eBook-Leserunde zu "Das Erbe der Wintersteins" von Carolin Rath

Der Beginn einer neuen Familiengeheimnisreihe

Eine Familie, ein verfallenes Herrenhaus, ein düsteres Geheimnis und eine Entdeckung, die alles verändert.

Damit ein Leseabschnitt in einer Woche nicht weniger als 100 Seiten enthalten wird, umfasst die Leserunde zu "Das Erbe der Wintersteins" bei 359 Seiten Manuskript dieses Mal 3 statt der üblichen 4 Wochen Lesezeit.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 26.09.2016 - 16.10.2016
  2. Lesen 31.10.2016 - 20.11.2016
  3. Rezensieren 21.11.2016 - 04.12.2016

Bereits beendet

Cover-Bild Das Erbe der Wintersteins
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Carolin Rath (Autor)

Das Erbe der Wintersteins

Familiengeheimnis Roman

Der Geruch nach Karbol, knarzende Dielenböden, fahrende Kuriositäten und ein dunkles Geheimnis. das ist "Das Erbe der Wintersteins".

"Ihr Vater war kein Mann der langen Umschweife. Sie wusste, er würde gleich zur Sache kommen und das tat er auch. 'Die Firma steckt in Schwierigkeiten. Wir müssen investieren. Ich werde die Winterstein Villa verkaufen!'"

'Nein, das kannst du nicht machen!' Celine stellte ihre Tasse so heftig auf den Tisch, dass der Kaffee überschwappte. 'Nicht die Villa!'"

Spätes 19. Jhdt.: Claire wurde als Baby aus einer verunglückten Kutsche fahrender Schausteller gerettet und kam auf dem Hof der Wintersteins unter. Dort muss sie sich ihre Daseinsberechtigung jedoch durch harte Knochenarbeit verdienen. Als überraschend ein Professor aus der Stadt nach ihr schickt und sie um ein Treffen in seinem Krankenhaus bittet, macht sie sich umgehend auf den Weg. Sie wird in einen dunklen Raum im Keller des Krankhauses geführt. Was sie dort erfährt, erschüttert sie zutiefst und sie weiß nicht mehr, was sie noch glauben soll.

2016: Celine Winterstein liebt die alte Villa in Meylitz, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist und mittlerweile leer steht. Doch weil der Familienkonzern in finanziellen Schwierigkeiten steckt, bleibt ihnen keine Wahl: Die Villa muss renoviert und verkauft werden. Schweren Herzens begibt sie sich ein letztes Mal dorthin, um den Verkauf in die Wege zu leiten. Die Bauarbeiten bringen immer mehr Hinweise auf die Geschichte ihrer Urgroßmutter Claire zum Vorschein, die die Villa damals gekauft hat. Und ein düsteres Geheimnis, das niemand jemals geahnt hätte.

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 21.11.2016

Das Erbe der Wintersteins

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Die alte Villa an der Ostsee, mit einer wunderschönen parkähnlichen Anlage und einem Bootshaus, soll vor dem endgültigen Verfall bewahrt werden, damit die Familie Winterstein diese nach der abgeschlossenen ...

Die alte Villa an der Ostsee, mit einer wunderschönen parkähnlichen Anlage und einem Bootshaus, soll vor dem endgültigen Verfall bewahrt werden, damit die Familie Winterstein diese nach der abgeschlossenen Renovierung verkaufen kann. Die alte Porzellanmanufaktur der Wintersteins läuft nicht mehr besonders gut und schreibt rote Zahlen. Durch den Verkauf erhofft man sich einen respektablen Geldsegen, der die Firma vor der Pleite bewahren soll. Celine Winterstein, die Tochter des Firmenbesitzers, wird mit der Koordination der Renovierung beauftragt und kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. Im Bootshaus quartiert sie sich kurz vor Weihnachten ein, wird dort von ihrem Freund Albert, der eigentlich nicht mitkommen sollte, überrascht und trifft sich in den darauffolgenden Tagen mit Architekten, Tischlern und sonstigen Bauarbeitern zur ersten Begehung der Villa. In einem alten Speiseaufzug findet Celine ein Tagebuch ihrer Ururgroßmutter Claire und versinkt beim Lesen in eine Welt vor 100 Jahren, in das Leben von Claire und stößt auf schicksalhafte Familiengeheimnisse. Doch merkt Celine nicht, dass sie sich damit in Gefahr begibt und genaustens beobachtet wird.

In einer stürmischen und winterlichen Nacht findet ein Krämer vor 100 Jahren ein kleinen Baby in einem verunglückten Zirkuswagen und rettet es, indem er es zum nächstgelegenen Hof bringt. Das kleine Mädchen erhält den Namen Klara und wächst fortan auf dem Gut der Wintersteins auf. Sie wächst zu einem fleißigen Mädchen heran, welches bei Wind und Wetter hart arbeiten muss und nur selten die Schule besuchen kann. Als sich nach Jahren herausstellt wer Klaras Vater ist und das sie eigentlich Claire heißt, ändert sich alles für das junge Mädchen. Sie verlässt den Winterstein-Hof, muss sich diverse Unannehmlichkeiten gefallen lassen, erfährt ihre wahre Herkunft und landet letztendlich auf einem Rummel, der ihrem leiblichen Vater gehört. Dieser hält nur leider wenig von seiner leiblichen Tochter und tritt ihr kaltherzig, aggressiv und streng entgegen.

In dem Buch wechseln sich die Kapitel zwischen Gegenwart (Celine) und der Vergangenheit (Claire) ab. Dies sorgt für eine gute Abwechslung in der Story. Der Schreibstil ist angenehm einfach und somit das Buch auch flüssig zu lesen. Einige Charaktere, wie z.B. Claire, sind auf Anhieb sympathisch, während andere Charaktere (z.B. Celine und Albert) blass, naiv und gar unausstehlich rüberkommen.
Ich war, nachdem ich das Buch beendet hatte, leider zunächst ein wenig enttäuscht, da einfach zu viel vorhersehbar war, dadurch meines Erachtens die Spannung gemildert wurde und ich Celines Verhalten oft hinterfragen musste. Für mich persönlich waren die letzten Kapitel die Schwächsten von allen. Die anderen Abschnitte haben mich viel mehr gefesselt und die Story von Claire hat mir sowieso ein bisschen besser gefallen als die von Celine. Die Geschichte von Claire hatte viel mehr Tiefe und mehr Gefühl. Ich habe bei Celine im Nachhinein nicht das Gefühl, dass ich eine tiefe Bindung zu ihr aufbauen konnte und sie war, für ihr Alter, zu einfältig und kindlich in ihrem Verhalten und Denken.
Vielleicht hätten auch zwei oder drei Kapitel mehr dem Buch ganz gut getan, um diverse noch offene Fragen und Familienverhältnisse zu klären. Im Großen und Ganzen habe ich mich jedoch gut unterhalten gefühlt.

Veröffentlicht am 31.05.2017

Wer liebt ist nicht frei

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Das Buchcover sieht sehr herbstlich aus, zieht durch die orangen Blätter sofort den Blick auf sich und passt daher perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

Durch den Prolog, hat man einen guten Einstieg in ...

Das Buchcover sieht sehr herbstlich aus, zieht durch die orangen Blätter sofort den Blick auf sich und passt daher perfekt zur aktuellen Jahreszeit.

Durch den Prolog, hat man einen guten Einstieg in die Geschichte, hauptsächlich allerdings in jene von Claire – also in den Handlungsstrang welcher in der Vergangenheit spielt. Er weckt sofort das Interesse und die Lust auf mehr sodass man das Buch, bis man diesen Zeitpunkt in der ‚richtigen‘ Geschichte findet, nicht mehr aus der Hand geben kann!

Die abwechselnden Kapiteln, Vergangenheit (Claire) vs. Gegenwart (Celine) verleihen der Geschichte vor allem ab dem zweiten Drittel Spannung welche im letzten definitiv am größten ist. Das Wechseln zwischen den zwei Erzählsträngen ist der Autorin Carolin Rath gut gelungen. Jedoch muss ich sagen dass mir die Kapitel in der Vergangenheit besser gefallen. Da mich jene in der Gegenwart trotz des Humors der dortigen Personen bis zum Schluss nicht so richtig fesseln konnten, und sie daher getrost weggelassen werden hätten können (zumindest was mich angeht hat sie nicht viel zum eigentlichen Handlungsstrang beigetragen), muss ich leider einen Stern abziehen. Leider, denn die Geschichte in der Vergangenheit fand ich super, die Handlungsstränge mit Claire waren sehr spannend. Die Geschichte ist aufgrund des einfachen Schreibstils leicht und zügig zu lesen, einzig die Kapitel mit Celine haben meinen Lesefluss etwas gebremst.

Die meisten Figuren, unabhängig vom Handlungsstrang (Vergangenheit, Gegenwart), sind gut ausgearbeitet. Einzig Celine war mir zu sprunghaft, von ihr wusste man nie was man erwarten soll. Zeitweise kamen von ihr absolut entgegengesetzte Handlungen. Ich konnte da bis zum Schluss leider keinen ‚fixen‘ Charakter erkennen, sie war mir irgendwie zu abgedreht und viel zu unstet, daher leider noch ein Sternabzug da Celine im Prinzip ja die zweiten Hauptfigur war (und bei den Hauptfiguren geht ein solches entgegengesetztes Verhalten absolut nicht, diese müssen für mich einen klar erkennbaren Charakter haben um entsprechend eingeschätzt werden zu können). Einige der Dinge klären sich am Ende auf. Allerdings kam mir das ‚Ende‘ in der Gegenwart zu abrupt. Mir fehlt zwischen der Vergangenheit und der Jetztzeit zu viel, es gibt zu viele ungeklärte Dinge, zumindest in meinen Augen (mich hätte vor allem interessiert was da noch zwischen den beiden Zeiten mit Claire passiert ist). Deswegen leider noch ein Sternabzug.

Fazit:
Alles in allem aber trotzdem ein gelungenes Buch. Man kann sich ein paar gute Lesestunden damit gönnen.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Spannende Geschichte mit Klischees

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Inhalt:
Celine hat die Aufgabe die alte Villa Winterstein so herzurichten, dass sie gewinnbringend verkauft werden kann, denn dem Familienunternehmen geht es finanziell schlecht.
Bei Aufräumarbeiten in ...

Inhalt:
Celine hat die Aufgabe die alte Villa Winterstein so herzurichten, dass sie gewinnbringend verkauft werden kann, denn dem Familienunternehmen geht es finanziell schlecht.
Bei Aufräumarbeiten in der Villa stößt sie auf das Tagebuch ihrer Urgroßmutter, mit der sie sich im Laufe der Geschichte immer verbundener fühlt.Claire Winterstein ist ein Findelkind, die trotz einer harten Kindheit und Jugend etwas aus sich macht. Natürlich schafft sie das nicht alleine, aber der Zufall will es, dass sie einen Gönner hat, und ihr das Schicksal schlussendlich gewogen ist.Sowohl Celine als auch Claire müssen allerlei Gefahren durchstehen, bevor sich am Ende alles verquickt und auflöst.

Meine Meinung:

Es ist gar nicht einfach, diese Bewertung in Sternen auszudrücken. Das Buch ist flüssig geschrieben und liest sich gut. Es ist spannend und interessant. Von daher hätte es sicher einen Stern mehr verdient.
Es gibt aber ziemlich viele Dinge, die mich gestört haben. Da ist zum Beispiel Celine: eine Frau die beruflich gefestigt ist, und eigentlich auch nicht dumm. Trotzdem hat sie nichts anderes im Sinn, als sich heiraten zu lassen. Sie ist so verzweifelt, dass sie den erstbesten akzeptiert, der sich für sie interessiert. Die biologische Uhr kann es nicht sein, denn von Kinderwunsch ist nicht die Rede. Dazu braucht man ja auch nicht zu heiraten.

Dann ist da Claire: ein armes Findelkind, die eine sehr schwere Kindheit und Jugend hat, es aber irgendwie schafft, die Familiendynastie zu begründen.

Erfahren wir Details aus ihrer Kindheit und Jugend, so ist da mit einem mal ein Schnitt.
Irgendwie ist es unbefriedigend.

Derweil stolpert Celine sehenden Auges von einer hirnrissigen Aktion in die nächste, was mich absolut nicht überzeugt hat; zudem sind gewisse Entwicklungen einfach zu vorhersehbar.

Überhaupt ist das Frauenbild hier absolut negativ, wenngleich ich überzeugt bin, dass das von der Autorin nicht beabsichtigt ist.

Wir haben hier Frauen die jeweils ein Klischee verkörpern:

1. Die Unschuld, die es vom Tellerwäscher zum Millionär schafft.

2. Die Getriebene, die um eines Vorteiles willen alles verrät.

3. Die Oberflächliche, die sich nur für ihr Aussehen und ihre Markenklamotten interessiert.

4. Die Verzweifelte, die spirituelle Anwandlungen hat und außerdem unbedingt heiraten will.

5. Die Habgierige, Ungerechte, die sich auf Kosten anderer bereichert, dabei natürlich total bigott ist.

Kommen also die Männer besser weg? Nicht wirklich. Auch hier haben wir diverse Kategorien:

1. Den knallharten Geschäftsmann der um seinen Besitz kämpfen muss

2. Den Sunnyboy und Lebemann, der aber eigentlich ganz süß ist

3. Den durchtrieben Verbrecher, den Bösewicht, der allen Mitmenschen das Leben schwer macht.

4. Den Retter in der Not.

5. Den Mäzen.

Von den klischeehaften Charakteren mal abgesehen fehlte mir etwas in der Geschichte. Die Ansätze, besonders in den Abschnitten die Claire betreffen, sind gut, ich hätte aber gerne mehr gehabt.
Der Prolog ist gut gewählt, er zieht den Leser rein. Es wird schon direkt sehr viel Spannung aufgebaut und Neugierde generiert, aber ich habe das Gefühl, dass mir die Antwort schuldig geblieben wurde. Auch konnte ich mit keinem der Charaktere einen wirklichen Rapport bilden, dazu waren sie zu klischeehaft.

Es war aber natürlich nicht als wissenschaftliche Studie gedacht, und für die Form ist es insgesamt recht gut gelungen, die Spannung wurde mühelos bis zum Ende gehalten.

Bei einem differenzierteren System wären es vier Sterne für Sprache und Stil, und jeweils drei für Plot und Charaktere, was einen Durchschnitt von 3,3 ergibt.

Abschließend möchte ich mich bei Bastei Lübbe für die Leserunde und das Zurverfügungstellen des Rezensionsexemplars bedanken.

Veröffentlicht am 14.12.2016

Celine und Klara

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Celine soll die Villa der Familie wieder auf Vordermann bringen und dann soll sie zur Rettung des Familienunternehmens verkauft werden. Celine hängt sehr an der Villa, da sie dort mit ihrer verstorbenen ...

Celine soll die Villa der Familie wieder auf Vordermann bringen und dann soll sie zur Rettung des Familienunternehmens verkauft werden. Celine hängt sehr an der Villa, da sie dort mit ihrer verstorbenen Mutter gelebt haben. Bei der Baubegehung findet sie das Tagebuch von Claire, die die erste Besitzerin der Villa durch die Familie Winterstein war. Bald taucht sie ein in die Welt ihrer Vorfahren und merkt nicht, dass sich deren Leben immer noch auf ihres auswirkt.

Klara wird in einer kalten Winternacht noch als Säugling gefunden. Als Waisenkind hat sie „Glück“ und wächst am Winterstein- Hof auf. Ihr Leben verändert sich radikal als sie von einem Professor nach Berlin geholt wird. Doch warum wurde aus Klara Claire? Und wer sind ihre Eltern? Und wie kommt dieses arme Mädchen zu einer Villa?

Klaras Geschichte hat mir besser gefallen als Celines. Insgesamt fehlt aber allen Charakteren die Tiefe. Und leider werden manche Sachen nicht geklärt im Laufe des Buches und es gibt die ein oder andere Ungereimtheit.
Der Schreibstil hat mir aber Freude gemacht und das Cover fand ich toll.

Insgesamt kann ich leider nur 2 Sterne vergeben, da ich das Buch nicht weiterempfehlen würde. Dafür gibt es einfach genügend bessere Familiengeheimnis- Romane.

Veröffentlicht am 05.12.2016

Düsteres Geheimnis um eine Familiendynastie

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Celine Winterstein arbeitet in der Geschäftsleitung des elterlichen Betriebs und ist frisch verliebt - außerdem stehen noch die Hochzeit ihres kleinen Bruders und Weihnachten vor der Tür. Es könnte alles ...

Celine Winterstein arbeitet in der Geschäftsleitung des elterlichen Betriebs und ist frisch verliebt - außerdem stehen noch die Hochzeit ihres kleinen Bruders und Weihnachten vor der Tür. Es könnte alles so schön sein, doch kurz vor Heiligabend erfährt sie von ihrem Vater Gustav, dass die Porzellanmanufaktur in einer ernstzunehmenden finanziellen Schieflage steckt. Daher soll die alte und längst nicht mehr bewohnte Winterstein-Villa inklusive Bootshaus renoviert und verkauft werden, in der Hoffnung, dass der Erlös die Manufaktur retten kann.
Celine soll die Arbeiten überwachen, doch es fällt ihr schwer, sich fremde Menschen im Heim ihrer Kindheit vorzustellen. Der Ortswechsel nach Meylitz weckt außerdem Celines Interesse an ihrer Urgroßmutter Claire - sie war die Gründerin des Familienunternehmens und außerdem die erste Winterstein, die in der Villa gelebt hat.

Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde der Lesejury lesen, und die Autorin Carolin Rath stand den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung, so dass "Das Erbe der Wintersteins" ein besonderes Leseerlebnis für mich war.

Es gibt zwei Handlungsstränge: einen, der in der Vergangenheit angesiedelt ist und der Claires Lebensgeschichte erzählt, und einen zweiten in der Gegenwart, in dem Celine im Mittelpunkt steht. Die Klara- und Celine-Kapitel wechseln sich hierbei immer ab, die Kapitel enden meistens mit einem kleinen Cliffhanger, wodurch ich immer Lust aufs Weiterlesen hatte.
Die beiden Handlungsstränge ergänzen sich sehr gut, so dass eine runde Geschichte um das Geheimnis der Familie Winterstein auf den Leser wartet.
Die Rückblenden in die Vergangenheit zu Claire Winterstein haben mir hierbei einen kleinen Tick besser gefallen als die Erzählpassagen der Gegenwart - die Szenen waren sehr bildhaft und lebendig beschrieben, so dass ich die örtlichen Gegebenheiten und die handelnden Figuren deutlich vor Augen hatte.
Aber ich fand trotzdem beide Erzählstränge mit ihren Protagonistinnen gut gelungen, und auch die übrigen Figuren waren gut gezeichnet und gaben der Geschichte den letzten Schliff.

Da ich generell Familiengeschichten mit verschiedenen Zeit- und Handlungssträngen sehr gerne mag, hat mir "Das Erbe der Wintersteins" sehr gut gefallen. Carolin Rath hat zudem ein spannendes Geheimnis eingebaut, und sie lässt auch detailreiche Schilderungen über die beim Publikum beliebten Kuriositäten- und Völkerschauen um die Jahrhundertwende mit einfließen, was ich sehr interessant (und auch etwas gruslig) fand.

"Das Erbe der Wintersteins" ist der erste Titel einer "Familiengeheimnis-Reihe" des Lübbe Verlags - die Autorin Carolin Rath arbeitet bereits an einem zweiten Buch, das zu dieser Reihe gehören wird. Die Titel bauen allerdings nicht aufeinander auf, im nächsten Buch wird eine andere Familie im Mittelpunkt stehen, man wird die Bücher also unabhängig voneinander lesen können - ich warte schon sehnsüchtig auf den nächsten Band!

Carolin Rath hat mir mit diesem tollen Schmöker für kalte, graue Wintertage schöne Lesestunden beschert - wer gerne Familiensagas liest, ist mit diesem Titel bestimmt gut beraten.