanreihe.



Timing der Leserunde

  1. Bewerben 09.02.2017 - 12.03.2017
  2. Lesen 03.04.2017 - 30.04.2017
  3. Rezensieren 01.05.2017 - 14.05.2017

Bereits beendet

Die Bestsellerautorin schreibt über ein bedeutendes Kapitel deutscher Geschichte: Otto der Große und seine Zeit.
Ein Historienepos mit zahlreichen deutschen Schauplätzen.

Hinweis: Bei der vorliegenden Leseprobe handelt es sich um den unkorrigierten ersten Satzlauf. Dieser kann demnach noch Fehler enthalten.

Wir freuen uns sehr, dass die Autorin Rebecca Gablé euch nach der Lesephase während den zwei Wochen der Rezensionsphase für Fragen zur Verfügung stehen wird.

Rebecca Gablé richtet einen Gruß an alle Teilnehmer!
Während den zwei Wochen der Rezensionsphase, könnt ihr eure Fragen zum Buch im Thread "Fragen an Rebecca Gablé" an sie richten.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 06.06.2017

Die fremde Königin

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„Wenn Ihr leben wollt, müsst Ihr graben“

Als Adelheid von Burgund, nach dem Tod ihres Gatten Lothar von Berengar von Ivrea im Jahre 951 auf der Burg Garda gefangen gehaltene Königin von Italien, diese ...

„Wenn Ihr leben wollt, müsst Ihr graben“

Als Adelheid von Burgund, nach dem Tod ihres Gatten Lothar von Berengar von Ivrea im Jahre 951 auf der Burg Garda gefangen gehaltene Königin von Italien, diese Worte von einem Mönch im Vorbeigehen zugeraunt bekommt, fasst sie neuen Mut, ihrem Peiniger möglicherweise doch noch entkommen zu können. Und das Wunder geschieht. Mit eigenen Händen kann sich Adelheid in die Freiheit graben und zusammen mit ihrer Tochter Emma, ihrer Dienerin Anna und Bruder Guido fliehen. Sie erwartet Hilfe in Person jenes geheimnisvollen Mönches, der in Wahrheit Gaidemar, ein Panzerreiter im Dienst König Otto, ist, ausgesandt, um die Befreiung zu unterstützen. Das schwierige Unterfangen gelingt, und als Adelheid mit ihrem „Gefolge“ in Pavia eintrifft, nimmt sie König Otto in Empfang, und die beiden heiraten. Aus der zunächst rein politischen Ehe zwischen Adelheid und Otto erwächst eine Beziehung auf Augenhöhe, die von gegenseitiger Zuneigung und Liebe geprägt ist.

Gaidemar, der im Verlauf der Flucht recht schnell in die schöne, edle Frau verliebt hat, ist ohne den Hauch einer Chance. Nicht nur weil er über keinerlei Besitz verfügt, ist Adelheid unerreichbar für ihn. Sondern er ist ein Bastard und damit namenlos, wurzellos und ohne Aussicht darauf, dass sich dies jemals ändert.

Doch das Schicksal hält nicht nur für Gaidemar und „Die fremde Königin“ einiges bereit...

Rebecca Gablé zeigt mit ihrer Reise in die Vergangenheit erneut, dass sie es vermag, den Leser diese nahezubringen, ohne es wie eine Geschichtsstunde aussehen zu lassen. Sie schreibt engagiert und respektvoll, hält sich an die historischen Gegebenheiten und stellt ihre Gründlichkeit bei der Recherche unter Beweis. Die Lebendigkeit, die sie ihren Protagonisten verleiht, macht diese für den Leser wahrnehm- und greifbar. Es ist eine besondere Kunst der Autorin, sämtliche Handelnde so zu charakterisieren, dass der Leser Verbindungen knüpfen und Empathie und Antipathie mit ihnen entwickeln kann, nicht nur bei der Begegnung mit neuen Persönlichkeiten, sondern auch beim Treffen mit "alten" Bekannten.

Hervorzuheben ist daneben die Gestaltung des Buches. Nicht nur das Cover ist äußerst ansprechend. Neben in Farbe gestalteter Karte des Reiches um 962 und eines ausführlichen Stammbaumes der Ottonen illustrieren Doppelseite schwarz-weiß Bilder jeden Beginn der drei Teile des Romans. Das Personenregister verschafft einen Überblick über historische und fiktive Figuren. Zudem beleuchtet das Nachwort der Autorin geschichtliche Hinter- und eigene Beweggründe.

Das Geschehen in "Die fremde Königin" setzt zehn Jahre nach dem in "Das Haupt der Welt" zuletzt geschilderten ein und führt den Leser erneut in eine aufregende Zeit der Umbrüche, Kriege und Kämpfe jeglicher Couleur. Es beginnt mit einem schier unglaublichen Ereignis. Denn die Flucht von Adelheid von Burgund hat es tatsächlich gegeben, und auch aus heutiger Sicht verdient es Respekt, dass die junge Adelheid trotz der scheinbar aussichtslosen Situation den Mut nicht verloren, sondern die sich ihr und Begleitern klitzekleine Möglichkeit ergriffen und sich quasi mit bloßen Händen einen Weg in die Freiheit gegraben hat.

Die besondere Charakterstärke ihrer Protagonistin hebt die Autorin im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder hervor. Gleichwohl hat auch die junge Königin ihre Schwächen, die nicht übersehen werden können, sie dafür allerdings umso lebensechter erscheinen lassen. Daneben verfügt Adelheid über dezenten Humor, und sie ist eine gute Menschenkennerin. Bereits als burgundische Prinzessin und italienische Königin musste sie lernen, die wahren Absichten hinter den Worten zu erkennen, die die Menschen zwar sagen, aber nicht so meinen. Das hat sie geprägt, und so ist es für Adelheid zunächst unerklärlich, warum es ihr nicht möglich ist, Gaidemar wahrhaftig zu ergründen.

Gaidemar ist ein höflich, korrekt und selbstlos agierender Mann, der viel Wert auf seine Ehre legt, einen besonnenen Eindruck macht, zugleich jedoch mit seinem Dasein als Bastard hadert. Recht bald wird offenbart, wer sein Vater ist. Dies ist niemand Geringerer als Thankmar, der einst gegen seinen Bruder Otto, revoltierte, weil dieser ihm das Erbe seiner Mutter vorenthielt. Dass er Sohn eines Verräters, wenn auch Neffe des Königs ist, begeistert Gaidemar wenig, so dass er sich und andere mit hohen moralischen Maßstäben belegt. Es bedarf eines langen, schmerzhaften Weges, bis Gaidemar sein Schicksal annehmen kann.

Auf diesem Weg stellen sich ihm nicht nur Hindernisse in den Weg. Es gibt Menschen, die ihm wohlgesonnen sind. Andere wiederum wollen seinen Untergang. Sie alle zeichnet eine Mischung von Stärken und Schwächen in einem Gefüge von politischen und abenteuerlichen Ereignissen aus, die das Lesen der Geschichte zum Erlebnis machen.

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Veröffentlicht am 14.05.2017

Spannend und glaubhaft

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Buchmeinung zu Rebecca Gable – Die fremde Königin

„Die fremde Königin“ erschien 2017 bei Bastei Lübbe als Hardcover. Es ist der zweite Band in der Serie um Otto den Großen.

Klappentext:
"Könige sind ...

Buchmeinung zu Rebecca Gable – Die fremde Königin

„Die fremde Königin“ erschien 2017 bei Bastei Lübbe als Hardcover. Es ist der zweite Band in der Serie um Otto den Großen.

Klappentext:
"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden die Untertanen mit ihrem Mummenschanz, damit die nicht merken, dass das Reich auseinanderfällt"
Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. Auf ihrer Flucht verliebt er sich in Adelheid, aber sie heiratet König Otto.
Dennoch steigt Gaidemar zum Vertrauten der Königin auf und erringt mit Otto auf dem Lechfeld den Sieg über die Ungarn. Schließlich verlobt er sich mit der Tochter eines mächtigen Slawenfürsten, und der Makel seiner Geburt scheint endgültig getilgt. Doch Adelheid und Gaidemar ahnen nicht, dass ihr gefährlichster Feind noch lange nicht besiegt ist, und als sie mit Otto zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, droht ihnen dies zum Verhängnis zu werden ...

Meine Meinung:
Dieser historische Roman hat viele Komponenten eines Abenteuerromans. Es gibt den aufrechten, aber gebeutelten Helden, Liebesgeschichten, liebenswerte und sympathische Figuren, aber auch intrigierende Fieslinge, Kampfszenen, Gefangenschaft, Flucht und Tod. Es gibt aufrechte Kämpfer, die auf der falschen Seite stehen, Versöhnungen und Trennungen, Freundschaften und Feinschaften, ehrenhaftes und weniger ehrenhaftes Verhalten. Und es gibt die historisch belegten Vorgaben, die Eingang in diese Geschichte gefunden haben. Ein dickes Plus für dieses Buch sind die beiden Hauptprotagonisten, der fiktive Bastard Gaidemar und die historisch belegte junge Königin Adelheid. Beide müssen einiges aushalten, können aber auch ordentlich austeilen. Gaidemar ist ein Panzerreiter mit großem Herzen un unglaublich starkem Ehrgefühl, der von vielen wie ein Mensch zweiter Klasse behandelt wird. Adelheid hingegen erweist sich nach anfänglichen Problemen als starke und machtbewußte Herrscherin, die großen Einfluß auf die Entscheidungen ihres Gatten Otto zu nehmen weiß. Die Machtorientiertheit ist ein, wenn nicht gar der wesentliche Charakterzug. Sie ist ein recht modern anmutender Charakter. Gaidemar ist eher klassisch angelegt, aber auch mit Charakterzügen ausgestattet, die zur Zeit passen, aber aus heutiger Sicht eher befremdlich wirken. Sein Verhältnis zur Gewalt ist manchmal verstörend und er scheut sich nicht, zu foltern und zu töten. Da ihm aber auch viel Leid zugefügt wird, ist er für mich der Held der Geschichte gewesen, nicht der strahlende weiße Ritter, aber ein edler Recke mit kleinen Fehlern. Überhaupt liegt eine der Stärken der Autorin in der Figurenzeichnung. Kaum eine Figur ist eindimensional, viele sind komplex und alle handeln nachvollziehbar. Dazu trägt die geschickte Auswahl der geschilderten Szenen, die immerhin einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren abdecken, ganz wesentlich bei. Ohne das es besonders auffällt, werden historische Ereignisse eingebunden. Auch das alltägliche Leben wird geschildert ohne den Handlungsfluss zu stören. Auch politische Entscheidungen und Entwicklungen werden nachvollziehbar erläutert. Historisch belegte und fiktive Erzählstränge ergänzen sich und auch humorvolle Einschübe erhöhen das Lesevergnügen. Ebenso stagnieren die Figuren nicht, sondern entwickeln sich glaubhaft weiter. Ein ausführliches Personenregister und ein umfangreiches Nachwort, in dem Historie und Fiktion deutlich getrennt werden, stehen für den positiven Gesamteindruck. Ein kleiner Wermutstropfen war der Abschluss des Romans für mich. Er war für mich zu sehr bollywoodartig, aber sei es drum.

Fazit:
Frau Gable hat einen spannenden und fesselnden historischen Roman abgeliefert, der durch eine komplexe Geschichte und starke und glaubhafte Charakterzeichnungen gefällt. Von mir gibt es fünf Sterne (90/ 100 Punkte) und eine klare Leseempfehlung für die Freunde abenteuerlich angehauchter historischer Romane.

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Veröffentlicht am 14.05.2017

Ein typisches Gablé Buch, das viel Vergnügen bereitet, aber kein Waringham.

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Das warten auf einen neuen Gablé Roman kann mit unter eine gefühlte Ewigkeit dauern. In Wirklichkeit sind es meist nur zwei Jahre. Und diese Wartezeit zahlt sich aus und ist mehr als gerechtfertigt denn ...

Das warten auf einen neuen Gablé Roman kann mit unter eine gefühlte Ewigkeit dauern. In Wirklichkeit sind es meist nur zwei Jahre. Und diese Wartezeit zahlt sich aus und ist mehr als gerechtfertigt denn dafür sind die Bücher mehr als nur gut recherchiert, haben ausgeklügelte Plots und sind einfach nur wahnsinnig gut geschrieben. Sie schafft es mit jedem ihrer Bücher Geschichte lebendig werden zu lassen.

Das Cover des neuen Buches über Otto I ist wirklich schön, ich habe bei der Cover Wahl teilgenommen und dieses war von Anfang an mein Favorit. Besonders weil es sehr gut zu dem Cover der Taschenbuch Ausgabe passt, aber auch zum ersten Hardcover.

Wer bereits mehrere Gablé Romane gelesen hat, wundert sich nicht mehr über die Vielzahl von unterschiedlichen Personen die mal mehr und mal weniger die Handlung beeinflussen. Anders als bei der Waringham Saga hat man hier allerdings den Vorteil, dass nicht alle Richard, Heinrich, Robert oder John heißen, sondern das die Sachsen und Slawen unterschiedliche, manchmal sehr gewöhnungsbedürftige Namen haben, aber so kann man wenigstens alle gut auseinander halten.

Im Mittelpunkt stehen diesmal erneut Otto I, dann Adelheid, seine neue Königin und Gaidemar ein halber Edelmann, welcher die Königin aus ihrer Gefangenschaft befreit und nach Canossa zu Otto begleitet. Dabei verliebt er sich allerdings in die schöne, ehrbare und gütige Königin. Der junge Panzerritter sieht dabei nicht nur aus wie sein Vater ( ein alter Bekannter aus dem ersten Band, dessen Namen ich aber nicht verraten werde) sondern erinnert auch sonst an ihn, wenn er auch um einiges Tugendhafter ist.
Otto kennt man nicht nur aus dem geschichts- Unterricht, sondern auch aus Band eins. Auch in diesem Teil zeigt sich deutlich, was für ein begnadeter König und Staatsmann er ist. Zudem zeigt er gerade im Umgang mit seiner neuen Frau wieder einmal seine doch sehr liebevolle Seite und geht sehr wertschätzend mit ihr um. Adelheid ist aber auch eine besondere Frau, nicht nur ehrenhaft, sie auch ein sehr eigenständiger und beeindruckender Charakter.

Die Handlung erstreckt sich über einen für Gablé eher kurzen Zeitraum von zehn Jahren. Allerdings passiert in dieser Zeit auch genug um darüber zu berichten. Dies macht die Autorin auf ihre gewohnt spannende Art, so dass man kaum merkt wie die Handlung an einem vorüber zieht. Nur am Anfang und ab und zu zwischen drin kommt es zu leichten Längen, aber bei einem Umfang von über 700 Seiten darf das auch mal passieren. Wie gewohnt ist die Handlung an wahren Begebenheiten orientiert, die ich durch mein Studium bereits teilweise mehr oder weniger kenne, diese Punkte konnten mich deshalb eher weniger überraschen, aber das müssen sie auch gar nicht. Es gibt nämlich dennoch immer wieder überraschende Wendungen und es soll ja auch Leute geben, die von Geschichte nicht ganz so viel Ahnung haben. Der Roman ist wieder einmal voll mit Ritterlichkeit, Liebe und Intrigen.

Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, die es ermöglichen verschiedene Gesichtspunkte der Handlung zu erkennen und auch unterschiedliche Meinungen einzufangen. Es ist flüssig geschrieben und selbst komplizierte Sachverhalte sind relativ leicht zu verstehen. Markant ist wie immer eine gewisse Schamlosigkeit, einige Szenen sind wieder mal nicht ohne. Auch die Kämpfe sind wie immer so beschrieben, dass man ein gutes Gefühl für die Brutalität des Krieges bekommt.

Alles in allem war es mal wieder ein wahres Vergnügen dieses Buch zu lesen, Frau Gablé beherrscht ihr Handwerk einfach. Es ist herrscht eine perfekte Balance aus historischen Fakten und fiktiven Elementen. Allerdings würde ich das Buch nur denen empfehlen, die schon den ersten Band gelesen haben. Außerdem ist es kein Waringham und dementsprechend ganz anders, aber auf eine gute Art, nur eben kein Waringham was gleichzeitig auch wieder schlecht ist.

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Veröffentlicht am 14.05.2017

Sehr empfehlenswert! Geschichte, Liebe, Spannung und Intrigen unvergleichlich erzählt.

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Hier wurde Geschichte und Liebe mit tollen, eigenwilligen und polarisierenden Charakteren so faszinierend verpackt!

„Die fremde Königin“ ist die Fortsetzung von Rebecca Gables Epos „ Das Haupt der Welt“ ...

Hier wurde Geschichte und Liebe mit tollen, eigenwilligen und polarisierenden Charakteren so faszinierend verpackt!

„Die fremde Königin“ ist die Fortsetzung von Rebecca Gables Epos „ Das Haupt der Welt“ und erzählt eine wunderbare Geschichte zu Ottos Zeiten von 951 – 962.
Adelheid, die 19-jährige Königin von Italien, befindet sich schon seit 199 Tagen in Gefangenschaft von Berengar von Ivrea, der sie mit seinem Sohn verheiraten will um an die Krone des italienischen Reiches zu kommen. Doch ein Wunder geschieht als der Bastard Gaidemar, ein verkleideter Mönch und Panzerrreiter in Ottos Reiterlegion, Adelheid zur Flucht verhilft. Er hat den Auftrag, sie zu seinem König zu bringen, der ihr seinen Schutz anbieten möchte. Doch aus einem taktischen Schachzug entwickelt sich eine große Liebe. Adelheid wird seine Königin und begleitet ihn unterstützend sein restliches abenteuerliches und erhabenes Leben. Gaidemar wird ihr Vertrauter und seine unerfüllte Liebe zu ihr ist tragisch. Um seine Stellung und seinen Makel als Bastard zu bereinigen soll er die Tochter des slawischen Fürsten Tugomir heiraten. Gaidemar begleitet König Otto auf seinen Kämpfen im ganzen Reich und erfährt seinen Respekt auf dem Lechfeld, bei dem sie den Sieg über die Ungarn erringen. Doch ein gefährlicher Feind lauert noch im Hintergrund und spinnt seine Intrigen, als Adelheid und Otto mit Gaidemar nach Italien zur Kaiserkrönung reisen.

Rebecca Gable hat mich mit „Die fremde Königin“ magnetisch in eine tolle Mischung aus Historie, Spannung, Liebe und Intrigen hineingezogen. Ihr unvergleichlicher und bildhafter Schreibstil versetzt einen direkt in die Kulisse des Mittelalters. Hier ist die Sinnlosigkeit von Kriegen, Machtbedürfnissen, Eitelkeit und großem Leid bedrückend zu spüren. Durch ihre ständig wechselnden Erzählstränge, einmal aus Sicht von Otto und Adelheid und dann aus der Sicht von Gaidemar, suchtet man durch das Buch. Hier wurde tatsächliche Geschichte perfekt mit wunderschön erfundenen menschlichen Lebensgeschichten und Schicksalen verknüpft.
Adelheid ist eine starke, mutige und kluge Frau, die mit ihren 19 Jahren mit beiden Beinen im Leben steht und eine für sie und ihre Tochter vernünftige Entscheidung getroffen hat Otto zu heiraten. Rebecca Gable schafft es wunderbar einen an den Facetten dieser Beziehung, die geprägt ist von Respekt und Liebe, teilhaben zu lassen.
Otto kommt als souveräner, gerechter und auch gewiefter Herrscher rüber. Er hat ein gutes Gefühl für die Stärken und Schwächen seiner Familie und Mitmenschen und ist ein kluger König und Kriegsführer, dem auch schon mal einfach nur das Glück bei seinen Entscheidungen zur Seite steht.
Seine Geschichte ist ein faszinierender geschichtlicher Meilenstein.
Gaidemar ist ein sehr mutiger, kämpferischer und loyaler Halbedelmann(Bastard), der leider nicht immer das richtige Quäntchen Glück auf seiner Seite hat. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte von einem Kämpfer zu einem unverzichtbaren und klugen Begleiter und Ratgeber von Otto und Adelheid. Man spürt seine starke Verbundenheit mit ihnen. Ein wunderbarer und toller Charakter, der das Buch bereichert.
Viele weitere sehr interessante Personen hat Rebecca Gable noch in ihre Geschichte mit eingebaut, die den Leser faszinieren, polarisieren und schocken.
Eine Aufstellung der wichtigsten Figuren im Roman hat die Autorin am Anfang ihres Buches aufgeführt und dient beim Lesen zwischendurch als Stütze und Erinnerung.
Schön fand ich auch am Schluss, dass Frau Gable noch ein wenig vom Aufbau ihres Buches erzählt hat, welche geschichtlichen Daten sie ausgebaut und mit erfundenen Charakteren und Geschichten verwoben hat.

„Die fremde Königin“ ist ein wundervolles Buch, dass ich jedem Leser empfehlen kann, der Romane in historischer Kulisse liebt.
Verdient vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.05.2017

Ein beeindrukendes historisches Meisterwerk

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Zuerst möchte ich mich ganz herzlich beim Lesejury-Team bedanken, dass ich diesen genialen historischen Roman von Rebecca Gable vor dem Erscheinungsdatum als Manuskript lesen durfte. Es hat sehr viel Spaß ...

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich beim Lesejury-Team bedanken, dass ich diesen genialen historischen Roman von Rebecca Gable vor dem Erscheinungsdatum als Manuskript lesen durfte. Es hat sehr viel Spaß gemacht, in dieser Leserunde dabei zu sein.

Zum zweiten Mal werden wir von Rebecca Gable in die Zeiten Ottos dem Großen entführt. Die Autorin gewährt uns Einblicke in das Leben der italienischen Königin Adelheid. Der Roman beginnt damit, dass Adelheid in der Festung auf dem Tafelberg bei Garda im Jahr 951 gefangen gehalten wird, um sie zu einer Heirat mit dem Sohn Berengars zu zwingen. Allerdings gelingt ihr nach langer Zeit der Gefangenschaft ein spektakulärer Ausbruch und sie flüchtet an die Ufer des Gardasees. Hier kommt Gaidemar hinzu. Der Panzerreiter Gaidemar, ein Bastard vornehmer Herkunft, hat den Auftrag von König Otto erhalten, Adelheid sicher über die Alpen zu bringen. Hierbei verliebt sich Gaidemar in die Königin, doch diese heiratet kurze Zeit später König Otto.

Dieser Roman hat es wie gewohnt in sich. Die Autorin bietet ihren Lesern Freundschaft, Verrat, blutrünstige Kämpfe, Intrigen, grausame Schlachten, aber auch eine hinreißende Liebesgeschichte.

Rebecca Gable versteht es, wie keine andere, trockene Fakten in einen brillanten, fesselnden historischen Roman zu verpacken. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und so verständlich, dass man sich sofort in die Handlung einlesen und sich alles bildlich vorstellen kann. Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sich direkt in sie hineinversetzen kann, mit ihnen gemeinsam die Ereignisse erlebt und mit ihnen mitfühlt.

Rebecca Gable ist nicht ohne Grund meine Lieblingsautorin der historischen Romane. Sie kann es einfach! Ich bin begeistert und fühlte mich wieder bestens unterhalten. Für diesen herausragenden Roman gibt es von mir 5 Sterne in allen Kategorien und eine absolute Kauf- und Leseempfehlung.

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